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Saint-Gobain Glass | Kvadrat Shade

SGG: So leisten Fassaden mehr

Im Fokus der gemeinsamen Untersuchung steht die kombinierte Wirkung von Hochleistungs-Verglasung und innenliegendem Sonnenschutz innerhalb der Gebäudehülle. Dabei bringt Saint-Gobain Glass seine umfassende Expertise bei der Entwicklung hochselektiver Sonnenschutzverglasungen ein, die solare Einträge bereits auf Glasebene begrenzen und zugleich eine hohe Tageslichttransmission ermöglichen, wie Gläser der Cool-Lite-Xtreme Serie.

Der dänische Textilspezialist Kvadrat Shade ergänzt diesen Ansatz durch innenliegenden metallisierten Sonnenschutz aus der Clearview Produktfamilie. Die metallisierten Textilien reflektieren einen großen Anteil der Solarstrahlung, reduzieren die diffuse Transmission für einen wirksamen Blendschutz und ermöglichen zugleich eine kontrollierte Durchsicht.

Vergleich des jährlichen Energieverbrauchs eines Gebäudes für Heizung, Kühlung und Beleuchtung – abhängig von der Fassadengestaltung.

Saint-Gobain Glass | Kvadrat Shade

Vergleich des jährlichen Energieverbrauchs eines Gebäudes für Heizung, Kühlung und Beleuchtung – abhängig von der Fassadengestaltung.

Um die energetische Wirkung dieser Systemkombination belastbar zu bewerten, wurde im Rahmen der gemeinsam durchgeführten Performance-Analyse ein typisches Büro-Nutzungsszenario simulationsgestützt untersucht.

Die Berechnungen erfolgten für drei unterschiedliche Klimazonen – Madrid, Berlin und Stockholm – und bilden damit sowohl warme als auch gemäßigte europäische Klimabedingungen ab.

Welche Bewertungen wurden durchgeführt

Für die Bewertung der Gesamtenergieeffizienz wurde eine dynamische thermische Simulation durchgeführt. Dieser Ansatz ermöglicht eine genaue vergleichende Bewertung verschiedener Fassadenkonzepte. Diese Berechnungen erfolgen gemäß ISO 52022-3 bei senkrechtem Strahlungseinfall und unter Referenzbedingungen für den U-Wert sowie unter sommerlichen Randbedingungen für den g-Wert.

Zu beachten ist, dass die Norm ISO 52022-3 heranzuziehen ist, um die kombinierte Leistung von Verglasungen und Sonnenschutzvorrichtungen präzise zu bewerten, insbesondere bei Produkten mit speziellen Beschichtungen.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Vorteile der Kombination aus Sonnenschutzglas und innenliegendem metallisiertem Sonnenschutz. In warmen Klimazonen wie Madrid wies sie die niedrigsten jährlichen Energieverbräuche aller untersuchten Fassadenkonzepte auf.

Energieperformance im Vergleich: In Madrid erzielt die Kombination aus Sonnenschutzverglasung und innenliegendem metallisiertem Sonnenschutz die niedrigsten jährlichen Energieverbräuche; in Berlin und Stockholm liegt sie maximal fünf Prozent über der jeweils besten Vergleichslösung.

Saint-Gobain Glass | Kvadrat Shade

Energieperformance im Vergleich: In Madrid erzielt die Kombination aus Sonnenschutzverglasung und innenliegendem metallisiertem Sonnenschutz die niedrigsten jährlichen Energieverbräuche; in Berlin und Stockholm liegt sie maximal fünf Prozent über der jeweils besten Vergleichslösung.

Gegenüber Varianten mit Low-E-Glas in Kombination mit innenliegendem Sonnenschutz lag der Kühlenergiebedarf, je nach Konfiguration, um bis zu 60 % niedriger. Und: In Berlin und Stockholm lag die Gesamtenergie-Performance lediglich bis zu 5 % über der jeweils besten Referenzlösung mit außenliegendem Sonnenschutz – bei gleichzeitig geringerem Verschattungsbedarf über das ganze Jahr hinweg.

