Schaltbares Glas gibt Planern erweiterte Möglichkeiten in Innenräumen gleichzeitig Transparenz und Durchsicht mit Privatheit zu kombinieren. Im klaren Zustand lassen sich solche schaltbaren Gläser den Blick in den angrenzenden Bereich zu.
Wird die Schaltung betätigt, wird die Fläche transluzent, also undurchsichtig. Personen und Gegenstände dahinter werden nicht mehr klar sichtbar, während weiterhin Licht durch das Glas in den Raum gelangt. Wie viel Diskretion tatsächlich entsteht, sollte deshalb anhand der vorgesehenen Nutzung beurteilt werden.
Interessant ist das für Hotels, Geschäfts- und Bürogebäude, ebenso wie für Arztpraxen, Kliniken oder Wellness-Einrichtungen.
Entscheidend ist jeweils, wie ein Raum genutzt wird: Soll er überwiegend offen wirken und nur gelegentlich abgeschirmt werden? Oder wird regelmäßig zwischen öffentlicher und vertraulicher Nutzung gewechselt? Von der Antwort hängen Größe und Anordnung der Glaselemente ebenso ab wie ihre Bedienung.
Ganzglas-Schiebetüren als flexible Raumtrenner
Geze setzt schaltbares Glas u. a. in integrierten Ganzglaslösungen ein. Bei automatischen Schiebetüren lässt sich die Verglasung mit einem Antrieb der Slimdrive-Reihe kombinieren. Der Antrieb bewegt die Tür, während ein Taster den Glaszustand steuert. Türöffnung und Sichtschutz können somit unabhängig voneinander an die Situation angepasst werden. Der Anbieter setzt auf Slimdrive als besonders schlankes Schiebetürsystem, das sich auch mit Ganzglaslösungen kombinieren lässt.
Das schaltbares Glas ist hierbei nicht auf automatische Türen begrenzt. Es kann auch in feststehenden Glaselementen, manuell bedienten Türen oder Schiebewänden vorgesehen werden. Darüber hinaus kommen je nach Projekt Fenster, Fassaden oder Glasdächer infrage. Für die konkrete Planung zählt jedoch weniger die Zahl möglicher Anwendungen als die Frage, welche Funktion das Glas am Einbauort erfüllen soll.
Privatheit und Schallschutz
Gerade bei Büros und Behandlungsräumen werden Sicht- und Hörschutz oft gemeinsam gewünscht. Dabei müssen beide Eigenschaften getrennt geplant werden. Das Umschalten des Glases verhindert klare Einblicke; ob Gespräche außerhalb des Raums verständlich sind, hängt dagegen von der gesamten Trennwandkonstruktion ab (inkl. Türen und Anschlüss)
In medizinischen Einrichtungen kommen weitere Anforderungen hinzu. Geze gibt an, seine entsprechenden Lösungen auf elektromagnetische Verträglichkeit geprüft zu haben. Für ein konkretes Bauvorhaben müssen Planer dennoch prüfen, welche Anforderungen am Einsatzort gelten und wie die Tür- und Glastechnik mit der übrigen Ausstattung zusammenspielt.
Glasflächen mit mehr als nur einer Aufgabe
Im transluzenten Zustand kann die Verglasung noch eine weitere Funktion übernehmen: Als Projektionsfläche lässt sie sich z. B. für eine Präsentation nutzen. So wird aus einer optischen Raumtrennung zeitweise eine Fläche für Inhalte. Ein Test unter den geplanten Bedingungen ist sinnvoller als die Annahme, jede milchige Glasfläche eigne sich gleichermaßen gut dafür.
Auch die Reinigung wird durch Verwendung von schaltbaren Innenräumgläsern vereinfacht, da keine Sichtschutzelemente (Lamellen/Vorhänge) zu berücksichtigen sind, nur die reine Glasoberfläche muss gereinigt werden.