Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Forel: Gut gerüstet für die nächsten 50 Jahre

GW – Herr Vianello, wie gut ist Forel aufgestellt?

Riccardo Vianello – Sehr gut. Unsere vertikalen Maschinen sind technologisch sehr stark. Das ist die Grundlage für unseren Erfolg. Entscheidend ist jedoch, dass unsere Kunden, die Glasverarbeiter, den Mehrwert und die Qualität unserer Anlagen wirklich verstehen.

GW – Deshalb sind Sie auch mit eigenen Niederlassungen in verschiedenen Ländern vertreten?

Vianello – Genau. Das ist einer der Gründe, warum wir Niederlassungen in verschiedenen Ländern haben. Wir müssen nah am Kunden sein, das ist der Schlüssel, um erfolgreich zu sein. Wir wollen den Kunden verstehen, nur so können wir für ihn die passenden Produkte anbieten. Eine unserer ersten wichtigen Maschinen war der Edge Grinder. Damals konnte er Dinge, die andere Anlagen nicht konnten. Das war ein wichtiger Schritt für uns. Und in diesem Sinn arbeiten wir auch heute noch, wir wollen Anlagen anbieten, die mehr können. Und daran arbeiten wir konstant. Deshalb ist der deutsche Markt für uns so wichtig, denn er ist sehr anspruchsvoll, weshalb wir jetzt auch in Deutschland mit Forel North Europe eine eigene Niederlassung haben. Und wir sind sehr froh, dass dort Stéphane Soudais unser Team leitet. Er ist sehr kompetent und kennt den deutschen Markt sehr gut.

Forel CEO Riccardo Vianello

Matthias Rehberger / GW

Forel CEO Riccardo Vianello

GW – Was macht Deutschland so anspruchsvoll?

Vianello – Die deutschen Glasverarbeiter sind sehr kritisch – im positiven Sinne. Sie fordern uns, und das hilft uns, besser zu werden. Dazu muss man gut zuhören können, um die Kunden wirklich zu verstehen, sonst funktioniert es nicht. Und wir freuen uns, dass wir heute unsere Anlagen bei hochkarätigen Glasverarbeitern in Deutschland positioniert haben.

GW – Wie schätzen Sie die Entwicklungen bei dem neuen Dünnglas-ISO ein?

Vianello – Das ist ein sehr spannendes Thema für die Zukunft. Daran arbeiten wir bereits seit einiger Zeit und halten auch ein Patent für die ISO-Fertigung (ab 0,5 mm Mittelscheibe). Wir setzen dabei auf ein System mit einer Mittelscheibe ab 1 mm Dicke, denn ist die Mittelscheibe dünner, wird die Isolierglas-Fertigung sehr komplex. Ab etwa 1 mm wird es deutlich einfacher und kann auch mit unseren Standardanlagen verarbeitet werden, ohne dass ein ISO-Hersteller seine komplette Produktion umstellen muss. ( … )

Wir wollen den Kunden verstehen, nur so können wir für ihn die passenden Produkte anbieten.

Forel CEO Riccardo Vianello

GW – Wie sieht Ihre langfristige Strategie aus?

Vianello – Generell geht die Entwicklung klar weiter in Richtung Automatisierung. Unser Ziel sind vollautomatische Maschinen, denn qualifizierte Bediener sind für die Glasverarbeiter immer schwerer zu finden. Deshalb müssen wir Systeme entwickeln, die den Bediener unterstützen und Prozesse weiter automatisieren. Durch Automatisierung erreichen wir eine gleichmäßigere und konstante Qualität der bearbeiteten Gläser. Zudem verbessert sie auch die Effizienz. ( … )

GW – Wie blicken Sie auf die Zukunft von Forel?

Vianello –  Optimistisch und mit offenen Augen. Es gibt viele Märkte, in denen wir noch nicht aktiv sind, und viele technische Herausforderungen. Genau das ist das Spannende. Man muss vorausdenken und gute Ideen haben. Und neue Ideen kommen von Mitarbeitern, die motiviert sind, und genau diese Menschen machen den Unterschied. ( … )

Das Interview führte Matthias Rehberger

Das vollständige Interview lesen Sie in der GW 07/2026. Sie erhalten das Heft noch  nicht? Klicken Sie einfach hier.

Matthias Rehberger / GW