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Soudal HT-Butyl

Formstabile Butyl-Lösung bis 120 °C

Am Soudal-Stand präsentiert das Team um Jörg Schollenberger, Key Account Manager Window Industry, eine neue hochtemperaturbeständige Butyl-Lösung für die Primärversiegelung von Isolierglas. Hinzu kommen Produkte für das Direct Glazing sowie abgestimmte Kleb- und Dichtstoffsysteme für die verschiedenen Prozessschritte. In Live-Vorführungen können die Besucher die Produkteigenschaften direkt nachvollziehen.

„Für Soudal ist die glasstec eine wichtige Plattform“, betont Jörg Schollenberger. Soudal will sich im Isolierglas stärker positionieren und Erfahrungen aus anderen chemischen Anwendungsfeldern für diesen Markt nutzbar machen.

Steigende Temperaturen beim Randverbund

Eine aktuelle technische Herausforderung ist die Temperaturbeständigkeit des Isolierglas-Randverbunds. Schollenberger: „Wir sehen zwei wesentliche Herausforderungen für den klassischen Isolierglas-Randverbund: den Trend zu dunklen, schwarzen oder anthrazitfarbenen Fensterrahmen und die im Sommer immer höheren Temperaturen.“ Dies führe zu einer stärkeren thermischen Beanspruchung des Randverbunds und könne die langfristige Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen, werden nicht die passenden Produkte eingesetzt.

Eine besondere Rolle spielt dabei das Butyl der Primärversiegelung. Als thermoplastischer Werkstoff kann es sich bei hohen Temperaturen verformen und verfügt – anders als ein elastischer Sekundärdichtstoff – nur über ein begrenztes Rückstellvermögen. Eine dauerhafte Verformung kann so die Funktion des Randverbunds beeinträchtigen.

Hier setzt das neue HT-Butyl von Soudal an. „Unser hochtemperaturbeständiges Butyl bleibt bis zu 120 °C in der Butylschnur des Randverbunds formstabil“, so Jörg Schollenberger.

Für den Isolierglas-Hersteller erfolgt die Umstellung ohne grundlegende Veränderungen im Produktionsprozess: „Bei der Applikation ändert sich ­quasi nichts. Die Produktionsbedingungen sind praktisch identisch mit denen eines Standard-Butyls.“ Das Material werde weiterhin bei etwa 140 bis 160 °C extrudiert.

Wie sich unterschiedliche Butyl-Materialien bei steigenden Temperaturen verhalten, zeigt Soudal auf der glasstec mit einem Penetrationstest. Verglichen werden ein Standard-Butyl, das neue HT-Butyl und ein weiteres, weniger hitzebeständiges Material. Die Demonstration soll die Produkteigenschaften sichtbar machen, sowie auch zeigen, wie sich durch die Auswahl geeigneter Materialien die Prozess- und Produktsicherheit erhöhen lässt.

Entscheidend ist für Jörg Schollenberger vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Materialien. Primär- und Sekundärversiegelung müssten ebenso aufeinander abgestimmt sein wie die später eingesetzten Kleb- und Dichtstoffe: „Im kompletten Ablauf müssen alle Dicht- und Klebstoffe miteinander kompatibel sein. Wir stellen das gesamte Produktportfolio zur Verfügung – von der Glasveredelung und Isolierglasfertigung über die Fensterfertigung bis hin zum Einbau und zur Abdichtung des Fensters am Gebäude.“

Foto: Soudal

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