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Das erwartet die Besucher am Lisec-Stand

Lisec auf der glasstec 2026

Vom 20. bis 23.10.2026 präsentiert sich Lisec auf der glasstec unter dem Motto „65 years of experience – shaping the future“. In Halle 17, Stand A 64, zeigt der Flachglasspezialist als all.in.one:solutions-Anbieter aktuelle Trends und Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Flachglasverarbeitung.

Der führende Anbieter von Maschinen- und Software gibt auf der Messe einen umfassenden Einblick in sein Leistungsspektrum, von der Beratung über innovative Lösungen in der Glasbearbeitung bis hin zur durchgängigen digitalen Vernetzung.

Im Fokus stehen u. a. zukunftsweisende Lasertechnologien für eine effiziente und flexible Glasbearbeitung, leistungsstarke Lösungen im Bereich Isolierglas und thermoplastische Abstandhalter sowie intelligente Logistikansätze zur Optimierung von Materialfluss und Flächennutzung. Zu den zentralen Highlights zählen die live vorgeführte TPA Isolierglaslinie mit mehreren Neuentwicklungen, die Lasersystemlösung LSP-A unter dem Claim „2 Laser, 1 System“ sowie ein neu strukturiertes Service-Portfolio rund um Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität.

Abgerundet wird das Portfolio durch moderne Softwarelösungen, die Transparenz, Effizienz und Prozesssicherheit steigern, sowie durch ein ganzheitliches Serviceverständnis über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen hinweg.

Lisec auf der glasstec 2026
20.–23. Oktober 2026, Messe Düsseldorf Halle 17, Stand A 64

Lasertechnologie: Zwei Prozesse in einem System

Mit der LSP-A präsentiert Lisec eine Laserlösung, die zwei unterschiedliche Laserstrahlquellen in einer Anlage vereint und flexibel einsetzbar macht. Damit lassen sich Glasoberflächen strukturieren und funktionale Beschichtungen gezielt entfernen – Anwendungen, die mit konventionellen Verfahren nur eingeschränkt oder gar nicht realisierbar sind. Beide Prozesse arbeiten vollständig ohne Additive oder Verbrauchsmaterialien.

Die erste Laserstrahlquelle ist ein CO₂-Laser, der direkt auf das Glas wirkt und dieses je nach Einstellung mattiert oder graviert. Zentrale Anwendungen sind Vogelschutzglas mit punktförmigen Rasterstrukturen, dekorative Motive wie Schriften und Logos sowie rutschhemmende Gläser mit zertifizierter Rutschhemmung der Klassen R9 und R10.

Wir sind aktuell die ­Einzigen, die ­beide Laser­prozesse – ­Gravieren und ­Entschichten – in ­einer ­Anlage ­vereinen

Die zweite Strahlquelle ist ein Nahinfrarot-Laser (NIR) für das Entfernen von Beschichtungen, wobei das Glas selbst unberührt bleibt. So lassen sich extrem feine Gitterstrukturen von nur wenigen 20 μm in Signal- oder Heizgläser einbringen oder Spiegelschichten präzise entfernen.

Dazu erläutert Elias Leichtfried, Produktmanager Glass Processing bei Lisec, den zentralen Ansatz: „Der USP unserer Maschine ist, dass beide Laserprozesse in einem System kombiniert werden und dabei vollständig ohne Additive oder Verbrauchsmaterialien auskommen. Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, mit der sich sowohl Glasoberflächen strukturieren als auch funktionale Beschichtungen gezielt entfernen lassen.“

Beim Vogelschutzglas erreicht die LSP-A mit zwei simultan arbeitenden CO₂-Strahlquellen eine Leistung von rund 55 bis 60 m2 pro Stunde. Die Bearbeitung kann sowohl vor als auch nach dem Härten erfolgen, ohne die Glasfestigkeit zu beeinträchtigen. Die Anlage lässt sich vollautomatisch in bestehende Linien einbinden – häufig als Bypass-Lösung – oder als Einzelmaschine betreiben. Ausgeliefert wird sie als Laserschutzklasse-1-System, sodass kein zusätzlicher Laserschutz erforderlich ist.

Foto: Lisec

Foto: Lisec

TPA: Klarer Markttrend zu thermo­plastischen Abstandhaltern

Herzstück des Isolierglas-Auftritts ist die live gezeigte TPA Isolierglaslinie. Sie umfasst den TPA-Applikator zur Herstellung von Isolierglaselementen mit thermoplastischen Abstandhaltern, Lösungen für das Setzen starrer Abstandhalter sowie Technologien für die Sekundärversiegelung.

