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Frame:racer – ein Service von Swisspacer

Abstandhalter – Vollautomatisierte Rahmenfertigung in unter 20 Sekunden

GW– Herr Bach, was gab den Impuls für die Entwicklung des Frame:racer?

Bach – Sämtliche Entwicklungen tätigen wir für und mit unseren Kunden sowie Geschäftspartnern. So kam auch bei Frame:racer der Impuls von verschiedenen Kunden, die nach einer Lösung zur Steigerung ihrer Produktivität mithilfe eines hohen Automatisierungsgrads gesucht haben. Da wir uns nicht als reiner Produktanbieter verstehen, sondern ganzheitliche Lösungen mit Mehrwert entwickeln wollen, ist die Markt- und Kundennähe für uns ein wichtiger Schlüssel für nachhaltigen Erfolg. Nur so entsteht wirkungsvolle Innovation – wie im Kleinen mit dem Swisspacer Air für den Druckausgleich und heute im Großen mit der Automationslösung Frame:racer.

GW– Swisspacer war bislang als Systemanbieter für Abstandhalter bekannt. Warum gehen Sie den Schritt in Richtung Automatisierungslösung?

Bach – Von unseren Kunden wissen wir, dass nicht nur eine hohe Produktivität, sondern auch eine gleichbleibende Qualität und Prozesssicherheit wichtige Wettbewerbsfaktoren sind, die heute die Grundlage für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung darstellen. Automation ist dabei eines der zentralen Themen, welche die Rahmenbedingungen dafür schaffen. Zudem wollen wir Kunden dabei begleiten, Automation dort einzusetzen, wo sie einen unmittelbaren Einfluss auf den Unternehmenserfolg hat. So können Mitarbeitende für andere wichtige Aufgaben eingesetzt werden, wodurch in Kombination die Wettbewerbsfähigkeit und das Unternehmenswachstum sichergestellt werden können. Wir sehen uns somit als Partner, nun Frame:racer zum Vorteil unserer Kunden anbieten zu können, und sie getreu unseres Claims „the edge of tomorrow“ fit für die Zukunft zu machen.

GW– Sie sprechen von einer Rahmenfertigung in unter 20 Sekunden. Unter welchen Produktionsbedingungen ist diese Taktzeit erreichbar?

Bach – Unsere Anlage realisiert einen vollautomatisierten ‚One-Piece-Flow’ bei gleichbleibend hoher Ausbringungsmenge, unabhängig von der Abfolge verschiedener Größen. Wir rechnen dabei im Standard mit Rahmengrößen von 1,20 m × 1,20 m. Bei einer Fertigung von größeren Rahmen – z. B. von 1,5 m × 2,5 m – kann sich die Taktzeit leicht erhöhen. Ich möchte aber betonen, dass es sich in solch einem Fall nur um minimale Erhöhungen im Millisekunden- bis maximal Sekundenbereich handelt. Die Kombination aus Flexibilität und Höchstgeschwindigkeit in der Fertigung ist einzigartig.

GW– Wie fügt sich die Maschine in bestehende Linienkonzepte ein? Ist eine einfache Nachrüstung/Integration in bestehende ISO-Linien möglich?

Bach – Auf jeden Fall, denn die Anlage berücksichtigt die Gesamtsituation des jeweiligen Isolierglas-Herstellers und ist im Layout durch die Ausführung mit vier Robotern recht flexibel. Bezogen auf die hohe Ausbringungsmenge ist der Platzbedarf vergleichbar mit anderen Anlagenkonzepten. Da Frame:racer fertig gefüllte Rahmen produziert, die unmittelbar auf der ISO-Linie weiterverarbeitet werden können, fügt sich diese nahtlos in das gesamte Linienlayout ein. Wir (www.swisspacer.com/de) schauen immer die individuelle Situation zusammen mit dem Kunden an und entwickeln auf Basis dessen die für ihn sinnvollste Lösung.

GW– Welche Rolle spielt die Prozesssicherheit gegenüber der Taktleistung?

Bach – Beide Themen sind gleichermaßen wichtig und werden zu 100 Prozent gewährleistet. Auch hier möchte ich festhalten, dass unsere hochautomatisierte Anlage die Fertigungsschritte zuverlässig ausführt und so eine reproduzierbar hohe Qualität mit einzigartiger Geschwindigkeit vereint: Eine hervorragende Kombination für eine neue Ära in der Rahmenfertigung.

GW– Wie verändert Frame:racer den Personalbedarf in der Rahmen­fertigung?

Bach – Bei einer manuellen Fertigung vergleichbarer Größenordnung werden in der Regel vier Personen benötigt. Mit Frame:racer reduziert sich dies auf nur noch eine Person: diese füllt das Profilmagazin, das Eckwinkellager und wechselt bei Bedarf die Trockenmitteltonne sowie den Galgen aus. Das restliche Personal kann sich so auf andere Aufgaben fokussieren.

GW– Für welche Betriebsgrößen / Volumina ist Frame:racer interessant?

Bach – Um eine hohe Auslastung der Anlage und somit einen maximal wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, empfehlen wir die Anlage ab einem Bedarf von 800’000 Rahmen pro Jahr. In dieser Größenordnung spielen hohe Geschwindigkeit und Reproduzierbarkeit eine besonders kritische Rolle. Aber auch für kleinere Betriebsgrößen, welche durch reproduzierbare Qualität und hohe Prozesssicherheit punkten wollen, können wir passende Lösungen empfehlen. Dank des hohen Automatisierungsgrads der Frame:racer Lösung können vielerorts staatliche Förderprogramme in Anspruch genommen werden.

GW– Wenn Sie in die Zukunft blicken: Ist Frame:racer ein Einzelprojekt oder der erste Schritt zu weiteren Prozesslösungen aus Ihrem Haus?

Bach – Frame:racer ist ein Service, mit dem wir Kunden helfen wollen, schneller und besser zu werden. Wir denken über den reinen Bereich der Abstandhalter hinaus und betrachten das gesamte Leistungsspektrum des Fensters: Als Lösungsanbieter richten wir uns heute und auch in Zukunft darauf aus, Innovationen zu entwickeln, die unseren Kunden einen klaren Mehrwert bieten. Die Branche darf sich auf weitere spannende Entwicklungen aus dem Hause Swisspacer.

Die Fragen stellte Matthias Rehberger.

Matthias Bach, Geschäftsführer von Swisspacer.

Foto: DNA Photographers

Matthias Bach, Geschäftsführer von Swisspacer.

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