Tageslicht und Komfort

Neben der energetischen Bewertung wurden auch Komfort- und Nutzungsaspekte untersucht. Der Anteil der Nutzungszeit mit Überhitzungsrisiken (operative Temperatur > 27 °C gemäß ASHRAE 55, vergleichbar mit EU-Komfortkriterien nach EN 16798-1) lag bei der Systemkombination in allen betrachteten Klimazonen unter 5 % und damit auf einem Niveau vergleichbar mit außenliegenden Sonnenschutzsystemen.

Darüber hinaus wurde ein deutlicher Vorteil bei der Verfügbarkeit von Tageslicht nachgewiesen: Durch die hochselektive Sonnenschutzverglasung musste der außenliegende Sonnenschutz deutlich seltener aktiviert werden, was zu einer höheren Tageslichtautonomie (sDA) führte und zugleich längere Zeiträume mit freiem Ausblick ermöglichte. Besonders deutlich fiel dies in den nördlichen Klimazonen ins Gewicht.

Die Bewertung der visuellen Behaglichkeit beinhaltet die Beurteilung des Blendschutzes: Laut der Berechnung lagen die Zeiten mit unzumutbarer Blendung bei allen vier untersuchten Systemen bei unter 5 % der Nutzungszeit (EN 17037).

CO₂-Bilanz und Wirtschaftlichkeit

Nicht zuletzt wurden im Rahmen der Analyse auch ökologische und ökonomische Auswirkungen der unterschiedlichen Fassadenkonzepte verglichen. Fassaden mit innenliegendem metallisiertem Sonnenschutz wiesen dank des geringeren Materialverbrauchs einen um rund 6 % geringeren gebundenen CO₂-Ausstoß auf als Systeme mit außenliegender Verschattung.

Die Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass sich der gebundene CO₂-Fußabdruck durch reduzierte konstruktive Komponenten des Innenbeschattungssystems deutlich senken lässt.

Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus: Über einen Betrachtungszeitraum von 50 Jahren zeigen Fassaden mit innenliegendem Sonnenschutz deutlich niedrigere Gesamtlebens-zykluskosten als Lösungen mit außenliegender Verschattung.

Saint-Gobain Glass | Kvadrat Shade

Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus: Über einen Betrachtungszeitraum von 50 Jahren zeigen Fassaden mit innenliegendem Sonnenschutz deutlich niedrigere Gesamtlebens-zykluskosten als Lösungen mit außenliegender Verschattung.

Ein Beispiel: Durch die Minimierung von Hardwareteilen, etwa bei innenliegenden Sonnenschutzlösungen mit reduziertem Systemaufbau, konnte im Vergleich zu klassischen Kassettensystemen eine CO₂-Reduktion von rund 38 Prozent erreicht werden. Optional ließe sich durch den Einsatz von Low-Carbon-Glas (z. B. Oraé) der CO₂-Fußabdruck der Verglasung um rund 42 % senken (bzgl. dem Saint-Gobain Basisglas in Europa).

Vor allem die konstruktiven Vorteile wirken sich auch wirtschaftlich aus. Die Investitionskosten der untersuchten Fassadenkonzepte mit innenliegender Verschattung lagen rund 20 % niedriger als bei Lösungen mit außenliegendem Sonnenschutz. Über einen Betrachtungszeitraum von 50 Jahren konnten die Gesamtlebenszykluskosten um bis zu 40reduziert werden, insbesondere aufgrund geringerer Wartungs- und Instandhaltungskosten.

Das zeigt die Analyse von Saint-Gobain Glass und Kvadrat Shade

Ein abgestimmtes Fassadensystem aus Sonnenschutzverglasung und innenliegendem metallisiertem Sonnenschutz eröffnet neue planerische Spielräume und sollte in einer frühen Entwurfsphase geprüft werden, denn dadurch lässt sich eine konsistent hohe Performance mit nachweislich wirtschaftlichen Vorteilen.