Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
Im Interview mit Holz Schiller und Remmers

Wir wollen das Holzfenster fit für die Zukunft machen!

GW – Frau Schiller, Sie haben bereits ein erstes Konzept mit Zirkularholz für Fensterkanteln etabliert. Was steckt hinter diesem Konzept?

Victoria Schiller – In den Niederlanden kam in den letzten Jahren die Forderung nach einem Anteil von recyceltem Holz in den Fensterkanteln. Wir haben uns dann gemeinsam mit einem Großkunden auf Lösungssuche begeben und haben nun einen Lieferanten mit einem zertifizierten Recycling-Aufbereitungsprozess gefunden. Das Material stammt aus einem Recyclingprozess, bei dem von Gerüstbohlen bis hin zu Balken aus abgerissenen Häusern alles aufbereitet wird. Die Firma liefert uns aufbereitetes Altholz in Form von Lamellen, die wir dann in unserem Produktionsprozess bearbeiten und weiterverwenden. Der Aufbereiter trennt und sortiert den Rohstoff und garantiert, dass es frei von Schadstoffen und problemlos einsetzbar ist. Wir verwenden diese Lamellen als Mittellagen in unserer Fensterkanteln. Die äußeren Decklagen dieses Produktes bestehen weiterhin aus hochwertigem, dauerhaftem Holz wie beispielsweise Eiche, Red Grandis oder Thermofichte. So verbinden wir Nachhaltigkeit mit bewährter ­Qualität.

GW – Wie funktioniert die Aufbereitung konkret?

Schiller – Der Aufbereiter sortiert und bearbeitet das Altholz so, dass es wieder verwendbar wird. Verunreinigtes Material wird so bearbeitet, dass es wiederverwendbar wird, oder komplett aussortiert und anderen Anwendungsbereichen zugeführt. Wir erhalten standardisierte Querschnitte als Lamellen, die wir je nach Bedarf im Prozess zum fertigen Leimholz weiterbearbeiten.

GW – Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? Wäre man bei größerer Nachfrage lieferfähig?

Schiller – Bei dem Lieferanten wäre durchaus mehr Menge möglich. Aber wir diskutieren intern, dass das Ganze langfristig regionaler gestaltet werden müsste. Es benötigt weitere Recyclingunternehmen in Deutschland und Österreich, die sich diesem Thema widmen – sodass die sehr gute CO2-Bilanz erhalten bleibt.

Die Kombination aus ­recyceltem, massivem ­Altholz und hoch­wertigem, dauerhaftem Hartholz ­ermöglicht stabile, langlebige und umweltfreundliche ­Fensterkanteln.

Victoria Schiller

Foto: Holz Schiller

GW – Welche Pläne haben Sie konkret für den deutschen Markt?

Schiller – Für den deutschen Markt planen wir eine Fensterkantel zu etablieren, bei dem die Mittellage aus diesem Zirkularholz besteht und die Decklage aus passenden Holzarten, die den modernen Ansprüchen hinsichtlich Witterungsbeständigkeit und/oder Ästhetik entsprechen. Mit derartigen Aufbauten wird ein robustes, langlebiges und umweltfreundliches Rahmenkantel für die Produktion von Fenster- und Türrahmen, Tür­friesen und Hebeschiebetüren geschaffen, das sowohl den Anforderungen als auch den Nachhaltigkeitszielen gerecht wird.

GW – Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für dieses Zirkularholz?

Schiller – In Lebenszyklusanalysen hat Holz durch die CO2-Bindung während der Wachstums­phase einen natürlichen Startvorteil gegenüber nicht nachwachsenden Rohstoffen. Aber am Ende wird Holz meist verbrannt, wodurch das CO2 wieder freigesetzt wird. Gleichzeitig bemühen sich andere Materialien um Recycling beziehungsweise haben bereits seit Jahren einen Kreislauf-Prozess etabliert. Dadurch verliert Holz etwas von seinem Vorsprung. Wenn wir es schaffen, bereits genutztes Holz in unseren Produkten erneut zu verwenden, sind wir in Sachen CO2-Bilanz wieder vorne mit dabei.

