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Rosenheim erleichtert den Marktzugang für Fenster- und Türenhersteller in Nordamerika

ift Rosenheim

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Wer Fenster und Türen in den USA oder Kanada auf den Markt bringen will, braucht meist Prüfergebnisse nach dem North American Fenestration Standard (NAFS). Für Hersteller aus Deutschland und Europa bedeutete das bisher meist eine aufwändige Abstimmung mit Prüflaboren in Nordamerika.

Seit Juli 2026 ist das Ift Rosenheim dafür von der kanadischen Stelle Standards Council of Canada (SCC) offiziell für Prüfungen nach NAFS, ASTM- und AAMA-Standards akkreditiert. Zertifizierungsstellen in Nordamerika können die System- und Objektprüfungen des Ift Rosenheim anerkennen. Das erleichtert Herstellern aus Deutschland und Europa den Marktzugang und spart Zeit und Geld, weil Reise- und Transportkosten für Prüfungen auf die andere Seite des Atlantiks entfallen.

Michael Breckl-Stock, Technischer Geschäftsführer des Ift Rosenheim, erklärt: „Die neue Akkreditierung unterstreicht unseren Anspruch, unseren Kunden in Europa einen weltweiten Marktzugang zu ermöglichen. Wer sowohl für den europäischen als auch den nordamerikanischen Markt prüfen lassen möchte, findet beim Ift Rosenheim beide Leistungen unter einem Dach.“

Standard ordnet Produkte nach Einsatz

NAFS ist die wichtigste Norm für Fenster, Türen sowie Dachverglasungen in Nordamerika und stellt Anforderungen an die Bauteile, ähnlich wie die europäische Produktnorm EN 14351-1. Prüfungen werden nach ASTM- und AAMA-Standards durchgeführt.

NAFS unterteilt die Produkte je nach Einsatzbereich in Leistungsklassen (Performance Classes):

- R steht für Ein- und Zweifamilienhäuser.

- LC gilt für größere Mehrfamilienhäuser und leichte Gewerbebauten.

- CW umfasst niedrige und mittelhohe Büro- und Gewerbegebäude.

- AW gilt für Hochhäuser und architektonisch anspruchsvolle Fassaden, bei denen eine häufige und extreme Beanspruchung der Fenster und Türen zu erwarten ist.

Innerhalb jeder Klasse beschreibt der Performance Grade, welcher maximalen Druckbelastung ein Bauteil standhält. In allen Klassen sind Prüfungen auf Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit und Windlasten verpflichtend. Bei den höheren Leistungsklassen CW und AW kommen weitere Anforderungen hinzu.

Hier zu sehen: Die Urkunde zur Akkreditierung.

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Hier zu sehen: Die Urkunde zur Akkreditierung.

Prüfprogramme abgestimmt

Welche Anforderungen Fenster und Türen in einem Bundesstaat oder für ein konkretes Bauvorhaben erfüllen müssen, klärt der Hersteller im Vorfeld. Das Ift Rosenheim übernimmt dann die Probekörper-Auswahl, die Abstimmung des Prüfprogramms sowie die Prüfdurchführung. Am Institut werden derzeit am meisten Prüfungen nach Leistungsklasse CW nachgefragt.

Akkreditierung beschleunigt die Abwicklung

Bisher konnte das Ift Rosenheim bereits NAFS-Prüfungen durchführen, die dann durch Kooperationen mit einzelnen Zertifizierungsstellen akzeptiert wurden. Mit der offiziellen Akkreditierung durch SCC sind Prüfungen nach über 20 der wichtigsten Verfahren aus der NAFS am ift Rosenheim möglich, beispielsweise nach ASTM E 283, E 330, E 331 oder E 1233.

Mit dem Prüfbericht des Ift Rosenheim können Kunden mit der Zertifizierungsstelle zusammenarbeiten, die ihren Markt- und behördlichen Anforderungen in Nordamerika am besten entspricht. Herstellern erleichtert die Akkreditierung die Abstimmung und beschleunigt die Abwicklung, da der lange Transport der Probekörper zu einem Prüflabor in die USA oder nach Kanada entfällt.

Quelle: ar / Ift Rosenheim