Wie können Betriebe die Krise bewältigen? In der Septemberausgabe erfahren Leserinnen und Leser die vollständigen Hintergründe und praxisnahe Lösungsansätze. Vorab geben wir Ihnen einen ersten Einblick in die wichtigsten Aussagen von Dr. Greiner:
1. Warum ist die Situation so dramatisch?
„Bei den von uns analysierten Unternehmen aus der Fensterindustrie ist das durchschnittliche EBITDA in den letzten drei Jahren um rund 5 Prozentpunkte zurückgegangen – und gleichzeitig ist der Umsatz um rund 10 % gesunken. Absolut betrachtet bleibt damit nur noch die Hälfte des Gewinns übrig“, erklärt Dr. Greiner. Für viele Unternehmen ist die Lage noch dramatischer, da sie bereits vor der Krise mit niedrigen Margen operierten.
2. Warum greifen klassische Innovationsstrategien aktuell nicht?
„Darf ich diese Frage umdrehen und Sie fragen: Welche Unternehmen in der Fensterindustrie sind denn wirklich innovativ?“, fragt Greiner kritisch. „Die Vitalitätsrate – der Umsatzanteil mit neuen Endprodukten – liegt in der Branche deutlich niedriger als in anderen Bauzulieferindustrien. Es braucht dringend mutige Frontrunner, die echte Innovationen vorantreiben, statt auf alte Muster zu setzen.“
3. Was sind die größten Kostentreiber?
„In vielen Unternehmen sind die Umsätze eingebrochen, doch die Personalkosten liegen noch immer auf dem Niveau vor dem Marktrückgang“, so Greiner. „Zusätzlich wird das Projektgeschäft anspruchsvoller: Margen sinken, während der Kapitalbedarf steigt. Unternehmen müssen jetzt entscheiden, ob sie ihre Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Produktivität und strategische Kostensenkungen stärken – oder ob sie den Markt entscheiden lassen.“
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