Sollingglas
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Vom 5. bis 7. November stellt Sollingglas auf der Denkmal in Leipzig in Halle 2, Stand D10 aus. Im Mittelpunkt stehen Funktionsisoliergläser ab acht Millimetern Gesamtdicke und Verfahren zur Wiederverwendung vorhandener Verglasungen. Eine Verbundverglasung für das Museum Industriekultur Nürnberg dient als Praxisbeispiel und ergänzt den Messestand.
Knapper Einbauraum begrenzt neue Verglasungen
Bei der Sanierung historischer Fenster und Fassaden begrenzen schmale Profile und zu schützende Konstruktionen häufig den verfügbaren Einbauraum für neue Verglasungen. Gleichzeitig gilt es, das historische Erscheinungsbild zu erhalten und die bauphysikalischen sowie lichttechnischen Eigenschaften zu verbessern. Sollingglas zeigt Isoliergläser, die in historischen Anwendungen Funktionen wie Wärmedämmung, Sonnenschutz sowie UV- und Infrarotschutz erfüllen. Die ausgestellten Aufbauten richten sich damit an Sanierungen, bei denen bestehende Konstruktionen nur wenig Platz für neue Verglasungen lassen.
Historische Verglasungen wiederverwenden
Der zweite Messeschwerpunkt liegt auf der Wiederverwendung vorhandener Verglasungen. Beim Re-Use bleibt das historische Glas als Bauteil erhalten. Es kann damit weiterhin zum charakteristischen Erscheinungsbild eines Gebäudes beitragen. Zugleich reduziert die Wiederverwendung den Bedarf an neu produziertem Glas und die damit verbundenen CO2-Emissionen.
Am Stand zeigt Sollingglas beispielhaft die Schritte der Zerlegung einer Verbundsicherheitsglasscheibe in ihre einzelnen Bestandteile. Anschließend folgt die Aufarbeitung der Komponenten. Ergänzend führt das Unternehmen eine Messestand-Umfrage durch. Sie fragt, welche Faktoren die Umsetzung von Re-Use behindern und welche sie fördern.
Nürnberger Fassade vereint mehrere Schutzfunktionen
Als Praxisbeispiel zeigt Sollingglas eine Verbundverglasung für die denkmalgeschützte Fassade des Museums Industriekultur Nürnberg. Bei der Sanierung der historischen Süd- und Westfassade musste die charakteristische Gestaltung mit ihren schmalen Metallprofilen erhalten bleiben. Sollingglas entwickelte dafür eine Glaslösung, die die unterschiedlichen Anforderungen an Wärme-, Sonnen-, UV- und Lichtschutz in einem schlanken Aufbau vereint. Je nach Museumsbereich wurden unterschiedliche Glasaufbauten realisiert, um die Tageslichttransmission gezielt an die jeweilige Nutzung anzupassen. Auch der erforderliche Vogelschutz wurde berücksichtigt. Eine besondere Herausforderung bestand darin, trotz dieser unterschiedlichen technischen Funktionen ein einheitliches Erscheinungsbild der Fassade zu erzielen.
Für das Projekt entstand zudem eine sehr schlanke Lösung, die gleichzeitig Wärmedämmung, Sonnenschutz, UV- und Infrarotschutz sowie Vogelschutz gewährleistet und sich ästhetisch und technisch in die historische Fassadenkonstruktion integriert. Am Messestand ist eine Verbundsicherheitsglasscheibe (VSG) aus dem Projekt zu sehen, die alle Funktionen vereint.