„Wir wollen unsere Partner und Kunden fit für die Zukunft machen. Unsere Innovationstage stehen nicht nur für neue Produkte, sondern vor allem für Austausch und gemeinsame Perspektiven. Wir wollen Impulse geben“, unterstrich Jan-Peter Albers, der geschäftsführende Gesellschafter von Aldra, zum Auftakt. „Unsere Stärke liegt in der Kombination aus technischer Leistungsfähigkeit, Stabilität und gelebter Partnerschaft. Das zeichnet Aldra aus.“ Die Innovationstage standen ganz im Zeichen enger Zusammenarbeit. Auf dem Event war die gesamte Bandbreite des Netzwerks vertreten von jungen Unternehmern bis hin zu erfahrenen Betriebsinhabern. „Wir sehen mit Zuversicht nach vorne. Besonders freut mich, dass viele unserer Partnerbetriebe erfolgreich ihre Betriebsnachfolge gestalten konnten. Das zeigt, wie gesund unser Netzwerk aufgestellt ist“, so Jan-Peter Albers.
Aldra vertreibt seine Fenster- und Türsysteme ausschließlich über den Fachhandel. Rund 800 Partner, vom Tischlereibetrieb über den Bauelemente- und Baustoffhandel bis hin zu Fertighausherstellern, gehören zum Netzwerk. Jährlich kommen rund fünf Prozent neue Betriebe hinzu.
Die hohe Beteiligung in Meldorf und die weiten Anreisen – der am weitesten angereiste Besucher nahm 860 km auf sich – unterstrichen die enge Bindung an das Unternehmen.
Die Partner nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch, informierten sich über neue Produkte und digitale Prozesse und waren mit der Organisation und den Inhalten sehr zufrieden.
Auch wirtschaftlich sendete der Systemgeber (www.aldra.de) klare Signale. „Seit letztem Jahr geht es wieder voran. Vor allem die Aufträge im Objektgeschäft unserer Kunden haben bei Aldra zur Stabilisierung beigetragen und uns durch das Tal der Baukonjunktur getragen – und wir sehen, dass es weiter vorangeht“, so Vertriebsleiter Michael Siegmann. Diese positive Stimmung war auf dem Event deutlich spürbar.
Für das Jahr 2025 weist Aldra einen Umsatz von rund 60 Mio. Euro aus. Mittelfristig werden 70 Mio. angepeilt, so Albers. Mit rund 320 Mitarbeitern fertigte Aldra im vergangenen Jahr etwa 100 000 Fenstereinheiten und knapp 8000 Türen.
„Als reiner B-to-B-Partner wollen wir unsere Kunden wirtschaftlich stark machen, mit Verlässlichkeit, klarer Kommunikation und wettbewerbsfähigen Produkten“, unterstrich Michael Siegmann.
Workshops für Praktiker
In parallelen Workshops konnten sich die Teilnehmer gezielt neue Impulse für ihre tägliche Arbeit holen. Großes Interesse weckte der Workshop von Prof. Christian Niemöller (SMNG). Aufgrund der hohen Nachfrage wurde am Nachmittag kurzfristig ein zusätzlicher Termin angeboten.
Vertriebstrainer Max U. Treichel, Project Manager bei Milz & Comp., vermittelte praxisnahe Strategien für erfolgreiche Beratungsgespräche und gab hilfreiche Tipps für den Vertriebsalltag.
Kerstin Lotter (profine Akademie) zeigte zudem, wie man Kunden fundiert zu Fenstern und nachhaltigen Systemlösungen beraten kann. Ein Workshop zu Holz- und Holz/Aluminium-Produkten von Aldra rundete das Programm ab.
Kompetenz über alle Werkstoffe
Geschäftsführer Hanjo Junkelmann brachte es auf den Punkt: „Heute decken wir Aluminium, Holz, Holz-Aluminium und Kunststoff auf technisch hohem Niveau ab. Diese Systembreite macht uns stark.“
Auch diesmal konnten sich die Besucher wieder über neue, spannende Produkte und digitale Prozesse informieren. Und hier präsentierte sich Aldra breit aufgestellt.
Im Mittelpunkt der technischen Präsentationen stand unter anderem eine neue, vollautomatische Hebeschiebetür mit 2,10 m Höhe und 3,8 m Breite. Die Variante „Sky“ kommt im Festfeld ohne sichtbaren Flügel aus und ermöglicht eine großzügige Panoramascheibe mit erhöhtem Lichteinfall. Dank der Konstruktion lassen sich die großformatigen Scheiben montagefreundlich von außen verglasen.
Mit seinem neuen Aluminium-Holz-System setzte Aldra ebenfalls Akzente. Das neue Fenstersystem „Wood Design“ kombiniert eine robuste Aluminium-Außenseite mit einer Echtholzverkleidung auf der Innenseite des Block-Fensters. Ein verdeckt liegender Beschlag sorgt für eine reduzierte Optik. Mit Bautiefen von 75 und 90 mm eignet sich das System für unterschiedliche energetische Anforderungen. Auch Brandschutz- und Rauchschutzelemente standen im Fokus, z. B. die wärmegedämmte Rauchschutztür AD UP 75 für das Objektgeschäft.
Nachhaltigkeit großgeschrieben
Ein zentrales Thema der Innovationstage war die nachhaltige Weiterentwicklung der Produktpalette. In der Holzfertigung hat Aldra auf eine biozidfreie Imprägnierung umgestellt. Die neue Generation der Holzbehandlung schützt gezielt vor eindringender Feuchtigkeit, erhöht die Lebensdauer der Elemente und ermöglicht gleichzeitig eine uneingeschränkte Recyclingfähigkeit.
In Kombination mit zertifiziertem Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft erfüllen die Produkte die Anforderungen aktueller Nachhaltigkeitszertifizierungen und schaffen die Grundlage für das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG).
Im Kunststoffsegment setzt Aldra auf Profile aus bioattributed PVC, die den Einsatz fossiler Rohstoffe reduzieren. Ergänzt durch Low-Carbon-Glas entstehen so Lösungen für energieeffiziente Gebäudehüllen. Darüber hinaus präsentierten ausgewählte Lieferanten neueste Entwicklungen bei der Beschlagtechnik, bei Oberflächenlösungen und zu digitalen Planungstools.
Digitalisierung und Wissenstransfer
Mit dem Kundenportal und der App „Mein Aldra“ digitalisiert der Hersteller die Zusammenarbeit mit den Partnern. Von der Angebotserstellung bis zur Gestellabmeldung lassen sich alle Abläufe im Tagesgeschäft transparent abbilden und beschleunigen.
„Rund 90 Prozent unserer Partner nutzen ’Mein Aldra’ bereits, Tendenz steigend. Das vereinfacht und beschleunigt die Abläufe für die Kunden und für uns“, so Hanjo Junkelmann. Ebenso sind Smart-Home-Lösungen heute werkstoffübergreifend für viele Aldra-Produkte verfügbar.
Die Innovationstage 2026 zeigten, dass Innovationen bei Aldra nicht als Einzelprodukt entstehen, sondern als partnerschaftliches Gesamtkonzept.
„Wir sind froh und stolz, was wir hier zeigen konnten“, sagte Jan-Peter Albers zum Abschluss der Veranstaltung – ein Fazit, das viele der anwesenden Partnerbetriebe sichtbar teilten.