Lumon Deutschland GmbH
Lumon bietet einen projektbezogenen Kalkulator an. Er berechnet die Treibhausgasemissionen in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) für Balkonverglasungen und Glasgeländer. Die Ergebnisse können in die Planung, in Variantenvergleiche und in die Projektdokumentation einfließen. Bau und Nutzung von Gebäuden verursachen relevante Treibhausgasemissionen. Wer Planungsvarianten bewerten will, braucht deshalb nachvollziehbare Daten und klar abgegrenzte Bilanzierungen. Betrachtet man einzelne Lebenszyklusmodule, lassen sich unterschiedliche Lösungen transparenter vergleichen und projektspezifisch dokumentieren.
Extern verifizierte EPD-Daten bilden die Rechengrundlage
Der Kalkulator rechnet mit Daten aus Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPD) für rahmenlose Balkonverglasungen, darunter Dreh-/Schiebesysteme, und Glasgeländer aus dem Lumon-Sortiment. Die unabhängige finnische Beratungsfirma Nordic Offset Oy hat die Datengrundlage für die jeweils betrachteten Lebenszyklusmodule extern verifiziert.
Der Kalkulator weist die CO₂e-Emissionen für die ausgewählten Produkte und Projektparameter aus. Er berücksichtigt die in den EPD-Daten verfügbaren Lebenszyklusmodule. Dazu gehört die Herstellung (A1–A3). Sofern das Projekt es erfordert und projektspezifische Angaben vorliegen, kommen Transport und Installation (A4–A5) hinzu. Die Auswertung bildet damit die jeweils ausgewiesenen Module ab. Eine vollständige Bilanz aller Lebenszyklusphasen eines Gebäudes stellt sie nicht automatisch dar.
Um die Daten zu ermitteln, übermitteln Projektbeteiligte ihre Angaben an den technischen Support von Lumon. Der Support stellt die projektbezogen berechneten Ergebnisse ohne zusätzliche Kosten bereit. In die Berechnung gehen die für das Vorhaben relevanten Parameter ein. Dazu zählen Spezifikationen und Menge der vorgesehenen Systeme sowie Angaben zu Transport und Montage.
Architekten, Fachplaner und Bauherren erhalten so nachvollziehbare Emissionswerte für das jeweilige Projekt. Diese Werte können als zusätzliche Informationsgrundlage dienen. Mit ihnen lassen sich alternative Systeme innerhalb vergleichbarer Bilanzgrenzen in einen Variantenvergleich einbeziehen.
Gebäudeauswirkungen bleiben projektspezifisch zu bewerten
Lumon Deutschland GmbH
Eine Balkonverglasung bildet eine geschützte Zone zwischen Fassade und Außenraum. Sie kann die Bausubstanz, den Reparatur- oder Sanierungsbedarf sowie das thermische Verhalten eines Gebäudes beeinflussen. Ob und in welchem Umfang das geschieht, hängt von Ausführung, Nutzung und objektspezifischen Bedingungen ab. Auch einen möglichen Einfluss auf den Wärmeverlust gilt es projektspezifisch zu bewerten. Die produktbezogene Emissionsberechnung des Kalkulators weist diesen Einfluss nicht automatisch nach.
Die ausgewiesenen Emissionen der gewählten Lumon-Produkte lassen sich in die Gebäudeplanung und in weitere, klar abgegrenzte Bilanzierungen einbeziehen. Planende können sie so im Zusammenhang mit den übrigen Bilanzposten eines Projekts betrachten. Die Ergebnisse können Projektdokumentationen, produktbezogene Lebenszyklusbetrachtungen und Nachhaltigkeitsberichte unterstützen. Voraussetzung ist eine transparente Dokumentation der verwendeten Systemgrenzen, Lebenszyklusmodule und Projektannahmen.
Nachvollziehbar dargestellte EPD-Daten, Projektparameter und Berechnungsergebnisse können zudem die Kommunikation mit Behörden, Investoren und weiteren Projektbeteiligten unterstützen. Das Tool macht die produktbezogenen CO₂e-Emissionen der ausgewählten Lebenszyklusmodule sichtbar. Es schafft damit eine zusätzliche Grundlage für emissionsbezogene Planungsentscheidungen.
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