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Scharfe Kritik am Gebäudetyp E

Fensterflächen reduzieren?

Der Verband Fenster + Fassade (VFF) protestiert scharf gegen das gemeinsame Eckpunktepapier von Bundesjustiz- und Bauministerium zum Gebäudetyp E. In einer Pressemitteilung wirft der Verband den Ministerien vor, „tiefgreifende Eingriffe in Bau- und Qualitätsstandards“ ohne Einbindung der Branche und ohne wissenschaftliche Grundlage zu planen. Die Empfehlung zur Reduktion von Fensterflächen „ignoriert jahrzehntelange Forschung, europäische Studien, gesundheitliche Erkenntnisse und bauphysikalische Grundsätze“. Fenster, Türen und Fassaden hätten eine Lebensdauer von 50 Jahren und mehr – Entscheidungen über deren Dimensionierung sollten daher nicht als „kurzfristige Sparoptionen“ gesehen werden.

Die fünf Kritikpunkte des VFF

  • Die Ministerien haben „baufachliche Planungsansätze offenbar ungeprüft und ohne Einbindung von Verbänden oder anderer relevanter Stakeholder übernommen“
  • Die pauschale Empfehlung zur Reduktion von Fenster- und Glasflächen „führt nachweislich nicht zu einer signifikanten Senkung der Baukosten, gefährdet aber für die Gesundheit erforderliche Tageslichtversorgung“
  • Die Empfehlungen beruhen „lediglich auf einer einzigen Studie“, während umfassende Untersuchungen des VFF und der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle ignoriert würden.
  • Ein Aufruf zu „reduzierten Fensterflächen“ treffe „unmittelbar eine industriepolitisch relevante Wertschöpfungskette und gefährdet damit zahlreiche Arbeitsplätze“
  • Revision erforderlich: Der VFF fordert eine grundlegende Überarbeitung mit „wissenschaftlich fundierte, bauphysikalisch sinnvolle und sozial ausgewogene Eckpunkte“
  • „Einfaches Bauen ja – aber nicht durch Abschaffung von Tageslicht, Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz“, so VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Der Verband kündigt an, „über seine Hauptstadtrepräsentanz und seine bundesweit vertretenen Mitgliedsunternehmen aktiv das Gespräch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und den zuständigen Ressorts“ zu suchen.

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