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Automatisierte CNC-Fertigung für Schwingfenster

Vom Nischenprodukt zum Serienfenster

Gretsch-Unitas hat gemeinsam mit der Kooperationsgruppe Fenster und Türen für das Handwerk (KFTH) eine CNC-basierte Fertigungslösung für Schwingfenster entwickelt, die alle Bearbeitungsschritte vollautomatisiert in einem Durchlauf erledigt. Die neue Produktionsmethode macht Schwingfenster mit den Beschlagsystemen Unitas 7 Bo und Unitas 10 erstmals wirtschaftlich für die Serienfertigung.

Bisher galten Schwingfenster als technisch anspruchsvoll und wenig rentabel, da manuelle Bearbeitungsprozesse, komplizierte Falzwechsel und hoher Justieraufwand die Produktion zeitaufwendig und kostenintensiv machten. Das neue CNC-Verfahren eliminiert diese Probleme: Alle notwendigen Bearbeitungen wie Falzwechsel oder Bohrbilder erfolgen präzise und wiederholgenau auf der CNC-Anlage. Manuelle Anpassungen oder zusätzliche Fräsungen entfallen vollständig.

Für holzverarbeitende Betriebe bedeutet diese Prozessumstellung einen erheblichen Effizienzgewinn. Die CNC-gesteuerte Fertigung sorgt für messbar höhere Qualität und reduziert den Arbeits- und Zeitaufwand in der Produktion erheblich. Die Fertigung wird skalierbar, ohne dass Verarbeiter Abstriche bei Individualität, Funktionalität oder Design machen müssen.

Schwingfenster mit Vorteilen

Schwingfenster überzeugen durch technische Eigenschaften, die besonders in öffentlich genutzten Gebäuden wie Schulen, Kitas oder ­Verwaltungsbauten gefragt sind: ­hohe ­Lüftungseffizienz, barrierearme Bedienbarkeit, große Flügelmaße bis 300 Kilogramm sowie eine flächenbündige Ausführung. Auch die Reinigbarkeit von innen, selbst bei großen Flügeln, ist ein starkes Argument.

Die neue CNC-Fertigungslösung eröffnet holzverarbeitenden Betrieben einen neuen Zugang zu diesem Fensterkonzept. Die Integration in bestehende Fertigungslinien, kombiniert mit durchdachten Beschlagsystemen und technischer Unterstützung, schafft die Grundlage für eine wirtschaftliche Umsetzung auch anspruchsvoller ­Projekte.

Praxistest im Schulbau erfolgreich

Ein Anwendungsbeispiel liefert das Projekt PET München, der Neubau des Erich-Kästner-Gymnasiums. Hier setzt die Firma Neumayr hochwertige Holz-Aluminiumfenster ein – darunter auch zahlreiche Schwing- und Wendefenster. „Gerade bei Schwingfenstern war es extrem schwierig, einen Partner zu finden, der unsere Anforderungen an Sicherheit, Langlebigkeit und technische Umsetzbarkeit erfüllen kann. Mit Gretsch-Unitas hatten wir von Anfang an einen kompetenten und lösungsorientierten Ansprechpartner an unserer Seite“, so das Projektteam von Neumayr.

In den verbauten Schwingfenstern kommt der GU-Beschlag Unitas 8 mit Deckleisten zum Einsatz. Gretsch-Unitas ergänzte die Fensterlösungen um abgestimmte Türsysteme aus dem eigenen Sortiment, darunter Secury-Mehrfachverriegelungen und Ausführungen mit Panik-E-Funktion. Zusätzlich kamen Drehkipp-Fenster mit GU-Beschlag zum Einsatz.

Die ersten Fensterlieferungen sind bereits auf der Baustelle eingetroffen und wurden montiert. Das Projekt zeigt, dass Schwingfenster auch heute eine funktionale und ästhetische Lösung für anspruchsvolle Bauvorhaben darstellen.

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