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ift Tür- und Tortage erstmals in Münster

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom ift Rosenheim in Kooperation mit dem Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV).

Prof. Dr. Ing. Winfried Heusler (Institutsleiter ift Rosenheim) zeigte Risiken und Chancen für die Branche auf.

ift Rosenheim

Prof. Dr. Ing. Winfried Heusler (Institutsleiter ift Rosenheim) zeigte Risiken und Chancen für die Branche auf.

Unter dem Motto „Mit Wissen und Erfahrung in die Zukunft“, das auch das 60-jährige Jubiläum des ift Rosenheim begleitet, standen Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. ift-Institutsleiter Prof. Dr. Winfried Heusler spannte in seinem Eröffnungsvortrag den Bogen von sechs Jahrzehnten Branchengeschichte zu den nötigen Weichenstellungen für die kommenden Jahre.

Die wachsenden Anforderungen and die Resilienz von Gebäuden, Fassaden und baustoffen durch den Klimawandel und den Schutz kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Dachgesetz) beschrieb er nicht nur als Herausforderung, sondern auch als konkreten Marktvorteil.

Die Ziele der neuen BauPVO sowie der kommenden Normungsarbeit – mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung – begrüßte er grundsätzlich, warnte jedoch vor einer bürokratischen Überforderung kleiner und mittelständischer Unternehmen. „Wir wollen Fenster, Türen und Tore herstellen und nicht Dokumente ausfüllen“, so der Institutsleiter.

Sicherheit als Querschnittsthema

Dass Sicherheit für Türen und Tore kein Randthema ist, zeigte die Vielzahl der Vorträge, die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten. Neben Einblicken in die polizeiliche Beratungspraxis zur Einbruchhemmung standen der Schutz vor Vandalismus, Cybersicherheit sowie die Schutzwirkung elektronischer Komponenten auf dem Programm.

Einen regulatorischen Rahmen setzt das seit März 2026 in Kraft getretene KRITIS-Dachgesetz. Türen und Tore in sicherheitskritischen Sektoren werden darin als kritische physische Schnittstellen definiert und stehen damit unter verschärfter rechtlicher Beobachtung.

Die Besucher nutzten den Branchentreff auch zum intensiven Austausch mit Kollegen.

ift Rosenheim

Die Besucher nutzten den Branchentreff auch zum intensiven Austausch mit Kollegen.

Digitalisierung, Normung und Nachhaltigkeit

Weitere Schwerpunkte des Programms bildeten Digitalisierung, Normung und Nachhaltigkeit. KI-Anwendungen sorgen schon heute für mehr Sicherheit und Energieeinsparung und zeigen, wie weit die Digitalisierung in der Branche bereits reicht. Auf der Normungsseite standen die laufende Zusammenlegung der Produktnormen für Innen-, Außen- und Automatiktüren sowie die Auswirkungen der neuen Bauproduktenverordnung (BauPVO) im Fokus. Vorträge zu Klimaresilienz, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeitsnachweisen verdeutlichten, dass Nachhaltigkeit in der Branche zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Für die Gebäudezertifizierung nach DGNB werden künftig die Daten aller verwendeten Komponenten benötigt. Hersteller von Türen und Toren müssen sich damit auseinandersetzen, wie ihre Daten in die Planung und Bewertung von Gebäuden integriert werden können.

Einen konjunkturellen Ausblick gab Marktforscher Martin Langen. Hinzu kamen frische Impulse zu Praxisthemen wie Barrierefreiheit und Brandschutz. Prof. Christian Niemöller rundete das Fachprogramm mit einem Überblick zu den wesentlichen Neuerungen im Vergaberecht ab. Am Abend des ersten Veranstaltungstages kamen die Teilnehmenden in den „Ufer Studios“ am Emskanal zusammen, wo Networking und der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt standen.

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