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Weltnormentag am 14.10.

VFF verteidigt Normen gegen Kostentreiber-Vorwürfe

Der Verband Fenster + Fassade hat den Weltnormentag am 14.10. für eine klare Botschaft genutzt: In der Debatte um den kostengünstigeren Gebäudetyp E werden Normen fälschlicherweise als verzichtbare Kostentreiber dargestellt. Das sei ein gefährlicher Irrweg, der langfristig zu höheren Kosten und schlechterer Qualität führe.

In der aktuellen Diskussion um den Gebäudetyp E, der das Bauen einfacher und kostengünstiger machen soll, werden Normen teilweise als verzichtbar dargestellt. Der VFF hält diesen Ansatz im Blick auf die Regeln für Fenster, Fassaden und Außentüren „im Kern für falsch“. „Wer Gebäude energetisch sanieren will, braucht verlässliche Regeln. Normen machen Einsparungen messbar und vergleichbar. Sie gezielt weiterzuentwickeln, spart Kosten. Sie pauschal abzuschaffen, verursacht sie“, betont Frank Koos, Geschäftsführer Normung und Technik des VFF.

Normen unterstützen Energiewende

Der Weltnormentag macht deutlich: Fenster, Türen und Fassaden beeinflussen den Energiebedarf von Gebäuden erheblich. Normen schaffen vergleichbare Kennwerte und verlässliche Grundlagen für Planung, Ausführung und Förderung – und unterstützen damit eine effiziente energetische Sanierung mit geringeren Energiekosten, weniger Emissionen und mehr Wohnkomfort.

Geregelt wird dies im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29. Juli 2026 als Änderung des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes in Kraft getreten ist. Ab dem 1. Januar 2027 sollen für die Nachweisführung die aktuellen DIN-Ausgaben gelten.

Fallen die allgemein anerkannten Regeln der Technik weg, sinke die Qualität bei Produkt und Einbau, die Lebensdauer verkürze sich und Lösungen würden weniger nachhaltig, warnt der VFF. Bauherren und Gebäudeeigentümer trügen dann langfristig höhere Kosten. Zudem leide das Vertrauen in die Branche, und die Ziele von Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit rückten in die Ferne.

Normen schaffen Rechtssicherheit

Normen sind nach VFF-Darstellung „klare Spielregeln“ mit entscheidenden Vorteilen: Sie machen Leistungen durch einheitliche Anforderungen vergleichbar und verlässlich, schaffen Rechtssicherheit durch klare Definition fachgerechter Ausführung und entlasten kleine und mittlere Unternehmen, die nicht für jede Frage eigene Nachweisverfahren entwickeln müssen. Zudem sorgen sie für gleiche Wettbewerbsbedingungen, da für alle Anbieter dieselben Maßstäbe gelten.

Gemeinsam mit weiteren Verbänden hat der VFF den offenen Brief „Allgemein anerkannte Regeln der Technik erhalten – Sicherheit, Qualität und Rechtssicherheit nicht aufs Spiel setzen“ unterzeichnet. Die Verbände unterstützen den Abbau unnötiger Bürokratie, etwa bei überflüssigen Nachweisen und doppelten Prüfungen. Überholte Regelwerke sollen weiterentwickelt werden, ohne aber den technischen Referenzmaßstab insgesamt infrage zu stellen.

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