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Renson zeigt praxisnahen Leitfaden

Kühlungsleiter zeigt den Weg zu hitzeresilienten Gebäuden

Die Zahl der Hitzetage steigt, Tropennächte werden häufiger und die Überhitzung von Gebäuden entwickelt sich zunehmend zu einer Herausforderung für Planer und Bauherren. Renson verweist deshalb auf die sogenannte „Kühlungsleiter“ als praxisnahen Leitfaden für die klimaresiliente Gebäudeplanung. Das vom niederländischen Ausschuss für Standards zur Klimaanpassung (OSKA) entwickelte Modell beschreibt eine klare Reihenfolge von Maßnahmen, um sommerliche Überhitzung möglichst effizient zu vermeiden.

Die vierstufige Kühlungsleiter beginnt bei der Gestaltung einer möglichst kühlen Umgebung durch Begrünung, Wasserflächen und ausreichend Freiräume zwischen Gebäuden. Die zweite Stufe gilt als besonders wirkungsvoll: Hier steht die Vermeidung von Wärmeeinträgen in das Gebäude im Mittelpunkt. Neben der Gebäudeausrichtung und der Verglasung spielt vor allem außenliegender Sonnenschutz eine entscheidende Rolle. So sollen sich durch Screens, Markisen, Schiebeläden oder architektonische Verschattungselemente solare Wärmelasten wirksam reduzieren lassen, bevor sie überhaupt ins Gebäude gelangen.

Als dritte Stufe empfiehlt die Kühlungsleiter den Einsatz passiver Kühlstrategien. Dazu zählt beispielsweise die Nachtkühlung, bei der kühlere Außenluft genutzt wird, um die thermische Masse des Gebäudes abzusenken. Passive Maßnahmen können den thermischen Komfort deutlich verbessern, ersetzen jedoch nicht die frühzeitige Vermeidung von Wärmeeinträgen.

Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, sieht die vierte Stufe eine aktive Kühlung durch Klimaanlagen oder Wärmepumpen vor. Diese sollten nach Auffassung der Experten nur zur Abdeckung von Bedarfsspitzen während extremer Hitzeperioden eingesetzt werden. Die Kühlungsleiter verdeutlicht damit, dass ein wirksamer sommerlicher Wärmeschutz bereits in der Planungsphase beginnt, und außenliegender Sonnenschutz dabei eine Schlüsselrolle spielt.

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