GW – Herr Wiesmann, wie passt diese Innovation zu Remmers‘ Nachhaltigkeitsstrategie?

Martin Wiesmann – Perfekt. Wir müssen heute anfangen, Fenster zu bauen, die in 50 Jahren hundertprozentig recycelbar sind. Und wir müssen jetzt anfangen, die Branche darauf vorzubereiten, dass sie in fünf bis sieben Jahren für jeden einzelnen Lack eine EPD (Anm. d. Red.: Environmental Product Declaration, auf Deutsch: Umwelt-Produktdeklaration) machen muss. Mit unserer biozidfreien Imprägnierung Induline I-130 (eco) und den Beschichtungen der Induline (eco)-Serie auf Basis von biobasierter und (bio-)massebilanzierter Rohstoffe schaffen wir die Voraussetzungen dafür. Generell ist es nicht sinnvoll, den nachhaltigsten Rohstoff überhaupt - Holz - am End of Life thermisch zu verwerten. Unser Ziel ist es, Hölzer mehrmals in den Kreislauf einzubringen.

GW – Welche Vorteile bietet das Zirkular­holz für den Fensterhersteller?

Martin Stöger – Es ist ein Produkt am Puls der Zeit. Jeder spricht von Nachhaltigkeit, aber momentan ist es schwierig, weil doch einfach nur nach dem Preis geschaut wird und andere Argumente leider bei vielen nicht mehr ins Gewicht fallen. Aber besonders bei öffentlichen Bauten, wo Nachhaltigkeitskriterien immer wichtiger werden, verschafft das einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Zudem werden wir Förderungen nach CO2-Verbrauch bekommen, öffentliche Vergaben werden nur noch nach CO2-Verbrauch erfolgen. Das wird ein wichtiger Bestandteil in den DGNB-Richtlinien werden.

GW – Können Fensterhersteller mit recycelten Kanteln bereits heute ihre CO2-Bilanz verbessern?

Schiller – Den positiven Effekt können wir noch nicht beziffern. Wir arbeiten gerade daran, valide Werte zu generieren.

GW – Wie ergänzen sich Zirkularholz und nachhaltige Beschichtungen?

Wir müssen anfangen, Fenster zu bauen, die in 50 ­Jahren hundertprozentig recycelbar sind. ­Generell ist es nicht sinnvoll, den nachhaltigsten Rohstoff überhaupt – Holz – am End of Life nur thermisch zu ­verwerten.

Martin Wiesmann

Foto: Remmers

Wiesmann – Die Beschichtung ist das i-Tüpfelchen des gesamten Prozesses. Mit unserer Induline-[eco]-Serie setzen wir neben biobasierten Bindemitteln, das heißt Bindemitteln aus nachwachsenden Rohstoffen, auch sogenannte massebilanzierte Bindemittel ein. Dabei ersetzen wir am Anfang des Produktionsprozesses fossile Rohstoffe durch Biomasse, beispielsweise Biogas, die anteilig den Endprodukten zugeordnet wird. Das ist ein schrittweiser, kontinuierlicher Prozess: Je mehr wir von diesen Produkten verkaufen, desto mehr verpflichtet sich die Rohstoffindustrie, diese nachhaltigen Rohstoffe einzusetzen.

GW – Was bedeutet das für den ­Fensterhersteller? Wird die Anwendung teurer oder komplizierter?

Stöger – Verarbeiter müssen keinerlei Änderungen im Applikationsprozess in Kauf nehmen. Weder Dauerhaftigkeit noch Qualität werden beeinträchtigt. Gelebte ökologische Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn sie ökonomisch vertretbar ist. Der Mehrpreis bei unseren nachhaltigen Beschichtungen liegen in einem niedrigen zweitstelligen Prozentbereich – deutlich weniger als viele erwarten würden.

GW – Ein weiterer Baustein ist die biozidfreie Imprägnierung. Warum ist das so ent­scheidend?

