Unter dem Motto „Zeit, dass sich was dreht“ hat man bei den Wirus-Open bewusst auf Dialog, Transparenz und gemeinsame Perspektiven gesetzt. Geschäftsführer Tahir Lambrecht betonte in seiner Ansprache, dass in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit es darum gehe, nicht abzuwarten, sondern Chancen aktiv zu nutzen, neue Kunden zu gewinnen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Bei den umfassenden Werksbesichtigungen ging es sehr konkret zur Sache. Die Gäste erhielten Einblicke in die Aluminium- und Kunststofffertigung, in Arbeitsvorbereitung, Vormontage, Qualitätskontrolle und Endabnahme. Dabei blieb keine Frage unbeantwortet.
Zu sehen war beispielsweise, wie Wirus Fertigungsprozesse kontinuierlich weiterentwickelt: Arbeitsplätze sind klar strukturiert, Material und Bauteile werden vorkommissioniert, digitale Codes machen den Produktionsstatus nachvollziehbar. Auch viele Verbesserungen entstehen direkt aus der Praxis – etwa durch Vorschläge von Mitarbeitenden. So helfen intelligente Lösungen dabei, Lagerhaltung zu reduzieren, Abläufe zu vereinfachen und die Produktion flexibler zu machen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Qualität: Fenster werden regelmäßig den Dichtheitsprüfungen unterzogen, auch die Eckenfestigkeit wird permanent geprüft. Bei Haustüren erfolgt vor der Auslieferung eine sorgfältige Funktions- und Vollständigkeitsprüfung. Elektronische Komponenten wie Fingerprint-Systeme oder Motorschlösser werden getestet, Einstellungen kontrolliert und die Prüfung im Qualitätspass dokumentiert. Dass jede Tür ein Einzelstück ist, wurde bei diesem Rundgang besonders deutlich.
Auch Details, die im fertigen Produkt später kaum auffallen, zeigen den hohen Anspruch: Spezielle Arbeitsflächen vermeiden Kratzer, kleine Oberflächenfehler können bei Bedarf fachgerecht nachbearbeitet werden. Die Botschaft an die Händler: Qualität ist bei Wirus kein abschließender Kontrollschritt, sondern Teil des gesamten Prozesses.
Impulse für Vertrieb, Technik und Weiterbildung
Neben dem Blick in die Produktion bot die Veranstaltung ein Fachprogramm mit aktuellen Themen und praxisnahen Anregungen.
Mit der Lüftung widmete sich Achim Kockler von Innoperform einem Thema, das angesichts steigender Anforderungen an Energieeffizienz, Komfort und gesundes Raumklima weiter an Bedeutung gewinnt. Mit dem Fensterfalzlüfter arimeo bietet das Unternehmen ein zuverlässiges Produkt, dass ganz einfach in den Fensterfalz eingebaut werden kann, ohne das Bauteil durch Fräsungen zu schwächen. Das kompakte Bauteil sitzt verborgen im Dichtungsbereich des Fensterflügels und verändert die Optik des Fensters von innen wie außen nicht.
Lucas Kramer bringt mit Edyoucate zudem Impulse rund um Wissenstransfer und Weiterbildung ein.
Carsten Schmidt von WinLocal stellte den „KI-Booster“ für Vertrieb und Kundenansprache vor. Im Fokus stand die veränderte Suche nach Produkten und regionalen Ansprechpartnern: Neben Google wenden sich Interessenten zunehmend direkt an KI-Assistenten – etwa mit Fragen nach einem Fensterfachbetrieb in der Nähe oder einem Anbieter für Haustüren inklusive Montage.
Für Hersteller und Fachhandel wird damit entscheidend, Leistungen, Standorte, Kompetenzen und Kundenbewertungen digital klar, aktuell und lokal relevant zu präsentieren. Genau hier setzt der KI-Booster an: Er unterstützt Unternehmen dabei, ihre Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchsystemen zu verbessern – durch konsistente Unternehmensdaten, aussagekräftige Inhalte und einen professionellen Umgang mit Bewertungen.
Gerade im beratungsintensiven Fenster- und Türenmarkt ist das relevant: Wer bei der digitalen Vorauswahl nicht sichtbar ist, wird womöglich gar nicht erst angefragt. KI soll dabei den persönlichen Vertrieb nicht ersetzen, sondern qualifizierte Kontakte zum passenden Fachhändler führen. Kundenbewertungen gewinnen zusätzlich an Gewicht; WinLocal unterstützt unter anderem mit KI-gestützten Antworten auf Online-Feedback.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war die Podiumsdiskussion zur aktuellen Marktlage und zu den Aussichten der Branche. Wirus-Geschäftsführer Tahir Lambrecht diskutierte dabei mit Carsten Struck von Richter Bauelemente, Michael Witte von Obuk Haustürfüllungen sowie GW-Chefredakteur Daniel Mund. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen der Märkte, wachsende Kundenanforderungen und die Frage, wie Hersteller, Handel und Zulieferer gemeinsam handlungsfähig bleiben.
Dass Wirus die Veranstaltung als Plattform für die gesamte Wertschöpfungskette versteht, zeigen auch die Aussteller vor Ort. Mit dabei sind Gebhardt Stahl, Salamander, Maco, Winkhaus, Nüssing, Obuk und heroal. Sie präsentierten Lösungen, stehen für Gespräche bereit und machen deutlich: Erfolgreiche Fenster- und Türenlösungen entstehen im Zusammenspiel vieler Partner.
Am Abend wird gefeiert – und eine Neuheit angekündigt
Am Abend ging es im Festzelt munter weiter. Es stand der persönliche Austausch, gemeinsame Erfolge und Herausforderungen und das Feiern im Mittelpunkt. Zugleich präsentierte Wirus noch eine ganz besondere Neuheit: Die bedruckte Haustür „Impressa“.
Das Besondere daran: Diese Tür wird gemeinsam mit dem Partner Erkelenz Glas gefertigt, die Glasfüllung wird in einem speziellen Druckverfahren individuell gestaltet. Von dem Ergebnis zeigte sich das Wirus-Team überzeugt – und ließ Taten folgen: Für die Gäste war im Raum eine Ausstellung mit verschiedenen Motiven aufgebaut.
Der eigentliche Clou dabei steckt in der Individualisierung. Gedruckt werden kann praktisch jedes Motiv: das Familienfoto, das Urlaubsfoto – oder, wie es augenzwinkernd formuliert wurde, das eigene Konterfei, um sich morgens an der eigenen Haustür gebührend von der Frau zu verabschieden. Oder umgekehrt. Der Fantasie sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt.
Damit die Exponate nicht nur Dekoration bleiben, hatte sich Wirus etwas einfallen lassen. Im Rahmen der Wirus Open wurden Lose verteilt: Wer die Karte ausfüllte, hatte die Chance, ein Ausstellungsstück für 999 Euro zu bekommen. Gezogen wurde nach dem Dessert. Eine charmante Art, Produktvorstellung und Abendprogramm zu verzahnen – und ganz nebenbei sorgte sie dafür, dass sich der Raum nach dem offiziellen Teil erst recht vor den Türen füllte.