Als erster Beschlaghersteller lässt die Roto Frank Fenster- und Türtechnologie GmbH ihr komplettes Aluminium-Beschlagportfolio nach dem Cradle to Cradle Certified Standard zertifizieren.
Die Beschlagprogramme „AL“ und „AL Designo“ für Aluminium-Drehkippfenster mit Euronut tragen künftig das Zertifikat C2C Certified Full Scope Bronze gemäß Version 4.1.
Das Zertifikat bewertet alle Produkte und Werke in fünf Kategorien: Materialgesundheit, Produktzirkularität, Clean Air & Climate Protection, Wasser- und Bodenmanagement sowie soziale Fairness. Der Zusatz „Full Scope“ bedeutet, dass alle zertifizierten Produkte in sämtlichen fünf Kategorien mindestens die Mindestanforderungen des Standards erfüllen. In die Zertifizierung einbezogen wurden auch die zuletzt neu eingeführten verdeckten Bandseiten „Designo STS“ und „Designo STS 180°“.
Für Aluminiumfensterhersteller ergibt sich aus der Zertifizierung ein vereinfachter Zugang zu geprüften Produktinformationen. Daten, die bislang aufwendig zusammengetragen werden mussten, liegen bewertet und strukturiert vor. Bei Ausschreibungen, Gebäudezertifizierungen oder Nachhaltigkeitsbewertungen können Verarbeiter auf diese Informationen zurückgreifen – das reduziert den Aufwand und beschleunigt Prozesse.
Matthias Nagat, Leiter Vertrieb und Produktmanagement Aluvision bei Roto, verweist auf die Relevanz für Gebäudezertifizierungen: „Ein C2C Certified Fenstersystem ist ein echter Wettbewerbsvorteil bei allen Projekten, in denen eine Gebäudezertifizierung nach DGNB, LEED oder BREEAM geplant ist, was heute international für sehr viele Investorenprojekte gilt.“
Das Cradle to Cradle Konzept (von der Wiege zur Wiege) betrachtet alle Materialien als Wertstoffe. Gebrauchsgüter wie Beschläge und Fenster sollen am Ende ihrer Nutzung zerlegt und ohne Downcycling für die Herstellung neuer Produkte in gleicher Qualität wiederverwertet werden können. Geprüft wird dabei auch, ob die eingesetzten Materialien unschädlich und sicher für Mensch und Umwelt sind. Bei der Herstellung soll möglichst Energie aus regenerativen Quellen genutzt werden. Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und Böden sowie fairer Umgang mit Menschen in der Lieferkette fließen ebenfalls in die Bewertung ein.
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