Inhaltsverzeichnis 12-2006

Offenes Visier und konkretes Handeln

Inhalt

Weltmarktführer im Hightech-Segment

Dem deutschen Glasmaschinenbau geht es derzeit so gut wie lange nicht mehr. Dies gab der Vorsitzende des VDMA -Forums Glastechnik, Siegfried Glaser, auf der Eröffnungspressekonferenz der Glasstec 2006 bekannt. In den ersten acht Monaten des Jahres hat die Branche im Inland 57 Prozent und im Ausland fünf Prozent mehr Umsatz erzielt als im gleichen Zeitraum 2005. Das ist ein Gesamtumsatzplus von zwölf Prozent.

Fenster- und Flachglasmarkt deutlich im Plus

Die Fenster- und Fassadenhersteller erwarten für 2006 nach jahrelangen Rückgängen wieder ein kräftiges Plus. „Wir rechnen mit einem Zuwachs von über fünf Prozent“, erklärte Bernhard Helbing, der Präsident des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller e. V. (VFF), kürzlich. Ein vergleichbares Wachstum erwartet auch die Flachglasbranche. „In der Baubranche hat die unerwartet große Nachfrage sogar zu größeren Lieferzeiten als gewohnt geführt“, so Jürgen Halbmeyer, der Vorstand des Bundesverbands Flachglas e. V. (BF).

Eine Fassade ist mehr als nur das Äußere

„Das Bauen im Bestand“ wird künftig die überwiegende Zeit der Bauschaffenden in Anspruch nehmen. Experten schätzen, dass nur zehn Prozent des Arbeitsaufwands für die Neubauten, die üppigen restlichen 90 Prozent hingegen für die Sanierung und die Erneuerung des Altbestands aufgewendet werden müssen. Fest steht auch: das Bauen im Bestand dreht sich insbesondere um neue, umfassende und natürlich schlüssige Konzepte der Fassadengestaltung. Und Fassade meint mehr als nur die zu gestaltende äußere Hülle eines Gebäudes: es beinhaltet Themen wie Raumklima, Versorgungstechnik, Energieeinsparung und Bauphysik bis hin zur Energiegewinnung. Also ein komplexes Feld, über das mit Wissenschaftlern und Praktikern gleichermaßen zu reden ein Gebot ernsthafter und verantwortungsvoller Architektur sein kann.

Alles unter einem Dach

Vom 15. bis 20. Januar 2007 werden auf Europas größter Baustoffmesse rund 2000 Aussteller aus 40 Ländern ihre Produkte, Techniken und Systeme präsentieren. Die BAU belegt damit das komplette Gelände der Neuen Messe München. Das sind genau 180 000 m² in 17 Messehallen. Das Angebot ist so umfangreich wie nie zuvor.

Rekordinvestitionen für mehr Liefersicherheit

Die aktuellste Prognose verheisst für die Roto Frank AG viel Gutes. „Wir werden unsere Planzahlen bei Auftragseingang, Produktion und Umsatz weit übertreffen und das gesamte Jahr mit einem hohen zweistelligen Plus abschließen“, so der Vorstand anlässlich einer Presseveranstaltung Mitte November. Der ab Mai zum Teil stürmische und in seinem Ausmaß „völlig überraschende“ Nachfrageboom kam aus allen relevanten Ländern und Regionen. Allerdings blieb der steile Aufschwung nicht ohne Folgen: im Geschäftsfeld Baubeschlagtechnik kam es zu einer angespannten bis kritischen Liefersituation.

Wege zu 10 Jahren Gewährleistung

Im Hanno-Werk Laatzen, unweit von Hannover, konzentrieren sich die Entwicklungen der bewährten Hanno- Dicht- und Dämmsysteme in jüngster Zeit auf zwei Schwerpunkte: Im Rahmen der europaweiten Harmonisierung grundlegender Regelwerke für den Fenster-, Türen- und Fassadenbau werden nicht nur Bauteile, sondern ebenso Einzelheiten zur Bauanschluss- und Fugen-Ausführung durch EN-Normen, aber auch durch überarbeitete, z. T . neue nationale Normen bauaufsichtlich – d. h. verbindlich auch ohne Erwähnen in der Leistungsbeschreibung – zur Pflicht festgelegt. Hanno hat sich im Bereich Bauprodukte konsequent auf die Erfüllung der Normen eingestellt.