Neben Überarbeitungen langjähriger Maschinentypen feiern mehrere Neuentwicklungen ihr Debüt – darunter die neue FSI-A Rahmensetzstation sowie der neu entwickelte TPA-B Applikator. Die Entladung erfolgt automatisch mittels Roboter, der die fertigen Elemente an das vollautomatische Aushärte- und Sortiersystem Lisec IG-Sort übergibt.

Hintergrund ist ein deutlicher Markttrend, wie Albert Haider, Head of Product Management Insulating Glass bei Lisec, erläutert: „Da sich seit einigen Jahren ein klarer Markttrend in Richtung thermoplastischer Abstandhalter abzeichnet, bringt Lisec mit dem neuen TPA-Applikator eine konsequent weiterentwickelte Generation mit erweitertem Funktionsumfang auf den Markt. Die TPA-Technologie steht für eine hochwertige, langlebige und optisch ansprechende Produktqualität.“

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist der Eckverschluss, bei dem mittels Verschlusseinheit eine gasdichte, homogene Verbindung zwischen Anfangs- und Endpunkt der Applikation entsteht und gleichzeitig der Anforderung an eine saubere Optik sichergestellt wird. In Kombination mit dem neuartigen CleanCorner-System der SRP-A Versiegelungsanlage wird der hohe Anspruch an die Eckenausprägung sowohl von der Primärdichtung (TPA) als auch von der Sekundärdichtung (SRPA) erfüllt.

Abgerundet wird die Linie durch intuitive Bedienoberflächen und eine spürbar verbesserte User Experience auf Basis einer modernen, zukunftssicheren Softwarearchitektur.

Der erste TPA-Applikator von Lisec kam bereits 2015 auf den Markt; 2024 fiel der Startschuss für eine umfassende Neuentwicklung mit Fokus auf Zuverlässigkeit und Anlagenverfügbarkeit. Zur Vereinfachung des Betriebs und zur Qualitätssicherung setzt Lisec auf selbstregelnde Prozesse und KI-gestützte Prozessüberwachung.

Eine gleichbleibend hohe ­Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbs­faktor bei der Herstellung von ­Isolierglas

Albert Haider zur TPA Isolierglaslinie

Foto: Lisec

Albert Haider zur TPA Isolierglaslinie

Foto: Lisec

Service: Stabile Produktion und lange Anlagenlebensdauer

Auf der glasstec 2026 zeigt Lisec, welchen konkreten Beitrag Service zur Stabilität in der Glasproduktion leistet.

Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die auf zentrale Herausforderungen von Verarbeitern einzahlen: Verfügbarkeiten maximieren, Reaktionszeiten verkürzen und bestehende Anlagen effizienter nutzen. Dazu zählen Remote Services, strukturierte Wartungskonzepte, Trainingsprogramme sowie Angebote wie Longlife zur Verlängerung der technischen und wirtschaftlichen Anlagenlebensdauer.

Sebastian Göttlinger, Director International After Sales Service bei Lisec, macht deutlich, warum das Thema aktuell besonders wichtig ist: „Ein gut strukturierter Service entscheidet heute oft darüber, wie stabil eine Produktion läuft. In der Praxis sehen wir klar: Schnelle Ersatzteilverfügbarkeit, kurze Reaktionszeiten und regelmäßige Wartung haben direkten Einfluss darauf, ob eine Anlage steht oder weiterproduziert. Genau das erwarten Kunden heute – und genau darauf richten wir unsere Services aus.“

Ein zentraler Schwerpunkt ist der Remote-Service-Vertrag LiServ. Serviceanfragen werden priorisiert bearbeitet, ein direkter Remote-Zugriff ermöglicht schnelle Analysen, und Fehlerbehebungen erfolgen in vielen Fällen ohne Vor-Ort-Einsatz.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet die präventive Wartung, bei der Göttlinger noch deutlichen Handlungsbedarf bei vielen Betrieben sieht. Regelmäßige Wartung reduziert Ausfälle spürbar und erhöht die Planbarkeit im Betrieb.

Ebenso wichtig ist das Know-how der Bediener. Lisec bietet praxisnahe Schulungen vor Ort beim Kunden sowie Trainings im hauseigenen Lisec Trainingscenter in Österreich, das mit den modernsten Anlagen und Softwarelösungen ausgestattet ist.

Erstmals präsentiert Lisec auf der glasstec zudem neue Consulting-Leistungen: Mit dem Performance Check zeigt das Unternehmen, wie sich mehr Effizienz aus bestehenden Anlagen herausholen lässt, nicht nur durch Neuinvestitionen, sondern auch durch optimierte Abläufe oder angepasste Parameter.

Für unsere Kunden ist LiServ weniger ein Support­vertrag, sondern ein Mittel, um ­möglichst effizient produzieren und planen zu können.

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