„In der Praxis sehen wir zunehmend, dass Lärmschutz nicht mehr als Zusatzanforderung verstanden wird, sondern als fester Bestandteil moderner Architekturplanung. Entscheidend ist dabei die Kombination aus Bauphysik, Dichtungstechnik und Systemstabilität", sagt Dennis Schneider, Geschäftsführer der Sunflex Aluminiumsysteme GmbH.
Sein Unternehmen bietet Verglasungssysteme mit erhöhten Schallschutzwerten an. Das Ganzglas-Schiebe-Dreh-System SF25 erreicht eine Luftschalldämmung von bis zu 34 Dezibel, das Falt-Schiebe-System SF55 dämmt mit entsprechendem Schallschutzglas bis zu 36 Dezibel. Die Systeme richten sich an Bauherren und Planer in lärmbelasteten urbanen Lagen, die großflächige Verglasungen realisieren möchten.
Sunflex Aluminiumsysteme GmbH
Das SF25-System setzt auf eine rahmenlose Konstruktion mit präzise geführten Glaselementen, die im geschlossenen Zustand flächig aneinander geführt werden und so definierte Dichtungsebenen schaffen. Das System eignet sich besonders für Balkon- und Loggienverglasungen an stark befahrenen Straßen.
Das SF55-System ist für größere Öffnungsbreiten und stärker beanspruchte Bereiche konzipiert. Durch mehrfach geführte Flügelpakete, umlaufende Dichtungsebenen und eine stabile Rahmenkonstruktion lassen sich auch größere Glasflächen schließen und akustisch abschirmen. „Das Falt-Schiebe-System SF55 ist dagegen auf größere Öffnungsbreiten und stärker beanspruchte Bereiche ausgelegt.
Durch mehrfach geführte Flügelpakete, umlaufende Dichtungsebenen und eine stabile Rahmenkonstruktion lassen sich auch größere Glasflächen sicher schließen und akustisch wirksam abschirmen. Es erreicht eine Luftschalldämmung von ca. 36 Dezibel mit einem entsprechenden Schallschutzglas und ermöglicht gleichzeitig eine nahezu vollständige Öffnung der Front, was gerade bei Wintergärten oder großflächigen Übergängen zwischen Innen- und Außenraum relevant ist", so Schneider.
Die Bedeutung von Lärmschutz wächst
Hintergrund der Produktentwicklung ist nach Darstellung von Sunflex eine wachsende Nachfrage nach Lärmschutz im Wohnungsbau. Verkehr auf stark befahrenen Straßen, dichtere Bebauung und lebendige Innenstädte führten dazu, dass Lärm für viele Menschen im Alltag zu einer zunehmenden Belastung werde. Gleichzeitig verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause und legen größeren Wert auf ein ruhiges Wohnumfeld.
Herkömmliche Isolierglasfenster liegen meist bei etwa 30 bis 32 Dezibel. Zum Vergleich: Eine normale Unterhaltung liegt bei etwa 60 Dezibel, Stadtverkehr erreicht häufig rund 70 bis 80 Dezibel. Eine Reduzierung um 10 Dezibel wird vom menschlichen Gehör ungefähr als Halbierung des Lärms wahrgenommen.
Entscheidend für die Schalldämmung sind mehrere Faktoren: die Dicke der Glasscheiben, asymmetrisch aufgebaute Mehrfachverglasungen, spezielle Schallschutzfolien sowie dicht schließende Rahmen und Anschlüsse. Auch der Abstand zwischen einzelnen Glasscheiben kann beeinflussen, wie gut unterschiedliche Geräusche abgeschirmt werden.
Besondere Anforderungen bei großen Glasflächen
Große Fensterfronten, Balkonverglasungen, Wintergärten oder transparente Raumtrennungen liegen weiterhin im Trend – sowohl im Neubau als auch bei der Modernisierung. Sie schaffen helle Räume und fließende Übergänge zwischen innen und außen.
Gleichzeitig stellen sie beim Schallschutz höhere Anforderungen als massive Wände. Je größer die Glasfläche, desto wichtiger ist die präzise Abstimmung aller Komponenten.