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VFF: KfW-Programm kann Steuerbonus nicht ersetzen

Die Ankündigung der Bundesregierung, das KfW-Programm für die energetische Gebäudesanierung acht Jahre lang um 300 Mio. Euro jährlich aufzustocken, ist nach Ansicht des Verbandes Fenster und Fassade (VFF) kein ausreichender Ersatz für den im Vermittlungsausschuss gescheiterten Steuerbonus.

„Die zusätzlichen 2,4 Mrd. Euro des KfW-Programms erinnern an eine Luxuslimousine ohne Motor: Eine komfortable Ausstattung bringt den Wagen keinen Meter weiter, wenn der Antrieb fehlt“, sagt der Präsident des VFF, Bernhard Helbing. „Obwohl schon jetzt 1,5 Mrd. Euro pro Jahr für günstige Kredite zur Verfügung stehen, tun sich die meisten Hauseigentümer mit einer Modernisierung schwer. Ohne steuerliche Abzugsmöglichkeit fehlt ihnen der Impuls für die Investitionsentscheidung“, befürchtet Helbing.

„Die jährliche Sanierungsquote beträgt weniger als ein Prozent. Sie müsste aber auf über zwei Prozent pro Jahr steigen, damit die energie- und umweltpolitischen Ziele der Bundesregierung erreicht werden können“, erklärt VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn. „Mit dem Scheitern des Steuerbonus wurde eine Chance vertan, die selbst nutzenden Eigentümer und privaten Vermieter zu erreichen, in deren Hand sich ein Großteil des energetisch veralteten Gebäudebestandes befindet“, so Tschorn.

Der im Zuge der Energiewende beschlossene und nun im Vermittlungsausschuss zurückgewiesene Gesetzentwurf sah vor, dass Eigentümer jährlich zehn Prozent der Modernisierungsaufwendungen über einen Zeitraum von zehn Jahren steuerlich hätten abschreiben können. „Wenn es Bund und Länder mit der Energiewende ernst meinen, sollte dieser Ansatz nicht endgültig begraben werden, sondern für die kommende Legislaturperiode auf der politischen Agenda bleiben“, fordert VFF-Präsident Helbing.

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