Stöger – Seit 2012 gibt es die DIN 68800, die genau festlegt, wann biozider Holzschutz eingesetzt werden soll und wann nicht. Leider werden diese Vorgaben bei Fensterherstellern nur unzureichend angewendet. Viele setzen Holzschutz ein, wo sie es gar nicht müssten.

GW – Damit propagieren Sie den Verzicht auf Imprägnierungen. Schadet das nicht Ihrem ­Geschäft?

Martin Stöger – Wir müssen das große Ganze sehen. Die DIN 68800 sagt, dass man bei einem Holz-Alu-Fenster keine biozidhaltige Imprägnierung braucht. Leider machen es viel zu wenige. Remmers ist ein Familienunternehmen und wir denken generationenübergreifend. Unser Ziel ist, dass der Anteil der Holzfenster steigt – dann verdienen auch wir unser Geld. Kurzfristig verlieren wir vielleicht etwas Umsatz wenn wir weniger Imprägnierung vertreiben, aber mittel- und langfristig ist es die beste Entscheidung. Unser Ansatz ist die biozidfreie Imprägnierung mit physikalischem Holzschutz durch Induline I-130 (eco) – da, wo sie nötig ist. Wir interpretieren die DIN 68800 mit dem Schutzanspruch des Holzes – nicht mit dem Anspruch, biozide Imprägnierung anzuwenden und bieten eine Barriere vor eindringendem Wasser durch den physikalischen Holzschutz, der den chemischen bioziden Holzschutz substituiert.

GW – Regulatorisch gesehen – wohin geht die Reise?

Stöger – Ich bin überzeugt, dass es in einigen Jahren schwerer werden wird, ein Holzschutzmittel mit Biozidanteil zu verwenden. Der Verbraucher und auch die EU-Kommission möchten das nicht mehr. Die Aufwände und Zulassungen für den Biozid-Einsatz werden immer größer. Der Einsatz von Biozid als Holzschutz wird enden – die Frage ist nur wann.

Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn sie auch ­ökonomisch ­vertretbar ist.

Martin Stöger, Vertriebsleiter Industrie bei Remmers

Foto: Remmers

GW – Stichwort ID4WIN: Wie helfen digitale Produktpässe bei der Kreislaufwirtschaft?

Martin Stöger – Das war unser Hauptansatz für ID4WIN. Es ging mir darum, nachzuweisen, dass eine Imprägnierung keine Biozide enthält. So bin ich zur Biss.ID gekommen, und so haben wir uns mit Holz Schiller und anderen Partnern zusammengefunden. Mit QR-Codes oder NFC-Chips können alle Informationen über Beschichtung und Imprägnierung mit allen Inhaltsstoffen hinterlegt werden. Damit kann sichergestellt werden: Das ist ein Fenster, das recycelt werden kann, oder das ist ein Fenster, das noch nicht recycelt werden kann.

Schiller – Ohne diese Dokumentation können auch die besten recycelten Materialien nicht optimal verwertet werden. Eine lückenlose Dokumentation der Holzherkunft, Zertifizierung und Aufbauten unserer Leimholzprodukte ist hier das große Plus für uns als Vorlieferant.

GW – Wo sehen Sie die größten Herausforderungen bei der Markteinführung in Deutschland?

Schiller – Um das Ganze attraktiv zu gestalten, müsste es regionaler gefasst sein. Dass wird über einen Lieferanten nicht funktionieren. Die Frage ist, inwieweit sich weitere spezialisierte Aufbereiter auftun, um die Materialverfügbarkeiten von Zirkularholz zu gewährleisten, was natürlich auch preislich, marktgerechte Effekte haben muss.

GW – Wie sieht es mit der Materialverfügbarkeit aus? Wird überhaupt genügend Recyclingmaterial zur Verfügung stehen?

Wiesmann – Schon heute gibt es beispielsweise Pfosten-Riegel-Konstruktionen mit großen Dimensionen – diese können ohne Probleme wieder dem Markt zugeführt werden.

