Auf der IFA 2026 in Berlin rückte das Zusammenspiel vernetzter Geräte in den Mittelpunkt. Matter, KNX, Sensorik und künstliche Intelligenz eröffnen Möglichkeiten, Heizung, Verschattung, Beleuchtung und Sicherheit gemeinsam zu steuern. Für Endverbraucher wächst damit die Auswahl. Ob sich daraus ein Käufermarkt entwickelt, hängt nicht allein von der Anzahl der Produkte ab, sondern auch vom Preis, ihrer Alltagstauglichkeit und ihrem herstellerübergreifenden Zusammenspiel.
Wie stark Anbieter ihre Ökosysteme erweitern, zeigte Shelly mit neuen Geräten, Matter- und Thread-Funktionen sowie Kooperationen mit Hörmann und Rademacher. Damit rücken Tore und Sonnenschutz in die vernetzte Gebäudetechnik. Für das Fachhandwerk kommt es darauf an, daraus funktionierende Lösungen zu entwickeln: Automatisierte Verschattung kann solare Wärmegewinne im Winter nutzen und die Überhitzung im Sommer begrenzen. Voraussetzungen sind eine passende Planung und eine auf Nutzung und Wetter abgestimmte Steuerung.
Die IFA bringt solche Themen direkt zum Endverbraucher. Neben Komfort gewinnen einfache Bedienung, Nachrüstbarkeit und ein nachvollziehbarer Nutzen an Bedeutung. Entscheidend ist, ob Geräte verschiedener Hersteller zusammenarbeiten. Ein gemeinsamer Standard allein garantiert keine durchgängige Funktion. Für Fachbetriebe wachsen damit die Chancen in der Beratung: Welche Komponenten passen zusammen, welche Abläufe lassen sich automatisieren und wie bleibt das System langfristig erweiterbar? (OV)
Foto: Olaf Vögele