Das Kunststoff-Systemhaus Gealan hat den offiziellen Spatenstich für eine neue Recyclinghalle am Produktions- und Logistikstandort Tanna gesetzt. Das Bauprojekt kostet rund 6 Mio. Euro, die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Nach der Ausstattung mit moderner Recyclingtechnologie soll die Halle 2028 vollständig in Betrieb gehen.
Die neue Halle wird zu weiten Teilen den Gealan-Recyclingbereich beherbergen. Hier werden künftig vorwiegend PVC-Reste zerkleinert, sortiert und granuliert. Das wiederverwertbare Material fließt anschließend in den Produktionskreislauf zurück und spart Frisch-PVC bei der Herstellung von Fenster- und Türprofilen. Zusätzlich zur Halle entstehen Silos, die mehrere hundert Tonnen Recyclingmaterial fassen können.
Ein wesentlicher Vorteil des Neubaus: Der gesamte Recycling-Prozess findet künftig nur noch in Tanna statt. Bisher mussten Transporte zwischen den Standorten Oberkotzau und Tanna durchgeführt werden. „Damit fallen Transporte zwischen Oberkotzau und Tanna weg, die Produktionsprozesse müssen nicht mehr durch Ortswechsel unterbrochen werden“, so Ivica Maurović, Sprecher der Gealan-Geschäftsleitung.
Zusätzliche Silos und mehr geplant
Neben der Halle entsteht eine neue Siloplatte mit Platz für insgesamt vier große Silos. Zunächst sind ein Standardsilo mit 130 Tonnen Fassungsvermögen und zwei mobile Silos mit je 55 Tonnen Kapazität geplant.
Die Gealan-Unternehmensgruppe gehört zu den führenden Herstellern von Kunststoffprofilen für Fenster und Türen in Europa. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Jahresumsatz von rund 320 Millionen Euro. Seit 2014 gehört Gealan zur familiengeführten Veka AG.