Schiller – Wir haben ja schon etwas Erfahrung durch die aktuelle Zusammenarbeit. Aber generell ist das ein hochkomplexes Thema, weil es viel mit Abfallwirtschaft zu tun hat. Aber es kommt auch Druck von einer anderen Seite: Durch den massiven Ausbau des Holzbaus und gleichzeitig sinkenden Waldbeständen mit entsprechenden Qualitäten werden wir in Zukunft eher zu wenig Frischholz haben als zu viel. Da kann Recyclingholz entgegenwirken.

GW – Wie reagiert der Markt?

Wiesmann – Die Reaktionen sind vielversprechend – sowohl von Endkunden als auch von Herstellern, die begeistert sind von unserem Ansatz. Viele sind überrascht, wie einfach der Prozess mit unseren Lösungen ist. Junge Menschen, die sich heute für Holz- oder Holz-Alu-Fenster entscheiden, warten auf nachhaltigen Lösungen.

Schiller – Auf dem deutschen Markt ist das Thema noch am Anfang – die Fensterbau Frontale wird unsere Plattform, um das Produkt als unsere Neuheit zu präsentieren und die Meinungen der Kunden und Interessenten dazu zu sammeln.

GW – Gibt es bereits konkrete Interessenten?

Stöger – Die ersten Ansprechpartner sind genau die Firmen, die heute schon Interesse an ­ID4WIN oder unserem I-130 (eco) gezeigt haben. Die haben diesen ökologischen Gedanken in ihrem Mindset verankert und sagen: Das ist mein Ziel, so habe ich mich als Holzfensterbauer positioniert. Die werden die ersten sein, die sich auch für Zirkularholz interessieren.

GW – Welche Rolle spielt der Preisfaktor?

Stöger – Rohstoffpreise werden steigen. Fossile Rohstoffe in PVC-Fenstern werden entsprechend teurer werden. Wenn wir das Gleiche nicht mit Holz erleben wollen, müssen wir gegensteuern. Insgesamt sind wir aufgefordert, dass das Bauen mit seinen Komponenten bezahlbar bleibt.

Wiesmann – Ich glaube sogar, dass wir vor einer Renaissance des Holzfensters stehen und der Holz- und Holz-Aluminium-Gesamtmarktanteil auf 35 Prozent steigen kann. Aber: Wir haben durch Klimaveränderungen die Herausforderung, dass Holzarten wie Fichte im Süden oder Kiefer im Norden nicht so resistent gegen neue Schädlinge und den extremen Wetterbedingungen sind. Dadurch werden wir weniger Holz zur Verfügung haben und deshalb brauchen das ­Recycling-, also das Zirkularholz.

GW – Wie wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen Holzlieferant und Beschichter?

Wiesmann – Entscheidend. Wir von der Lackindustrie entwickeln Beschichtungen, die auf chemisch unbelastetem Holz aufbauen. Nur so machen wir das Beste für unsere Umwelt daraus. Wir sind beide Familienunternehmen und wollen an die nächste Generation denken.

Schiller – Die Kombination aus unseren Zirkularholz-Fensterkanteln mit der passenden Beschichtung ist die Grundvoraussetzung für das eigentliche Ziel: aus einem ohnehin schon langlebigen Produkt eine Stufe on top zu setzen, nämlich die Recyclingfähigkeit dieses Produkts.

GW – Welche Vision haben Sie für die Zukunft?

Wiesmann – Wenn wir es schaffen, Holz in die zweite, dritte, sogar vierte Generation zu bringen, dann haben wir ein Substrat, wie es einfach nicht besser geben kann.

Stöger – Wir müssen einen Gedankenprozess anstoßen, dass Firmen sagen: Es macht Sinn, in diese Richtung zu denken. Wenn uns das gelingt und wir Begeisterung in den Markt bringen, dann stehen dem Holzfenster alle Türen offen.

GW – Herzlichen Dank für das ausführliche ­Gespräch und viel Erfolg bei der Markt­einführung dieser zukunftsweisenden Technologien!

Das Interview führte Chefredakteur Daniel Mund.

Die Gesprächs­partner

Martin Wiesmann ist Mitglied der Technical Service Market Unit Wood Industry Exterior bei der Remmers GmbH. In dieser Funktion verantwortet er die technische Betreuung und Beratung industrieller Partner für Holz- und Fensteranwendungen. Wiesmann ist als Fachreferent auf Branchenevents aktiv.

