Wenn der Architekt verlangt, dass Lüftungstechnik praktisch unsichtbar in die Fassade verschwinden soll, wird es für Fensterbauer kompliziert. Beim Siegener 8Eck musste Terhalle aus Ahaus nicht nur Holz-Aluminium-Fenster fertigen, sondern auch 65 Fassadenlüfter des Typs Aeromat VT WRG von Siegenia so integrieren, dass sie die Fassadenoptik nicht stören. Ein Drittel der Lüfter sollte sogar direkt in die Pfosten-Riegel-Konstruktion eingebaut werden – eine Sonderanforderung, die maßgeschneiderte Lösungen erforderte.
Der Auftrag kam über den Generalunternehmer Runkel Hochbau, der Terhalle mit der Fertigung der Holz-Aluminium-Fenster für die drei ersten Obergeschosse des Bürokomplexes beauftragt hatte. Doch die Aufgabe war deutlich komplexer als ein Standard-Fensterauftrag: Aufgrund der Lage an einer stark befahrenen Straße sollten dezentrale Lüftungsgeräte für Schallschutz und optimales Raumklima sorgen – und das möglichst unsichtbar.
Siegenia und Terhalle: Enge Kooperation
Als sich abzeichnete, dass auch Fassadenlüfter integriert werden sollten, entstand eine intensive Zusammenarbeit zwischen Terhalle und Siegenia. „Die diesbezügliche Zusammenarbeit mit Terhalle war ausgesprochen kooperativ und vom gemeinsamen Streben nach einer Lösung getragen, die dem Kundenwunsch nach einer dezenten Integration der Lüfter in die Fassade entspricht“, berichtet Markus Birkner, Gebietsleiter Aero und Objektberatung bei Siegenia.
Die besondere Herausforderung lag darin, dass etwa ein Drittel der Lüfter unmittelbar in die Pfosten-Riegel-Fassade integriert werden sollte – eine Anforderung des Architekten, die Siegenia erfüllen konnte.
Maßgeschneiderte Einspannrahmen
Gemeinsam mit Terhalle und dem Architekturbüro projektplus entwickelte Siegenia einen speziellen Einspannrahmen mit umlaufendem Winkel. Dieser Rahmen wurde von der Tiefe her exakt auf die Abmessungen der Pfosten-Riegel-Konstruktion abgestimmt und erhielt eine farbidentische Beschichtung.
Entscheidend für die praktische Umsetzung: Siegenia übernahm die Vormontage der Einspannrahmen am Lüftergehäuse. „Das ermöglichte Terhalle die Montage der Lüfter in die Pfosten-Riegel-Konstruktion ohne weitere Vorarbeiten“, erklärt Birkner.
Zwei verschiedene Einbauarten realisiert
Terhalle verbaute die 65 Fassadenlüfter in zwei verschiedenen Bereichen der Fassade: 42 Lüfter wurden im Brüstungsbereich unter Verwendung von Brüstungskanälen aus montagefreundlichem EPP-Material verdeckt in die Fassade integriert – hier sind sie praktisch unsichtbar. Die restlichen 23 Lüfter baute Terhalle waagerecht im Sturzbereich der Pfosten-Riegel-Konstruktion ein.
Auch bei der farblichen Gestaltung arbeiteten Terhalle und Siegenia Hand in Hand. Während die Lüfter auf der Gebäudeinnenseite einheitlich weiß gestaltet sind, passt sich der Farbton auf der Außenseite an den jeweiligen Fassadenbereich an: RAL 9001 Cremeweiß im Pfosten-Riegel-Bereich und RAL-Design 0757010 Flachsfasergrau im Brüstungsbereich.
Die Holz-Aluminium-Fenster von Terhalle mit den integrierten Siegenia-Lüftern sorgen nun in den Büros und Besprechungsräumen der Kanzlei 8P für optimales Raumklima bei hoher Schalldämmung. Die Lüfter bieten eine Wärmerückgewinnung von bis zu 93 % und sind per KNX in die Gebäudeleittechnik integriert.
Foto: Siegenia
Foto: Siegenia
Foto: Siegenia
Foto: Siegenia
Projektbeteiligte
Das vom Architekturbüro projektplus entworfene Gebäude wurde von der Runkel Hochbau GmbH als Generalunternehmer realisiert. Während Terhalle die Holz-Aluminium-Fenster für die ersten drei Obergeschosse fertigte, übernahm ein regionaler Anbieter die Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Aluminiumfenstern im Staffelgeschoss. Bauherr ist die Siegufer Immobilien GmbH.
Lüftungsanbieter ist das Beschlagshaus Siegenia.