Mit rund 75.000 Besuchern aus 117 Ländern sowie 1.022 Ausstellern aus 47 Ländern bestätigte die Veranstaltung vom 24. bis 27. März ihre Rolle als zentraler Branchentreffpunkt. Der Vergleich zur Vorveranstaltung: Auch 2024 sind zum Messeduo rund 75.000 Besucherinnen und Besuchern gekommen.
Stimmung: Verhalten optimistisch trotz Sorgen um Energiepreise
Die Stimmung in den Hallen war verhalten optimistisch – wobei die Einschätzungen je nach Teilbranche der kommentierenden Personen variierten. Während Vertreter aus dem Sanierungsbereich und der Holzfenstersparte tendenziell zuversichtlicher auftraten, zeigten sich Akteure aus dem Neubau und der Kunststofffensterfertigung zurückhaltender. Über allem schwebte jedoch die einhellige Meinung, dass die kurzfristige Energieverteuerung durch den Iran-Krieg und die Hormus-Blockade einem zarten Aufschwung nicht gerade förderlich ist – im Gegenteil.
Allenorten wurden die anstehenden und bereits durchgezogenen Materialteuerungszuschläge (MTZ) mehr als nur zur Kenntnis genommen. Diese MTZ haben vor allem die Kunststofffenster-Hersteller kalt erwischt, die sowieso besonders unter der Energieverteuerung und Ölknappheit leiden.
Veranstaltungsleitung zieht positive Bilanz
Elke Harreiß, (Noch-)Abteilungsleitung der Fensterbau Frontale, betonte den Mehrwert des gemeinsamen Branchendialogs: „Die Atmosphäre lebt von der Leidenschaft dieser Branche. Die Fensterbau Frontale ist der Ort, an dem sich die Community orientiert, Inspirationen einholt und weiterentwickelt. Dass das Messeduo gewachsen ist, zeigt die hohe Synergie und wie wichtig dieser Austausch gerade jetzt ist."
Chiara Sträßner, Veranstaltungsleitung der Fensterbau Frontale, resümierte: „Unsere neuen Formate – von der Stage über den Innovation Award zum Zukunftsraum – haben gezeigt, welchen gemeinsamen Mehrwert wir schaffen können: Wissen teilen, Perspektiven verbinden und echte Inspiration ermöglichen."
Innovation Award und neue Formate überzeugen
Ein besonderer Höhepunkt war die erstmalige Verleihung des Fensterbau Frontale Innovation Awards auf der neuen Stage. Aus insgesamt 39 Einreichungen wurde die Remmers GmbH für ihre Innovation Induline I-130 ausgezeichnet. Im Fensterbau Frontale Forum erhielten die MB Fensterbau Beelitz GmbH den Titel „Fensterbauer des Jahres 2026" sowie Hendryk Urban und Lisa-Marie Schmiedle den „MeisterAward".
Auf der neuen Fensterbau Frontale Stage standen zentrale Branchenthemen wie energetische Sanierung, serielles Bauen, Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft und digitale Planungsprozesse im Fokus. Das Fensterbau Frontale Forum bot eine vertiefende Plattform für Fachwissen und praxisnahe Einblicke.
Sonderschauen und internationale Expertise
Das international besetzte Forum Architektur-Fenster-Fassade behandelte unter dem Motto „Balance – Bauen im Gleichgewicht" veränderte Planungsanforderungen und nachhaltige Bauweisen. Guided Tours vertieften die Inhalte in direktem Austausch mit passenden Ausstellern.
Die Sonderschau „klima.sicher.bauen" in Kooperation mit ift Rosenheim vermittelte nachhaltige Bauweisen und klimaresiliente Lösungen praxisnah. Der Metallbautreff powered by metall-markt.net fungierte als zentrale Anlaufstelle für Wissenstransfer und Networking.
Starke Synergie zwischen den Messen
Der neue Zukunftsraum, gemeinsam von Fensterbau Frontale, Holz-Handwerk und 100 Prozent Digital gestaltet, zeigte digitale Bürokonzepte, KI-gestützte Planung, Smart-Building-Technologien sowie Zukunftsthemen rund um Mitarbeiterführung und Nachwuchs.
Die Fensterbau Frontale wird ideell vom Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg und vom Landesinnungsverband des Bayerischen Glaserhandwerks getragen.
Der nächste Termin ist bereits für den 28. bis 31. März 2028 gesetzt.