Sälzer
Die 6. Marburger Sicherheitstagen – organisiert von der Sälzer GmbH – am 9. und 10. September 2026 stellten aktuelle sicherheitspolitische Entwicklungen, die Resilienz von Unternehmen und Infrastrukturen sowie innovative technische Schutzlösungen in den Mittelpunkt. Unter dem Leitmotiv „Ganzheitliche Sicherheitslösungen – Fortschritt im Wandel“ diskutierten Expertinnen und Experten Herausforderungen und Lösungsansätze für die Sicherheit von Wirtschaft, Gebäuden und kritischen Infrastrukturen.
Die Veranstaltung zeigte, dass zukunftsfähiger Schutz nicht auf eine einzelne Maßnahme reduziert werden kann. Vielmehr erfordert er das Zusammenspiel von internationaler Lagebewertung, technischer Innovation, baulichen Schutzkonzepten, klaren Prozessen und kontinuierlicher Erprobung. Ganzheitliche Sicherheitskonzepte setzen dabei die Kooperation der verschiedenen Akteure in der Sicherheitsbranche voraus.
Sälzer
Interdisziplinärer Austausch als Basis
Die Sälzer GmbH brachte mit Fachvorträgen Perspektiven aus Sicherheitspolitik, Wirtschaft, Behörden, Ingenieurwesen und Hochsicherheitsbranche zusammen. Zu den Referenten gehörten unter anderem Dr. Gerlinde Niehus, internationale Sicherheitsexpertin, Prof. Dr.-Ing. habil. Norbert Gebbeken von der Universität der Bundeswehr München und Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, sowie Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Sie beleuchteten die Frage, wie Sicherheitskonzepte in Deutschland, Europa und weltweit auf veränderte Bedrohungslagen reagieren können. Die Marburger Sicherheitstage boten zudem Raum für Diskussionen und den persönlichen Austausch.
Sälzer
Praxisnahe Einblicke in Schutzlösungen
Am zweiten Veranstaltungstag erhielten die Teilnehmenden an fünf Praxisstationen Einblicke in unterschiedliche Sicherheitslösungen, Systeme und Materialien. Im Fokus standen intelligente Kamerasysteme sowie abgestimmte Schutzebenen von der Perimetersicherung bis zur widerstandsfähigen Gebäudehülle. Gezeigt wurden außerdem Sicherheitslösungen für besonders gefährdete Personen, Panikräume und Safe Houses sowie Maßnahmen zum physischen Schutz vor Vandalismus.
Im ballistischen Prüfzentrum konnten die Teilnehmenden das Verhalten unterschiedlicher Materialien wie Stein, Holz, Aluminium und Stahl unter Beschuss nachvollziehen. Ein Live-Test zur Druckwellenhemmung zeigte, wie bauliche Schutzmaßnahmen auf Druckwellen reagieren und bewertet werden können. Die Stationen verdeutlichten, dass wirksamer Schutz aus dem Zusammenspiel mehrerer Ebenen entsteht: Bedrohungen müssen früh erkannt, Angriffe verzögert und ein Eindringen verhindert werden.
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