Im Norden des Central Park, an der nördlichen Spitze des Harlem Meer, ist ein neuer Ort für die Öffentlichkeit entstanden, der mehr verbindet als nur Wege und Wasserflächen. Das Harlem Meer Davis Center schafft an dieser Stelle einen Treffpunkt, der die nördliche Parklandschaft neu zugänglich macht.
Entwickelt von der Central Park Conservancy gemeinsam mit Susan T. Rodriguez Architecture & Design und Mitchell Giurgola Architects, fügt sich das rund 3200 m² umfassende Gebäude in die Topografie ein. Stein, Glas und ein begrüntes Dach lassen Architektur und Landschaft fließend ineinandergreifen.
Ein Ort, der sich mit den Jahreszeiten verwandelt
Das Davis Center ist kein Gebäude für einen Moment, sondern eines für das ganze Jahr. Im Sommer wird der Platz zur großzügigen Badeanlage, im Winter zur Eislaufbahn, im Frühjahr und Herbst zum Rasenspielfeld. Aufenthaltsbereiche, Umkleiden sowie frei zugängliche Kultur- und Bildungsprogramme ergänzen das Angebot und machen das Davis Center zu einem öffentlichen Raum, der den Park nicht überlagert, sondern ihn ergänzt und für die Besucher erweitert.
Das Gebäude schmiegt sich an das Gelände an. Wege und Bepflanzung führen über das Dach hinweg und eröffnen neue Blickachsen zum Harlem Meer, während sich die Innenräume zum Pooldeck und in die umgebende Natur öffnen.
Im Zentrum dieser Öffnung steht ein durchlaufendes Fassadensystem aus 23 maßgefertigten Keller minimal windows4+ pivot Drehflügeltüren, angeordnet in einem leicht konvexen Segmentbogen.
Über eine Länge von rund 34,5 m folgt die Fassade der gekrümmten Geometrie des Gebäudes, mit Achsabständen von jeweils 1,54 m und Rahmenhöhen von 4,37 m pro Element. Geschlossen wird sie zu einer fast nahtlosen Glasebene. Geöffnet löst sie die Grenze zwischen Innen- und Außenraum auf.
Spezielle Türen aus Luxemburg
Was im Bild leicht und selbstverständlich wirkt, ist im Detail anspruchsvoll. Jedes Türelement trägt eine Verglasung von 44,4 mm Stärke und rund 500 kg Gewicht, ausgelegt auf eine Windlast von 3,8 kN/m² und einen Wasserdruck von 0,43 kN/m². L
okale Edelstahlverstärkungen, durchlaufende Aluminiumprofile in der Anschlussebene sowie integrierte Boden- und Deckenhülsen nehmen die statischen und bauphysikalischen Anforderungen auf, ohne die Sichtbarkeit der Profile zu erhöhen.
Die Pulverbeschichtung in einem Pewter-Farbton (PPG Duranar XL, AAMA 2604) fügt die Konstruktion in die Materialität des Ortes ein. Umgesetzt wurde die Fassade gemeinsam mit Roschmann/Vetro Building Envelope, die die Lösung mit der für solche Projekte notwendigen Sorgfalt in die Bauwerksgeometrie integriert haben.
Das Ergebnis ist eine Fassade mit Türen, die technische Präzision und architektonische Zurückhaltung in Einklang bringen und genau dort verschwindet, wo Architektur Raum geben soll.