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Klares Zeichen gegen Kostenhürden für Auszubildende

Initiative stärkt Ausbildung nachhaltig

Die Ausbildung im Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk steht vor wachsenden Herausforderungen: Klimawandel, steigende Anforderungen an Energieeffizienz und der Bedarf an ganzheitlicher Beratung verlangen nach neuen Qualifikationen. Eine gemeinsame Initiative aus Branche, Schule und Verbänden zeigt nun, wie diese Herausforderungen aktiv angegangen werden können, und warum Engagement entscheidend ist.

Im Zentrum steht das Ausbildungsangebot „ES-SO Smart Solar Shading Advisor“ des IVRSA. Martin Seifert, Fachlehrer für Rollladen- und Sonnenschutzmechatronik an der Berufsschule in Gelsenkirchen, bewertet das Konzept eindeutig positiv. Der eintägige Workshop sei eine wertvolle Ergänzung zur dualen Ausbildung, insbesondere im dritten Lehrjahr. „Hier werden komplexe Zusammenhänge praxisnah von Bauphysik über Wärmeschutz bis hin zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit vermittelt“, so Seifert. Besonders hervor hebt er die Verbindung von technischem Wissen mit Beratungs- und Vermarktungskompetenz. Diese stärke die Auszubildenden nicht nur fachlich, sondern auch in ihrer Rolle als Ansprechpartner für zukunftsfähiges Bauen.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist das Engagement aus der Branche selbst. Sandra Musculus, Prokuristin bei Georg Musculus, Präsidentin des ITRS und Vorsitzende des IVRSA, engagiert sich als ES-SO Trainerin und bildet die Auszubildenden in Gelsenkirchen ehrenamtlich und kostenfrei aus. Gleichzeitig weist sie auf ein Problem hin: Bei der letzten Ausbildungsrunde mussten zehn von 21 Auszubildenden die ES-SO/ITRS Lizenzgebühr von insgesamt 100 Euro selbst tragen, da ihre Betriebe die Kosten nicht übernommen haben.

Genau hier setzt die Initiative an. Der Sachverständige und Verleger von OUTDOOR. AMBIENTE. LIVING. Olaf Vögele hat sich gemeinsam mit Maren Meyerling vom RTS Magazin und André Urban, Obermeister der Kölner R+S Innung, darauf verständigt, die Ausbildung für das jeweils dritte Lehrjahr für die Jahre 2026 bis 2028 finanziell abzusichern. Dazu stellen sie gemeinsam zu gleichen Teilen jährlich ca. 2.000 Euro zur Verfügung, damit alle Auszubildenden die Ausbildung kostenfrei mitmachen können. Meyerling betont: „Für uns als Teil der Branche ist es selbstverständlich, die Weiterbildung von Auszubildenden zu unterstützen.“ Urban ergänzt, es könne nicht sein, dass junge Fachkräfte auf wichtige Qualifikationen verzichten müssten, nur weil Betriebe nicht investieren, obwohl sie langfristig davon profitieren.

Für Vögele ist die gemeinschaftliche Finanzierung der richtige Weg, um die Ausbildung nachhaltig zu stärken. Die Initiative zeige, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu schaffen und so das Engagement von Sandra Musculus an der Berufsschule Gelsenkirchen zu unterstützen. Die gemeinsame Initiative sendet ein klares Signal: Die Zukunft des Handwerks beginnt in der Ausbildung, und sie gelingt nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. (ov)

Die Initiative sichert die ES-SO Ausbildung langfristig und ermöglicht Auszubildenden kostenfreien Zugang.

Foto: OAL, RTS, R+S Innung Köln

Die Initiative sichert die ES-SO Ausbildung langfristig und ermöglicht Auszubildenden kostenfreien Zugang.

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