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Erster Spatenstich: Schirmer startet Bau des Hauptsitzes

Schirmer Maschinen

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Am 21. Oktober 2026 hat die Schirmer Maschinen GmbH (Schirmer) den Bau ihres neuen Hauptsitzes am Stammsitz an der Stahlstraße begonnen. Der Neubau entsteht zwischen den Kommunen Verl und Rietberg. Auf dem Areal entstehen Verwaltungs- und Produktionsgebäude. Schirmer bezeichnet das Vorhaben als bislang größte Investition in der Unternehmensgeschichte. Beim ersten Spatenstich waren Vertreter aus Politik und Verwaltung, der Beckhoff Automation-Gruppe (Beckhoff), von Schirmer und vom Generalunternehmer Goldbeck anwesend.

Neubau bündelt die Standorte

Die neue Produktion soll im Herbst 2027 fertiggestellt sein. Auf 28.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche plant Schirmer dort Fertigung, Vormontage, Endmontage und Inbetriebnahme. 2028 soll das Verwaltungsgebäude mit rund 4.200 Quadratmetern Bürofläche folgen. Dort ziehen unter anderem Konstruktion und Entwicklung von Schirmer sowie einige Bereiche von Beckhoff ein.

Mit dem Neubau führt Schirmer seine bislang auf Verl, Gütersloh-Avenwedde und Gütersloh-Spexard verteilten Bereiche an einem Standort zusammen. Das Unternehmen erwartet davon schnellere Prozesse, kürzere Informations- und Materialflüsse sowie eine einfachere Logistik entlang der Wertschöpfungskette. Zugleich sollen die neuen Flächen Kapazitäten für Investitionen, den Ausbau der Wertschöpfungstiefe sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Schirmer-Geschäftsführer Ludger Martinschledde schätzt das künftige Umsatzpotenzial auf 150 Millionen Euro.

Versammelten sich am 21. Oktober 2026 zum Spatenstich (v.l.n.r.): Toralf Evert, Projektleiter Goldbeck, Thorsten Hochhard, Geschäftsführer Goldbeck Nord, Ludger Martinschledde, Geschäftsführer Schirmer Maschinen, Hans Beckhoff, Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter Beckhoff Automation und sein Sohn Johannes Beckhoff, Andreas Sunder, Bürgermeister Stadt Rietberg, und Robin Rieksneuwöhner, Bürgermeister Stadt Verl.

Schirmer Maschinen

Versammelten sich am 21. Oktober 2026 zum Spatenstich (v.l.n.r.): Toralf Evert, Projektleiter Goldbeck, Thorsten Hochhard, Geschäftsführer Goldbeck Nord, Ludger Martinschledde, Geschäftsführer Schirmer Maschinen, Hans Beckhoff, Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter Beckhoff Automation und sein Sohn Johannes Beckhoff, Andreas Sunder, Bürgermeister Stadt Rietberg, und Robin Rieksneuwöhner, Bürgermeister Stadt Verl.

Wachstum treibt den Neubau an

Zwischen 2019 und 2024 verdoppelte Schirmer seinen Umsatz auf 80 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Beschäftigten. Das Unternehmen hat zudem aktuell 24 Auszubildende. Im Jahr 2025 erzielte das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitenden und einem 70-köpfigen Team von Beckhoff, das ausschließlich für Schirmer arbeitet, einen Umsatz von knapp 90 Millionen Euro. Für dieses Jahr erwartet Schirmer weiteres Wachstum.

Schirmer baut Maschinen für die Bearbeitung von PVC-, Aluminium- und Stahlprofilen. Das Unternehmen stellt dafür aus einem Baukasten weitgehend standardisierter Prozessmodule Maschinenkonzepte zusammen, die es an Produkt- und Produktionsanforderungen der Kunden anpasst. Einsatzfelder sind unter anderem Fenster- und Fassadenbau, Luft- und Raumfahrt, Automotive, Railway, Maschinenbau sowie Möbel- und Innenausbau. Die Kooperation mit Beckhoff besteht seit 1980; 2016 wurde Schirmer in die Unternehmensgruppe integriert.

Goldbeck übernimmt die Umsetzung

Für den Neubau hat Schirmer die Goldbeck Nord GmbH, Niederlassung Bielefeld, beauftragt. Marc Schumann, Verkaufsingenieur bei Goldbeck, erklärt: „Die Schirmer Maschinen GmbH hat früh ein klares Bild ihrer zukünftigen Produktions- und Logistikprozesse beschrieben“. Goldbeck entwickelte daraus mit Schirmer ein Konzept für weiteres Wachstum am Standort.

Goldbeck deckt bei Projekten nach eigenen Angaben Design, Bau und Serviceleistungen während des Betriebs ab. Wesentliche Systemelemente fertigt das Unternehmen in eigenen Werken vor und montiert sie auf der Baustelle. Toralf Evert, Projektleiter bei Goldbeck, betont: „Großprojekte werden nicht allein auf der Baustelle entschieden, sondern vor allem in der Zusammenarbeit der Menschen dahinter. Die offene und konstruktive Abstimmung mit der Schirmer Maschinen GmbH als Bauherrin sowie den Städten Rietberg und Verl hat entscheidend dazu beigetragen, dass wir nun planmäßig in die Umsetzung starten können.“