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Frener & Reifer Fassadenbau: Gläserner Kristall auf der Loreley

Fast 16 Meter lang, 8 Meter hoch, über 12 Meter breit: Die Dachkonstruktion der neuen Ausstellungshalle auf der Loreley macht das Gebäude zu einem faszinierenden Bauwerk. Gefräste Freiform-Knoten verbinden lasergeschweißte Primär- und Sekundärträger, auf denen die Gläser fixiert sind. Für die Umsetzung zeichneten die Metall- und Fassadenbauexperten von Frener & Reifer verantwortlich. Deren Leistungsumfang umfasste die digitale 3D-Planung, Fertigung und Montage der komplexen Struktur.

Lars Gruber / Frener&Reifer

Fertigung und Montage

Die Planung erfolgte vollständig im digitalen Modell, um statische, bauphysikalische und fertigungstechnische Anforderungen exakt umzusetzen. Einzelne massive Stahlknoten – bis zu 330 kg schwer, max. 700 × 500 mm groß – verbinden Träger in unterschiedlichen Winkeln und Neigungen.

Nach der Werkstattfertigung wurde das Tragwerk vormontiert, in transportfähige Segmente zerlegt und vor Ort errichtet. Darauf folgte die Montage der Glasflächen.

Welche Gläser verbauten Frener & Reifer?

Die Verglasung der Dachkonstruktion besteht aus 2-fach-Isoliergläsern mit je zwei VSG-Scheiben. Jede Scheibe der dreieckigen Glasflächen ist individuell dimensioniert. Die größte Einzelglasscheibe hat eine Kantenlänge von 5 m, eine Fläche von 8 m² und wiegt 650 kg. Insgesamt wiegen die 102 Gläser 28 t.

Für die Montage der Überkopf- und Überhangverglasung war ein spezielles Raumgerüst erforderlich. Eine projektspezifische Lösung ermöglichte es erstmals, auf die in Deutschland üblichen Nothalter zu verzichten. 

So sind die geklebten Gläser gelagert

Die 2-fach-Isoliergläser bestehen aus zwei VSG-Scheiben und sind allseitig linienförmig auf EPDM-Profilgummis gelagert. Im Scheibenzwischenraum werden sie mittels Glashalter (Toggles) fixiert.

Diese Halter greifen in ein U-Profil innerhalb der Randverbundklebung, um sichtbare mechanische Befestigungen im Außenbereich zu vermeiden. Für die Montage wurden insgesamt 1900 Toggle-Halterungen verwendet, davon 56 unterschiedliche Formate.

Lars Gruber / Frener&Reifer

Die Lagerung der Fassadengläser erfolgt differenziert: Im oberen/vertikalen Bereich sind die Gläser linienförmig in Eigengewicht- und Winddruckrichtung gelagert.

Im unteren/überhängenden Bereich sind die Glas-Einheiten in Richtung Eigengewicht- und Windsog über Glashalter gelagert.

Ohne Vogelschutz geht es nicht

Zum Vogelschutz sind die Gläser mit einem integrierten Punktraster versehen. 3D-Folien im VSG tragen spiegelnde Aluminiumpunkte (Ø 9 mm, Abstand 90 mm) und reduzieren so das Kollisionsrisiko.

Josef Hilpold, Lead Engineering und Team Leader Design bei Frener & Reifer: „Für mich war das Highlight dieses Projekts die technische Herausforderung und die Möglichkeit, Teil des Projektteams zu sein, mit dem wir diese spektakuläre Geometrie umsetzen durften. Es war faszinierend zu sehen, wie ein solches Projekt Schritt für Schritt wächst und zur Vollendung gelangt.“

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer

Lars Gruber / Frener&Reifer