Technische Hochschule Ingolstadt
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Innovation im Zusammenspiel von Industrie und Forschung: Innerhalb kürzester Zeit wurden bei Glas Leuchtle bestehende Produktionslinien erfolgreich für die Kollektorherstellung adaptiert und so über 120 m² innovativer Solarkollektoren gefertigt.
Damit konnte gezeigt werden, wie flexibel und leistungsfähig moderne Isolierglasfertigung ist, auch in einer völlig neuartigen Anwendung.
Der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung der Isolierglas-Solarkollektoren bis hin zum Praxistest war die Zusammenarbeit der Partner aus den Bereichen Glasverarbeitung (Glas Leuchtle GmbH), Werkstofftechnik (H.B.Fuller | Kömmerling) und Energietechnik (Naturstrom AG, Technische Hochschule Ingolstadt).
Damit zeigt das Forschungsprojekt flexLAC auch beispielhaft, wie durch gemeinsame Bemühungen von Industrie und Forschung aus ganz unterschiedlichen Technologiebereichen Innovationen entstehen können.
Praxistest in der Pilotanlage
Im Projekt flexLAC wurde nicht nur ein neues Kollektordesign entwickelt, sondern abschließend auch ein Pilotkollektorfeld mit den neuen Isolierglas-Solarkollektoren in ein reales Wärmenetz des Projektpartners Naturstrom AG integriert (Abbildung 5).
Die von der Technischen Hochschule Ingolstadt laufend ausgewerteten Messdaten bestätigen bereits im zweiten Betriebsjahr die prognostizierte Effizienzsteigerung und die Zuverlässigkeit der neuartigen Kollektoren.
Auf Basis der vielversprechenden Erfahrungen mit der Technologie soll im Folgeprojekt STRAWBERRIES, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Europäischen Union im Rahmen der CET Partnerships gefördert wird (Projekt-ID 03EN6041A), die Komponenteninnovation eine Systeminnovation ermöglichen.
Damit wird nicht nur das Kollektordesign optimiert, sondern auch ein neues Nutzungsfeld erschlossen. Der Vorteil der Isolierglaskollektoren, die Solarstrahlung auf beiden Seiten einfangen zu können, bietet die Möglichkeit, diese als vertikal aufgestellte Agri-Solarthermie-Systeme zu realisieren.
So könnten in Zukunft Flächen doppelt genutzt werden, indem sie der Landwirtschaft sowie der solaren Wärmebereitstellung dienen (Abbildung 4).
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