Martin Stöger ist Vertriebsleiter Industrie bei der Remmers GmbH. Er leitet den industriellen Vertrieb und ist Ansprechpartner für Kunden aus der Holz- und Lackindustrie, mit Fokus auf Vertriebs- und Produktstrategien sowie Kunden- und Branchenkommunikation.

Victoria Schiller ist Geschäftsführerin der Holz Schiller GmbHmit Sitz in Regen im Bayerischen Wald. Sie verantwortet die Bereiche Vertrieb, Personal, Finanzen und Verwaltung und gestaltet die strategische Ausrichtung und operative Geschäftsentwicklung des Herstellers von Leimholz- und Holzkomponenten für Fenster, Türen und Fassaden.

Das steckt hinter ID4Win

Die Initiative vereint die Unternehmen Remmers, Arnold Glas, Weinstock, Siegenia, Terhalle, Range+Heine, Gutmann, Klaes, Warema und Holz Schiller. Gemeinsam haben sie mit Unterstützung der Digitalschmiede Biss ID eine ganzheitliche Lösung entwickelt, die relevante Daten der gesamten Wertschöpfungskette in der Fensterherstellung digital erfasst.

Das Konzept von ID4WIN: Im SZR wird ein QR-Code platziert. Sobald dieser mit einem Smartphone oder Tablet gescannt wird, gelangt der Nutzer auf die digitale Plattform des IT-Spezialisten Biss.ID. Dort sind sämtliche relevanten Produktinformationen hinterlegt – von verwendeten Materialien über Bauteile und Beschichtungen bis hin zu wichtigen Daten zu Herstellung, Entsorgung und möglichem Recycling. Ein individuelles Berechtigungskonzept sorgt dafür, dass unterschiedliche Nutzergruppen gezielt auf die für sie relevanten Informationen zugreifen können. Endkunden sehen Wartungshinweise und Garantieleistungen, während Fensterbauer technische Daten und Montagedokumentationen abrufen ­können.

Das System kommt genau zur richtigen Zeit: Ab 2027 wird der digitale Produktpass EU-weit verpflichtend für alle in der Europäischen Union tätigen Unternehmen. Er soll Transparenz und Nachhaltigkeit entlang des gesamten Produktlebenszyklus fördern. Mit ID4WIN lässt sich diese Anforderung erfüllen, da es mit dem geplanten EU-Produktpass kompatibel ist.

Holz Schiller und Remmers auf der FRONTALE:

Biomasse­bilanziertes Bindemittel

Ein biomassebilanziertes Bindemittel basiert auf dem Prinzip, fossile Rohstoffe wie Erdöl am Anfang des Produktionsprozesses durch erneuerbare, nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Dieses Verfahren ermöglicht eine ökologische und nachhaltige Produktion, ohne qualitative Einbußen bei der Endproduktleistung. Das Massenbilanz-Verfahren stellt sicher, dass die eingesetzten Biomasse-Rohstoffe proportional zur Nachfrage und Produktion berücksichtigt werden, ähnlich wie bei Ökostrom.

Ein Beispiel für die Anwendung ist die ökologische Fensterbeschichtung Induline T-758 Plus [eco] von Remmers. Bei deren Herstellung werden fossile Rohstoffe durch Biomasse ersetzt,. Gleichzeitig werden auch die Treibhausgasemissionen reduziert. Diese Beschichtung trägt nicht nur zur Ressourcenschonung bei, sondern fördert ein gesundes Wohnklima und unterstützt die Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft durch umweltbewusste Kaufentscheidungen.

Foto: Matthias Rehberger

Jetzt weiterlesen und profitieren.

+ Glaswelt E-Paper-Ausgabe – jeden Monat neu
+ Kostenfreien Zugang zu unserem Online-Archiv
+ Fokus GW: Sonderhefte (PDF)
+ Webinare und Veranstaltungen mit Rabatten
uvm.

Premium Mitgliedschaft

2 Monate kostenlos testen