Bohren, Senken und Fräsen von Vorder- und Rückseite, komplexe Ausschnitte mit integriertem Wasserstrahl und das alles in einer Aufspannung: Die proMD verbindet unterschiedliche Bearbeitungsstrategien in einer Anlage. Das patentierte Wasserkissen ermöglicht dabei eine berührungslose Bearbeitung im Werkzeugbereich, stabilisiert das Glas und unterstützt die Kühlung.
„Die Stärke der proMD liegt für mich in der Kombination der Technologien“, erklärt Franz Schachner, Geschäftsführer und Inhaber von systron. „Je nach Auftrag kann der Anwender entscheiden, welcher Bearbeitungsweg am effizientesten ist.“
Bei Serien mit vielen identischen Bohrungen spielen Bohrer und Fräser ihre Stärken aus. Bei wechselnden Durchmessern, Innenausschnitten oder komplexen Geometrien bietet der integrierte Wasserstrahl hohe Flexibilität und nahezu freie Konturwahl – unabhängig von Werkzeugdurchmessern.
Vom Herzstück zum starken Duo
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt glasmetall Günter Temmel in der Südsteiermark. Bereits 2021 investierte der Glasverarbeiter in eine systron 5027proHD. Seit Februar 2026 ergänzt eine 3525proMD mit WM Wasch- u. Trocknungsanlage die Produktion.
Gerade bei VSG ist Präzision entscheidend: Die Einzelscheiben müssen reproduzierbar und exakt deckungsgleich bearbeitet werden. Gleichzeitig wachsen bei Temmel die Anforderungen durch Sonderformen und anspruchsvolles Projektgeschäft.
Die neue Anlage hat deshalb schnell eine zentrale Rolle übernommen. „Die proMD ist mittlerweile eigentlich unsere Hauptanlage“, sagt Geschäftsführer Thomas Temmel. Besonders der Wasserstrahl hat sich im Produktionsalltag etabliert: „Wenn du den Wasserstrahl einmal in der Produktion hast, kannst du ihn dir eigentlich nicht mehr wegdenken.“
Von der Einzelmaschine bis zur Automation
Auf der glasstec zeigt systron am Messestand in Düsseldorf neben der proMD sein gesamtes Portfolio für die vertikale Glasbearbeitung und gibt Einblicke in unterschiedliche Automatisierungskonzepte. Denn auch die proMD lässt sich in weiterführende Produktionslösungen integrieren. Bei Temmel wurde bereits bei der Aufstellung berücksichtigt, dass die Linie später um Speicher- und Robotertechnik erweitert werden kann.
„Wir möchten auf der glasstec zeigen, welche Möglichkeiten die proMD heute für unterschiedliche Bearbeitungsaufgaben bietet und wie sich daraus individuelle Produktionskonzepte entwickeln lassen“, sagt Franz Schachner.