Mit der Forel North Europe GmbH hat der italienische Maschinenhersteller in Deutschland einen eigenen Standort, um seine Marktposition in Deutschland und in Nordeuropa auszubauen. Geschäftsführer ist Stéphane Soudais. GW Redakteur Matthias Rehberger war vor Ort, um Details über die deutsche Niederlassung zu erfahren.
GW – Welche Schwerpunkte setzen Sie mit der deutschen Niederlassung?
Stéphane Soudais – Wir betreuen die Kunden in Nordeuropa, inkl. Frankreich und Benelux, natürlich für alle Themen rundum neue Investitionen aber auch für alle Themen rundum Aftersales Service. Kundenservice und Ersatzteilversorgung stehen für uns an erster Stelle. Seit März haben wir unseren ersten eigenen Service Techniker, weitere werden dieses Jahr folgen. Mittelfristig wird das Team wachsen, um auch einen lokalen Remote-Service anzubieten. An dieser Stelle möchte ich auch Udo Hornung danken, der bisher die heimischen Forel-Kunden betreut hat und uns weiter beratend zur Seite steht. Was sich jedoch ändert ist, dass wir mit dem Standort noch näher am Kunden sind und jetzt auch Serviceleistungen direkt in Deutschland und auf Deutsch anbieten können, während das früher über Italien lief.
GW – Welche Chancen sehen Sie durch die Niederlassung in Deutschland?
Soudais – Deutschland, und generell Nordeuropa, ist ein hochkompetitiver Markt mit anspruchsvollen Kunden im Glassegment. Automatisierung, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind zentrale Forderungen, die die Verarbeiter an Maschinenanbieter stellen. Das passt für Forel, denn wir setzen auf modernste Technologie, flexible Maschinenkonzepte und nachhaltige Lösungen.
Unser Ziel ist es, nicht nur hierzulande Maschinen zu verkaufen, sondern langfristige Partnerschaften aufzubauen. Denn nicht nur in schwierigen Zeiten machen die Nähe zum Kunden, eine individuelle Betreuung und ein erstklassiger Service den Unterschied.
Wir begleiten unsere Glasverarbeiterkunden über den gesamten Prozess hinweg, dafür stehe ich ein.
GW – Wie stellt Forel den technischen Kunden-Service sicher?
Soudais – Wichtig für unsere Kunden ist eine schnelle und vor allem auch umfassende Erreichbarkeit. Deshalb ist für Forel ein starker technischer Service von zentraler Bedeutung. Unser Service ist von Montag bis Freitag von 6:00 bis 22:00 Uhr erreichbar, samstags von 8:00 bis 12:00 Uhr. Zudem bieten wir einen kostenlosen Remote-Service während der gesamten Lebensdauer der Anlage. So gewährleisten wir maximale Verfügbarkeit und schnelle Hilfe im Ernstfall.
GW – Wie sehen Sie Herausforderungen in der Lieferkette?
Soudais – Wir bauen, wie eingangs bereits erwähnt, in Deutschland ein Ersatzteillager auf, um hier die Bestell- beziehungsweise Lieferzeiten zu verkürzen. So werden wir hier künftig viele Standard- und Verbrauchsteile vorhalten, damit sie schnell und zuverlässig für die Glasverarbeiter verfügbar sind. Das ist nicht nur für Notfälle relevant, sondern es erhöht die Planungssicherheit für unsere Kunden deutlich.
GW – Wie sehen Sie die Lage für Verarbeiter mit Blick auf Investitionen?
Soudais – Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zu investieren. Die Zunahme der Baugenehmigungen in März lässt hoffen, dass hier ein positiver Trend einsetzt, der sich trotz der Unsicherheit im Mittleren Osten durchsetzen wird. Denn wenn die Nachfrage wieder steigt, und Glasverarbeiter darauf nicht sofort mit den nötigen Kapazitäten reagieren können, ist es eigentlich zu spät, um das volle Potenzial des anziehenden Marktes auszuschöpfen, denn eine neue Anlage zu fertigen und aufzubauen braucht Zeit.
GW – Was motiviert Sie daran, Forel North Europe aufzubauen?
Soudais – Als Geschäftsführer der Forel North Europe GmbH habe ich die Chance, das Geschäft hier aktiv aufzubauen und zu gestalten. Wir wollen mit der deutschen Niederlassung ein Servicecenter für Nordeuropa aufbauen. Von hier aus betreuen wir nun – neben der DACH-Region und Skandinavien, – auch die Benelux-Länder, Dänemark, Tschechien und die Slowakei und Frankreich. Für diese Aufgaben suchen wir aktuell auch noch Mitarbeiter, insbesondere Servicetechniker.
GW – Was ist Ihre Botschaft an die Kunden?
Soudais – Wir begleiten unsere Glasverarbeiterkunden über den gesamten Prozess hinweg, von der Bestellung über den Aufbau und die Inbetriebnahme bis hin zur Instandhaltung der Anlagen. Dabei können sich unsere Kunden jederzeit auf unsere Expertise, unseren Service und unser Engagement verlassen. Dafür stehe ich ein.
Das Interview führte Matthias Rehberger
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Über Forel North Europe
Die Forel North Europe GmbH wurde 2025 gegründet. Heute umfasst die Niederlassung 4 Mitarbeiter und wird von Stéphane Soudais geleitet, der viele Jahre Erfahrung im Vertrieb von Maschinen- und Anlagentechnik für die Glasverarbeitung besitzt.
Hier erreichen Sie die neue Forel-Niederlassung in Deutschland:
Das Team von Forel North Europe v.l.: Marco Luk, Area Sales Manager für Benelux, Nord Deutschland, Dänemark, Scandinavien; Norbert Patton, -Service Techniker; Nenad Atic, After Sales Service.
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