Nachträglich aufgebrachte Sonnenschutz-, Sicherheits- oder Werbefolien verändern die Eigenschaften einer Verglasung. Der Bundesverband Flachglas (BF) hat systematisch erhoben, welche Erfahrungen die Branche damit macht. 124 Fachleute aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette beteiligten sich an der Umfrage; 68 Prozent haben über 20 Jahre Branchenerfahrung.
57 Prozent der Befragten kennen aus eigener Praxis thermisch bedingte Glasbrüche im Zusammenhang mit nachträglich angebrachten Sonnenschutzfolien. Rund 80 Prozent der Befragten haben in ihrem Berufsalltag mit nachträglich angebrachten Folien zu tun, 43 Prozent bringen sie selbst auf. 17 Prozent berichten von häufigeren thermischen Glasbrüchen, weitere 40 Prozent kennen Einzelfälle. Genannt werden besonders dunkle Folierungen, innen aufgebrachte Folien sowie die Kombination aus Folienfarbe und Glasart. 42 Prozent bewerten das Risiko als hoch oder sehr hoch.
Zum Thema gibt es die BF-Information 006-2016, ein technisches Merkblatt namens „Nachträglich angebrachte Folien“. 84 Prozent sprechen sich für deutlichere Risikohinweise in der Info aus.
Der BF prüft nun eine Aktualisierung der Information sowie ergänzende Hilfen. Zudem können offene Fragen zu 3-fach-ISO und teilflächig aufgebrachten Folien auch Gegenstand eines Forschungsprojekt werden, so der Verband.