Aluprof Deutschland hat einen neuen Geschäftsführer: Jens Patrick Eberhard übernimmt die Leitung des deutschen Ablegers des polnischen Aluminiumspezialisten und verantwortet künftig die strategische Weiterentwicklung in der gesamten DACH-Region. Das gab das Unternehmen heute auf LinkedIn bekannt.
In seiner neuen Funktion soll Eberhard gemeinsam mit seinem Team die Vertriebsaktivitäten intensivieren, die lokalen Strukturen weiter ausbauen und professionalisieren sowie die Marke Aluprof bei Geschäftspartnern und Architekten stärken. Ein zentraler Fokus liegt auf der nachhaltigen Steigerung des Marktanteils – sowohl durch die Gewinnung neuer Kunden als auch durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern.
Weiterer Karriereschritt für Eberhard
Eberhard bringt umfangreiche Branchenerfahrung mit: Nach beruflichen Stationen bei Coplaning Luxemburg und der Weru-Gruppe (damals Unilux) leitete er acht Jahre lang erfolgreich das Deutschland-Geschäft von Oknoplast als Geschäftsführer. Anschließend wechselte er im April als technischer Geschäftsführer zu Heim & Haus nach Auerbach in der Oberpfalz, wo das Duisburger Direktvertriebsunternehmen seinen größten Produktionsstandort betreibt.
Der Wechsel Eberhards zu Aluprof erfolgt im Zuge der weiteren internationalen Expansion des polnischen Unternehmens, das seine Strukturen in der DACH-Region konsequent stärken will.
Eberhardt übernimmt die Geschäftsführung von Zoran Pisar, der das Unternehmen im Juli verlassen hat. Zuvor war Rafael Altheim viele Jahre Geschäftsführer von Aluprof Deutschland, hatte die Geschäftsführung dann aber an Pisar übergeben, um sich wieder seiner Aufgabe als Senior Commercial Advisor bei Aluprof zu widmen.
Über Aluprof
Aluprof ist die Gesellschaft des Aluminiumsystem-Segments der polnischen Grupa Kęty S.A., die das Unternehmen seit 1998 zu 100 Prozent besitzt. Mit einem Segmentumsatz von 2,507 Milliarden PLN (rund 586 Millionen Euro) 2024 und mehr als 2.700 Mitarbeitenden ist Aluprof ein zentraler Baustein des Konzerns und erwirtschaftet 48 Prozent der gesamten Produktumsätze an Dritte.
Das Unternehmen hat sich als Spezialist für Aluminiumsysteme etabliert und entwickelt sowie produziert Lösungen für Fenster, Türen, Fassaden und Sonnenschutz. Mit fünf Produktionsstandorten in Polen – darunter Werke in Bielsko-Biała, Opole, Goleszów und Złotów – sowie einem Forschungs- und Innovationszentrum in Ogrodzona verfügt Aluprof über eine solide industrielle Basis. Das Innovationszentrum beherbergt eine der größten Fassadenprüfkammern in Mittel- und Osteuropa und kann auch nach US-amerikanischen Normen testen.
Auf dem polnischen Heimatmarkt hält Aluprof je nach Produktgruppe zwischen 40 und 60 Prozent Marktanteil und konkurriert international mit etablierten Herstellern wie Schüco, Wicona, Reynaers, Aliplast und Kawneer. Das Exportgeschäft macht 38 bis 40 Prozent des Gesamtumsatzes aus und erstreckt sich auf über 60 Länder weltweit. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen Tschechien, Großbritannien, Deutschland, Belgien, Rumänien, die Slowakei und Ungarn.
Deutschland nimmt als einer der strategisch wichtigsten Märkte eine besondere Rolle ein. Über die 100-prozentige Tochtergesellschaft Aluprof Deutschland GmbH mit Sitz in Schwanewede wird der deutsche Markt bearbeitet.
Strategisch plant Aluprof bis 2029 eine weitere internationale Expansion unter dem Dach "Aluprof International" und will verschiedene Geschäftsaktivitäten noch stärker unter der Marke Aluprof bündeln. Ziel ist es, den Auslandsanteil des Gesamtkonzerns von derzeit rund 50 auf 54 Prozent zu steigern. Dabei profitiert Aluprof auch von der engen Verzahnung mit anderen Konzernbereichen: Das Unternehmen ist der größte interne Kunde des Extrusionssegments und nimmt über 20 Prozent von dessen Produktion ab.