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Das passende Glas bringt viele Vorteile

Mund: Matthias, wenn auf der kommenden glasstec die Besucherinnen und Besucher durch die Hallen gehen werden, gibt es vor allem Maschinen, Anlagen und Zulieferprodukte für die Glasindustrie zu entdecken. Mich interessiert dabei eine Frage: Helfen die aktuellen Entwicklungen den Glasherstellern, aus dem Preiswettbewerb herauszukommen?

Rehberger: Ja, aber nicht allein durch neue Maschinen. Spannend wird es, wenn die Entwicklung Gläser ermöglicht, die ein konkretes Problem lösen, etwa den Vogelschutz oder leichtere 3-fach-Isoliergläser mit dünner Mittelscheibe, sogenannte Skinny Triples (= Dünnglas-ISO).

Mund: Weniger Gewicht klingt gut. Aber reicht das, damit ein Fensterhersteller sagt: Diesen Glaslieferanten brauche ich – und nicht einen anderen?

Rehberger: Ja, wenn der Vorteil in der Praxis ankommt. Nehmen wir die schlankeren 3-fach-Isoliergläser: Diese sind für Fensterbauer in der Produktion und bei der Montage einfacher zu handhaben. Leichtere Gläser erlauben schmalere Profile, günstigere Beschläge und es lassen sich mehr Fenster auf den Transporter laden, was zudem die CO2-Bilanz verbessert. In meinen Augen sind das gute Argumente.

Mund: Die Frage beschäftigt mich auch bei Fensterherstellern mit Händler­vertrieb: Was kann dieser Hersteller für seine Partner tun, was andere nicht können? Bei meinen Unternehmensbesuchen in den vergangenen Wochen habe ich erlebt, dass die besten Antworten selten aus einem Produkt­prospekt kamen. Sie entstanden im Gespräch mit Kunden und Lieferanten – dort, wo man erfährt, was im Alltag wirklich Schwierigkeiten macht. Hören die Isolierglasbetriebe ihren Kunden intensiv zu?