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NextGlass Netzwerk: Glasprodukte schneller entwickeln

Die Weiterentwicklung von Technologien eröffnet für kleine und mittlere Unternehmen neue Möglichkeiten für nachhaltige, funktionale und individuell gestaltbare Glasprodukte. Doch wie können Glasbetriebe trotz knapper Ressourcen und begrenzter Zeit aus guten Ideen ein innovative Produkt entwickeln und zur Marktreife bringen?

An dieser Stelle setzt  das Netzwerk NextGlass an, das von Dr.-Ing. Matthias Seel, Leiter des Glass Competence Centers der TU Darmstadt, gemeinsam mit unterschiedlichen Unternehmen aus der Glasbranche und der Zulieferindustrie ins Leben gerufen wurde.

Dr.-Ing. Matthias Seel, Leiter des GCC der TU Darmstadt

Matthias Rehberger / G

Dr.-Ing. Matthias Seel, Leiter des GCC der TU Darmstadt

Matthias Seel: „Der Fokus von NextGlass liegt auf der Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte für die Herstellung, Veredelung und Prüfung von Flachglas, um die Zukunftsfähigkeit der Glasbranche in Europa und Deutschland zu stärken.“

Konkret wird dies durch die Initiierung und Umsetzung von Innovationsprojekten realisiert. Dabei unterstützt das Netzwerkmanagement die beteiligten Unternehmen sowohl bei der Ideenfindung als auch bei der Einwerbung von Fördermitteln.

Förderung vom Staat

Bei NextGlass handelt es sich um ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördertes ZIM-Innovationsnetzwerk. Ziel des Netzwerks ist es, die Entwicklung und Umsetzung von Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung zu fördern und branchenübergreifende Vernetzung zu ermöglichen. Auf diese Weise sollen Hemmnisse bei der Entwicklung von Innovationen abgebaut und neue Entwicklungspotenziale erschlossen werden.

NextGlass

Kompetenz entlang der Wertschöpfungskette: Das neue Gas-Netzwerk setzt sich aus neun kleinen und mittlergroßen Unternehmen, dem Glass Competence Center der TU Darmstadt sowie zwei assoziierten Partnern zusammen. Vertreten sind dabei unterschiedliche Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Glasbranche - vom Maschinenhersteller über Glasveredelungsbetriebe bis hin zum Planungsbüro.

Dadurch wird vielfältiges Know-how innerhalb des Netzwerks gebündelt und ein fachlicher Austausch ermöglicht, der über die jeweilige eigene Perspektive hinausgeht. Gerade dieser Blick über den Tellerrand und der bewusste Perspektivwechsel schaffen wichtige Impulse für neue Ideen und innovative Lösungsansätze, so die Beteiligten.

Mit der Glasfachschule Hadamar ist zudem eine weitere wichtige Institution Teil des Netzwerks, die mit ihrer Nähe zur Ausbildung und zur beruflichen Praxis eine wichtige Brücke zwischen fachlichem Nachwuchs, Handwerk und Innovation schlägt.

Das Glass Competence Center der TU Darmstadt bringt darüber hinaus wissenschaftliche Expertise ein und ermöglicht den beteiligten Unternehmen einen vertieften Blick auf Forschungsfragen und technologische Zusammenhänge. So schafft NextGlass eine enge Vernetzung zwischen Industrie, Handwerk und Forschung und fördert den Transfer von Wissen in die Praxis.

ZIM

Neue Impulse durch das Netzwerk

Ein wichtiger Bestandteil des Netzwerks ist der regelmäßige Austausch zwischen den Partnern, der u.a. im Rahmen halbjährlich stattfindender Netzwerktreffen gepflegt wird. Im Mittelpunkt dieser Treffen stehen sowohl die gemeinsamen Projekte als auch aktuelle Fragestellungen rund um das Thema Glas, die in unterschiedlichen Workshopformaten diskutiert und weiterentwickelt werden.

Dabei zeichnet sich das Netzwerk durch ein motiviertes, offenes und aktives Miteinander aus. Der Austausch ist von Vertrauen geprägt und gelingt ohne Vorbehalte oder Konkurrenzdenken - eine wichtige Voraussetzung dafür, neues Wissen zu gewinnen und ein besseres Verständnis für vor- und nachgelagerte Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette zu entwickeln.

BMWE

Gleichzeitig bieten die Netzwerktreffen nicht nur Raum für fachliche und technische Themen, sondern auch für persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse. Ein besonderes Highlight war beispielsweise ein Treffen an der Glasfachschule Hadamar, bei dem die Teilnehmenden selbst in den Ausbildungswerkstätten aktiv werden konnten, etwa beim Bemalen oder Bearbeiten von Glas.

Gemeinsam an Innovationen für morgen arbeiten

Im Netzwerk stehen die Initiierung und Umsetzung gemeinsamer Innovationsprojekte im Mittelpunkt. Dafür haben sich die Unternehmenspartner in verschiedenen Projektkonsortien zusammengeschlossen, um gemeinsam mit der TU Darmstadt an zukunftsweisenden Themen zu arbeiten.

Dazu zählen u.a. der Einsatz von Dünnglas in der Architektur, neue Ansätze in der Kantenbearbeitung sowie die Entwicklung eines thermisch-chemischen Verfestigungsverfahrens. Auch die Prüfung und Bemessung von Glasprodukten wird im Netzwerk weitergedacht - etwa durch den Einsatz neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz.

Auf diese Weise entstehen aus dem engen Austausch der Netzwerkpartner konkrete Projekte und aus unterschiedlichen Perspektiven neue Ideen. So wird NextGlass zu einem Ort, an dem gemeinsame Anstrengungen Innovationen für die Glasbranche von morgen hervorbringen. 

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