Die Batimat auf dem Messegelände Paris Expo Porte de Versailles verknüpfte Sonnenschutz mit dem breiten Angebot der Bauwirtschaft. Die Equipbaie bündelte dabei unter anderem Fenster, Abschlüsse, Glas und Sonnenschutz. Für die Fachbesucher ergaben sich auch direkte Anknüpfungspunkte zur Planung von Fassaden und Außenräumen.
Beschattung trifft Smart Home
Beim Thema Smart Home geht es längst um mehr als die Bedienung per App. Werden Rollläden, Raffstores und Screens abhängig von Sonne, Temperatur und Nutzung gesteuert, übernehmen sie eine aktive Rolle beim Wärmeschutz.
Entscheidend ist dabei, wie einfach sich Antriebe, Sensoren und Steuerungen miteinander verbinden und im Alltag bedienen lassen. StellaGroup bündelt diese Technik unter der Marke Stella Advanced Technology.
Auch die neuen CalypsHome-Bediengeräte setzen beim praktischen Nutzen an. Mit den Tasten „Coolight“ und „Refresh“ lassen sich voreingestellte Behangpositionen für Tageslicht bei begrenztem Wärmeeintrag beziehungsweise zur Unterstützung der natürlichen Lüftung abrufen. Die Zentralfernbedienung CalypsAll verfügt zudem über einen Temperatursensor, dessen Werte für automatisierte Abläufe über eine Smartphone-App genutzt werden können.
Für Fachbetriebe wird damit die Abstimmung von Sonnenschutz, Steuerung und Kundenwünschen zu einem wichtigen Teil der Beratung.
Systeme gemeinsam betrachten
Für das Sonnenschutzhandwerk war diese Vielfalt gerade dort interessant, wo mehrere Gewerke an einem Projekt beteiligt sind. Fenster, Verglasung und Beschattung müssen aufeinander abgestimmt werden. Im Beratungsgespräch gehören deshalb neben Gestaltung und Bedienkomfort auch die Nutzung der Räume und die baulichen Voraussetzungen auf den Tisch. Bei einer Sanierung stellt sich die Frage, wie sich vorhandene Bauteile einbeziehen lassen. Ein Sonnenschutzsystem sollte nicht isoliert ausgewählt werden, sondern zur jeweiligen Einbausituation passen. Der Messebesuch bot ausreichend Gelegenheit, diese Anforderungen mit unterschiedlichen Anbietern zu diskutieren und das eigene Angebot gezielt weiterzuentwickeln.
Für Besucher lohnte sich deshalb der Vergleich über die reine Produktoptik hinaus. Welche Einbaumöglichkeiten bestehen, wie lassen sich Systeme nachrüsten und welche Unterstützung erhalten Verarbeiter bei Planung und Montage? Die Nähe zu Fenster- und Fassadenanbietern bot Gelegenheit, solche Schnittstellen direkt zu besprechen.
Foto: Olaf Vögele