Der Wettbewerb „Alpine Transparency“ des Fachverbands Konstruktiver Glasbau e.V. richtet sich an Studierende der Ingenieurwissenschaften und Architektur. Aufgabe ist der Entwurf einer alpinen Schutzhütte auf der Bannalp in der Schweiz, bei der Glas als transparente, funktionale und tragende Gebäudehülle konzeptionell und konstruktiv im Mittelpunkt steht.
Standort und Programm: Der Bauplatz liegt auf dem Nätschboden in der Bannalp im Kanton Nidwalden auf rund 1700 m Höhe, nordöstlich einer bestehenden Schneebar. Das Gelände fällt mit etwa 5° ab und bietet Panoramablicke auf die umliegenden Berge, den Vierwaldstättersee und das Engelberger Tal.
Die Schutzhütte soll bis zu sechs Selbstversorger ganzjährig beherbergen. Vorgesehen ist ein einzelner Raum von etwa 25 m2 mit den Grundabmessungen der thermischen Hülle von rund 4 m x 6 m, ausgestattet mit sechs Schlafplätzen, Tisch, Sitzgelegenheiten und einer einfachen Kochzone.
Der Panoramablickwinkel aus dem Innenraum soll mindestens 270° betragen. Höhen- und Formvorgaben bestehen nicht, freie, gekrümmte oder doppelt gekrümmte Geometrien sind zulässig. Glas soll in maximalem Umfang eingesetzt werden, auch als tragendes Element. Optional ist eine Veranda von bis zu 1,2 m Breite möglich.
FKG
Transport und Konstruktion: Da die Bannalp nur per Seilbahn erschlossen ist, gelten Transportbeschränkungen: Direkt unter der Kabine aufgehängte Bauteile dürfen maximal 3,5 m x 1,8 m x 0,5 m messen, bei Verwendung einer Barelle 2 m x 1,2 m x 1,2 m. Die maximale Nutzlast beträgt 1200 kg.
Der Weitertransport zum Bauplatz erfolgt mit Kleintransportern mit einer Ladefläche von 2 m x 4 m und ebenfalls bis zu 1200 kg Nutzlast. Eine modulare oder vorgefertigte Bauweise wird empfohlen. Die Verankerung im anstehenden Fels soll minimalinvasiv über wenige Auflagerpunkte erfolgen.
Bewertungskriterien: Bewertet werden Innovationsgrad und Kreativität der Glasnutzung (40 %), das architektonische Konzept (25 %), die Konstruktions- und Ingenieurlösung (25 %) sowie die Qualität der Dokumentation (10 %). Fristgerechte und vollständige Einreichung sind Ausschlusskriterien.
Einzureichende Unterlagen: Gefordert sind zwei A0-Blätter im Hochformat mit allen Schnitten, Ansichten, Details, Renderings sowie einem qualitativen Tragwerkskonzept. Ergänzend ist eine konzeptionelle Erläuterung von maximal zwei A4-Seiten in Deutsch oder Englisch einzureichen. Ein Nachweis des Studierendenstatus ist beizufügen.
Die Beiträge sind anonym mit einer zufällig gewählten sechsstelligen Kennziffer zu versehen. Die Einreichung erfolgt elektronisch als druckfähige PDF-Datei an student-competition@glas-fkg.org.
Teilnahme, Termine, Preise
Teilnahmeberechtigt sind Studierende einzeln oder in Gruppen von bis zu vier Personen. Der Entwurf kann, muss aber nicht, im Rahmen einer Semester- oder Studioarbeit entstehen. Eine formlose Registrierung per E-Mail wird empfohlen.
Einsendeschluss ist der 15. August 2027.
Der Wettbewerb vergibt attraktive Preisgelder:
1. Platz: 1500 Euro
2. Platz: 1000 Euro
3. Platz: 500 Euro
Einsendeschluss ist der 15. August 2027.
Die Jurysitzung mit interdisziplinär besetzten Fachleuten des FKG findet bis zum 30. September 2027 statt.
Die Preisverleihung ist für Oktober/November 2027 vorgesehen.
Weitere Informationen und Unterlagen finden interessierte unter www.glas-fkg.org/en/student-competition