Auf der glasstec zeigt Satinal aktuelle Entwicklungen bei EVA-Zwischenschichten, gestalterischen Verbundglas-Lösungen sowie Anlagen für die Glaslaminierung und das chemische Vorspannen.
EVA mit globaler EPD: Im Mittelpunkt steht die EVA-Zwischenschicht Strato, für die Satinal eine globale Umwelt-Produktdeklaration (EPD) veröffentlicht hat – sowohl für die Strato Glass Interlayers als auch für die Strato Solar PV Encapsulants. Die Nachweise basieren auf verifizierten EPD- und HPD-Daten und dokumentieren die mechanischen und optischen Eigenschaften des Materials in Verbindung mit dem ökologischen Fußabdruck.
Die Daten sind vollständig nachvollziehbar und beruhen auf einer europäischen Lieferkette, die über mehrere Jahre in Zusammenarbeit mit internationalen Chemiepartnern aufgebaut wurde. Für Architekten, Fachplaner, Glasverarbeiter und Folgegewerke ergeben sich damit unter anderem Anknüpfungspunkte für die LEED-Zertifizierung nachhaltiger Bauprojekte. Die gesamte Strato-Reihe wird am Satinal-Hauptsitz in Italien gefertigt.
Darüber hinaus zeigt Satinal die Strato-Kollektion mit 20 Farben und Oberflächen sowie strukturellen Zwischenschichten. Damit lässt sich Standard-Sicherheitsglas in individuell gestaltete Anwendungen für Fassaden, Innenausbau und Objektbau überführen.
Anlagen für Laminierung und für chemisches Vorspannen
Bei den Anlagen präsentiert Satinal einen TK Chemical Temper-Ofen für das chemische Vorspannen von Glas. Die Anlage ist auf die Festigung ultradünner Gläser und komplexer Geometrien ausgelegt und liefert eine hohe mechanische Belastbarkeit ohne optische Verzerrungen.
Zudem wird am Stand ein TK Lamijet 02 Hybrid PRO von Maschinenbauer TK (www.tkitaly.com) präsentiert. Der Laminierofen verfügt über eine Kammer mit zwei Ebenen und ein hybrides Heizsystem, das Strahlungs- und Konvektionswärme kombiniert. Dies sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung über die gesamte Glasoberfläche und ermöglicht kurze Prozesszyklen bei hochtransparentem Ergebnis.
Neue Ofengeneration mit Drei-Kammer-Konfiguration
Als jüngste Entwicklung wird der Lamijet Hybrid PRO 04-3C vorgestellt. Die Anlage wurde für einen nordamerikanischen Kunden konzipiert und auf dessen Werkslayout zugeschnitten. Sie verbindet ein Hybridsystem aus Strahlung und Konvektion mit Systemen zur schnellen Aufheizung und Abkühlung. Zentrales Merkmal ist die Drei-Kammer-Konfiguration, die drei Öfen in einer Anlage integriert: Die untere Kammer ist mit zwei Trays ausgestattet, die beiden weiteren Kammern jeweils mit einem Tray. So lassen sich unterschiedliche Laminierzyklen parallel ausführen, für kürzere Prozesszeiten und höhere Produktionsvolumen.
Darüber hinaus führt ein Team von TK-Technikern Live-Demonstrationen zu den Vorbereitungsschritten der Verbundglasherstellung durch. Zu sehen ist zudem ein in Italien gefertigter Silikon-Vakuumsack-Laminierofen im Betrieb.
Nach Unternehmensangaben betreut TK derzeit über 290 Kunden in mehr als 70 Ländern und bietet weltweit einen 24/7-Support an.