Aluplast blickt auf einen erfolgreichen Auftritt bei der Fensterbau Frontale 2026 zurück. Schon am Eröffnungstag wurde das gestiegene Interesse an der Plattformstrategie des Karlsruher Unternehmens deutlich. Mit rund einem Kilometer verarbeitetem Profilmaterial und 14 Exponaten präsentierte sich aluplast in beeindruckender Breite und zeigte die Systemwelten neo (PVC) und one75 (Aluminium) in ihrer ganzen Vielfalt.
Gemeinsame Designsprache trotz unterschiedlicher Materialien
aluplast
Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen die beiden Plattformen neo und one75. Beide Systeme sind technisch eigenständig entwickelt, orientieren sich jedoch an einer gemeinsamen Designsprache. "Unser Anspruch ist es, Systeme zu entwickeln, die gestalterisch überzeugen, technisch durchdacht sind und sich gleichzeitig praxisnah einsetzen lassen", sagt Patrick Seitz, Geschäftsführer und Gesellschafter von aluplast. "Die Resonanz in Nürnberg hat gezeigt, dass unser materialübergreifender Plattformansatz genau den Nerv des Marktes trifft."
Die neo-Plattform zeigte die Bandbreite ihres Systemaufbaus: von der flügelüberdeckenden Lösung neo view über die designorientierte neo advance bis hin zu marktspezifischen Ausführungen wie neo casement North America oder neo france.
Neo-Konfigurator macht 400 Varianten digital erlebbar
Daniel Mund / GW
Ein zentraler Bestandteil des Messeauftritts war die interaktive Präsentationsstation der neo-Plattform. Der in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungspartner Voilàp entwickelte neo-Konfigurator machte den modularen Aufbau sowie die gestalterische Vielfalt der Plattform anschaulich erlebbar.
Über zwei Screens wurden Innen- und Außenansichten von Fenstern dargestellt. Ergänzend konnten Profilabschnitte der verschiedenen neo-Varianten sowie Oberflächen in aludec und woodec aufgelegt und direkt in die digitale Darstellung integriert werden. Profilgeometrien, Rahmen- und Flügelvarianten sowie Farben und Oberflächen ließen sich in Echtzeit kombinieren und vergleichen. Angesichts der rund 400 möglichen Konfigurationen der neo-Plattform bot der Konfigurator eine strukturierte Möglichkeit, diese Vielfalt übersichtlich darzustellen.
One75 überträgt Designsprache ins Aluminium
Die Präsentation von one75 zeigte, wie konsequent aluplast die architektonische Designsprache der PVC-Welt ins Aluminium überträgt. Das System folgt den ästhetischen Anforderungen moderner Architektur: schlanke Proportionen, großzügige Glasflächen und eine ruhige, präzise Linienführung. Die verschiedenen Designlinien – flächenbündig, verdeckt liegend oder in industriell akzentuierten Varianten wie steel oder loft – machten die flexible Einsetzbarkeit von one75 sichtbar.
In Verbindung mit den neo-Oberflächenvarianten aludec und woodec wurde auf der Messe sichtbar, wie harmonisch PVC und Aluminium wirken können, wenn sie aufeinander abgestimmt sind – ein Vorteil, der bei materialübergreifenden Lösungen und Übergangsbereichen im Objekt- und Wohnbau zunehmend geschätzt wird.
Breites Schiebelösungs-Portfolio vorgestellt
Daniel Mund / GW
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts waren die Schiebelösungen, die unterschiedliche Einsatzbereiche abdeckten. Mit der one75 lift-slide zeigte aluplast ein Aluminium-Hebeschiebe-Element mit schlanken Profilen und großen Öffnungsweiten. Elemente mit Höhen bis zu drei Metern und Breiten bis 7,5 Metern eignen sich besonders für moderne Wohn- und Erdgeschosskonzepte.
Die neo smart-slide präsentierte sich als kompakte und robuste Lösung für öffentliche Gebäude oder Wohnsituationen, in denen Dreh-Kipp-Fenster zu viel Platz beanspruchen würden. Große Aufmerksamkeit erhielt auch die aero-slide, die ursprünglich für den UK-Markt entwickelt wurde. Als Einstiegsschiebesystem verbindet sie gute Wärmedämmwerte, hohe Dichtigkeit, Einbruchhemmung und eine adäquate Bedienung.
Plattformstrategie reduziert Komplexität
Die Konstruktion der neo-Plattform ist darauf ausgelegt, eine hohe Variantenvielfalt mit einem überschaubaren Profileinsatz zu ermöglichen. Das trägt zur Reduzierung von Komplexität bei, vereinfacht Lagerhaltung und Prozesse und erhöht die Planungssicherheit. Technologisch basiert das System auf bewährten aluplast-Entwicklungen wie bonding inside, powerdur und safetec, die Stabilität, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz unterstützen.
Das 1982 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe verfügt über zehn Produktionsstätten weltweit und ist in über 80 Ländern vertreten.