Bei der Sanierung von historischen Gebäude geht es nicht nur um technische Erneuerung oder energetische Optimierung. Es geht darum, Geschichte zu bewahren, architektonische Qualität sichtbar zu halten und bedeutungsvollen Orten ihre Wirkung zurückzugeben.
Lamilux
Heinrich Strunz GmbH
So auch bei der Synagoge Reichenbachstraße in München: Die Arbeiten gingen über technische Erneuerung und energetische Optimierung hinaus. Sie sollten nicht nur erhalten, was materiell vorhanden ist, sondern auch bewahren, wofür der Ort steht.
Bei der Synagoge betrifft das mehrere Ebenen: die architektonische Qualität eines Sakralbaus der Moderne, die religiöse Bedeutung als jüdisches Gotteshaus und die Geschichte eines Ortes, der von Zerstörung, Verlust und Wiedergewinnung geprägt ist. Die Sanierung musste Bestand und Nutzung zusammenführen.
Tageslicht bestimmt die Wirkung des Raums
Im Innenraum übernimmt das Tageslicht mehr als eine funktionale Aufgabe. Es schafft Helligkeit und prägt die Stimmung. Das Licht fällt ruhig und weich ein, verleiht dem Innenraum Tiefe und Ruhe und unterstützt Orientierung, Sammlung und Wahrnehmung. Zu dieser Wirkung tragen auch die verzierten Fenster bei. Das Tageslicht wird zu einem zentralen Gestaltungsmittel.
An dieser Stelle setzte die Lamilux Heinrich Strunz Gruppe an: Das Unternehmen baute acht Glasdächer PR60 in Satteldachform ein. Diese versorgen die Oberlichter in der Decke wieder mit natürlichem Licht. Der Blick nach oben macht die Decke als Teil der Architektur erlebbar, betont die Tiefe der oberen Raumzone und verstärkt den Eindruck von Höhe.
Lamilux
Heinrich Strunz GmbH
System passt sich dem Bestand an
Das Glasdach PR60 von Lamilux eignet sich insbesondere auch für den Einsatz im Bestand: Gerade in Sanierungsprojekten lässt es sich millimetergenau an die vorhandene Bausubstanz anpassen. Somit trägt es wesentlich zu Energieeffizienz, Schallschutz und dem Erhalt der architektonischen Qualität des Raums bei.
Die Synagoge Reichenbachstraße wurde 1931 eröffnet und zählt zu den wenigen erhaltenen jüdischen Sakralbauten der Vorkriegszeit in Deutschland. Gustav Meyerstein entwarf den modernen Sakralraum nach der Neuen Sachlichkeit. Der Raum sollte nicht durch dekorative Fülle wirken, sondern durch Ordnung, Höhe und die gezielte Führung des Tageslichts. Die Oberlichter spielten dabei eine zentrale Rolle.
Sanierung knüpft an den ursprünglichen Entwurf an
In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge schwer verwüstet. Nach dem Krieg war sie wieder nutzbar, doch der Charakter, den Meyerstein dem Raum ursprünglich gegeben hatte, trat über Jahrzehnte kaum noch zutage. Die jüngste Sanierung macht diese Raumidee wieder erfahrbar. Die acht Glasdächer versorgen die Oberlichter erneut mit Tageslicht und stützen damit einen zentralen Teil des architektonischen Konzepts.
Lamilux
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