Vom Fenster zur transparenten W and – und zurück

Ab 1806, so stellt Julius Posener – ehemals Professor für Architekturgeschichte in Berlin – fest, tritt ein Wandel bei der Glasnutzung ein: Muss die große Masse der Menschen jahrhundertelang mit Ölpapier bespannten Fenstern vorlieb nehmen, kann nun jedermann über Flachglas verfügen. Durch die nun 200 Jahre währende Historie der vielfältigen Verwendung von Glas eine kurze Zeitreise zu wichtigen Stationen.

Symbiose oder Widerspruch?

Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Hans Erhorn und Dr.-Ing. Andreas Holm Teil 1 des Artikels in GLASWELT 11/2006, Seite 28 ff., zeigte auf, dass die Energieeffizienzsteigerung für Deutschland und Europa in der nächsten Dekade eine nachhaltige Herausforderung für Umwelt und Volkswirtschaft darstellt. Der nachfolgende zweite Teil beschreibt u. a., von welchen Einflussfaktoren das Wohlbefinden von Bewohnern in Räumen abhängig ist.

Glassprung durch Hitzeeinwirkung?

IN DEM VORLIEGENDEN GUTACHTEN ist zu klären, ob die Beschädigung einer Haustür durch die von einer brennenden Mülltonne ausgehenden Hitzeeinwirkung verursacht wurde.

Tipps und Trends

Bald mehr Rechtssicherheit

Mit der Herausgabe der Musterbauordnung 1993 war Glas für die Bauaufsicht plötzlich ein unbekannter Baustoff. Dies lag daran, dass seinerzeit aufgrund des europäischen Denkens in „wesentlichen Eigenschaften von Gebäuden“ Produkte aufgrund anerkannter Bemessungsnormen auszuführen waren. Solche Regeln waren aber für Glas – mit Ausnahme von Verbandsempfehlungen des Glaserhandwerks, die, wie man durch das DIBt im Nachhinein sagte, keine bauaufsichtliche Anerkennung gefunden hatten – nicht existent. Deshalb hat das Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin, (DIBt) in 1996 zuerst eine „Technische Regel für die Verwendung von linienförmig gelagerten Überkopfverglasungen“ herausgegeben, die dann in 1998-09 zu den heute noch gültigen „Technischen Regeln für die Verwendung von linienförmig gelagerten Verglasungen (TRLV)“ erweitert wurden.

Wenn es rund gehen soll

Eine der elegantesten Lösungen für eine offene und variable Raumgestaltung ist der Einsatz von Schiebetüren. Durch sie kann der Benutzer flexibel und problemlos auf seine ganz eigene Wohn- oder Bürosituation und besonderen Bedürfnisse reagieren.

Korrosionsschutzsysteme im Ökovergleich

Als mögliche Korrosionsschutzsysteme für Stahlbauten stehen das Feuerverzinken und Beschichtungen zur Auswahl. Neben klassischen Kriterien wie Lebensdauer, Funktionalität oder Kosten gewinnen zunehmend auch ökologische Aspekte bei der Auswahl geeigneter Systeme an Bedeutung.

Factoring als Alternative?

Unternehmer in ganz Deutschland klagen über Liquiditätsprobleme. Ein Grund hierfür ist zum einen die Umsetzung der Baseler Beschlüsse zur Eigenkapitalunterlegung von Krediten (Basel II) und zum anderen die immer schlechter werdende Zahlungsmoral der Kunden. Die Liquiditätsdecke der Unternehmungen wird gefährlich dünn und aufgrund von Basel II wird es immer schwerer werden, die erforderliche Finanzierung über die Hausbank zu bekommen. Eines ist auf jeden Fall ganz klar, für klein- und mittelständische Firmen werden alternative Finanzierungsformen zur klassischen Bankfinanzierung immer wichtiger.

Neuerungen und Fallstricke

Bei der Überarbeitung der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen wurden die Teile A, B und C der VOB geändert. Die Neufassungen sind zum 1. November 2006 in Kraft getreten. Da in vielen Bauverträgen der Passus „es gilt die VOB/B in ihrer neuesten Fassung“ enthalten ist, werden die Neuregelungen ab diesem Zeitpunkt angewendet. Auftragnehmer müssen deshalb ihre neuen Rechte und Pflichten kennen, um diese sicher umzusetzen.

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Auch wenn bei Firmenübernahmen stets davon gesprochen wird, dass es nur Gewinner gibt, schadet... mehr

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