Der dritte Nordtreff-Fenster-Fassade (NFF) in Brockel hat erneut alle Erwartungen übertroffen: 250 Besucher – davon 45 % Verarbeiter – informierten sich bei 30 Ausstellern über Neuheiten und Innovationen der Branche. Die Initiatoren Björn Schröder und Marc Nickel kündigten bereits den nächsten Termin für den 10. September 2027 an.
Das Erfolgsrezept des NFF liegt in der direkten, unkomplizierten Herangehensweise. Sowohl für die Aussteller als auch für die Besucher.
Als Aussteller hat man die Kosten direkt im Blick, die Veranstalter machen alles transparent.
Der Besucher freut sich über die gelungene Netzwerk-Möglichkeiten und den Überblick über 30 Unternehmen, die sich hier präsentierten.
Fachvorträge liefern relevanten Input
Daniel Mund / GW
Zwei Fachvorträge rundeten das Programm ab: Kriminal- und Geheimdienstanalyst Dr. Mark T. Hofmann zeigte eindrucksvoll die reale Gefahr durch Cyberkriminalität für Unternehmen der Branche auf.
Frank Lange, Geschäftsführer des Verbands Fenster + Fassade (VFF), gab einen Zwischenstand zur aktuellen Marktlage: Der Neubau ist wieder gestartet, die private Sanierung bleibt aber schwach. Nach einer Seitwärtsbewegung im letzten Jahr prognostiziert der Verband ein Wachstum im Fenstermarkt von 3,1 %.
Verarbeiter zeigen sich begeistert
Die Resonanz der Verarbeiter war durchweg positiv. Thomas und Marcus Lütje von der FenTech GmbH aus Wernigerode waren zum ersten Mal dabei: "Wir werden wiederkommen", gaben sie bereits ihre Zusage für 2027. Der Grund: "Die Veranstaltung ist eine gute Gelegenheit, sich zu informieren bei den Lieferanten. Aber auch die Vorträge haben den richtigen Input geliefert."
Stephanie Hövel, Einkaufsleitung Heinrich Meyer-Werke Breloh, gab auf LinkedIn zu Protokoll: "Ich treffe hier meine sämtlichen Kontakte aus dem Einkauf. Man kann spezielle Themen auch mal persönlich klären." Ähnlich äußerte sich Heiner Behnken von der Zimmerei Cord: "Mir sagt der NFF zu, denn ich kann mich an den Ständen in Ruhe informieren. Das Ganze in angenehmer Atmosphäre und begleitet von guten Vorträgen."
Aussteller profitieren vom direkten Kontakt
Daniel Mund / GW
Auch die Aussteller zeigten sich zufrieden. Christian Klawitter von Alukon lobte: "Ein tolles Netzwerk ist hier entstanden." Stefan Gaschler von Alumat Frey war den ganzen Tag über im regen Austausch zu Produktinnovationen wie dem 2-teiligen Abschlussflansch für die Abdichtung bodentiefer Fensterelemente.
Besonders beeindruckend war die Präsenz von Forterro, wo zum ersten Mal das gesamte Sales Team mit Forterro Windows & Doors, Forterro Klaes GmbH und 3E Datentechnik GmbH gemeinsam auftrat. "Wir schätzen die Möglichkeit sehr, mit Kunden, Interessenten und Partnern in den direkten Austausch zu kommen. Für uns war das Event ein toller Erfolg", resümierte das Unternehmen.
Organisatoren erschöpft aber zufrieden
Initiator Björn Schröder zeigte sich nach der Veranstaltung erschöpft: "LEUTE, IHR HABT MICH GESCHAFFT!! Am Samstag haben wir noch ein paar Reste aufgeräumt, danach bin ich stumpf aufs Sofa gefallen." Trotz der Anstrengung sei er sehr zufrieden mit der Veranstaltung.
Besonders erstaunt zeigte sich Schröder über die Zurückhaltung mancher Betriebe bei Innovationen: "Wenn die Besucher durch die Lackierung gehen und staunen, wie viel einfacher die Beschichtung sein kann, verstehe ich es oftmals nicht, diesen Weg einfach mal zu testen. 'Das machen wir schon 30 Jahre so', ist kein Argument", so Schröder.
Bereits ein Viertel der Plätze für 2027 vergeben
Der Erfolg des NFF zeigt sich auch in den Anmeldezahlen: Bereits ein Viertel der Besucherplätze für den 10. September 2027 ist gebucht. VFF-Geschäftsführer Frank Lange, selbst Organisator eines ausgezeichneten Kongresses, zollte den Initiatoren Respekt: "Mich freut das, dass das hier so funktioniert. Es hilft, die Branche zusammenzuschweißen – und das können wir gerade gut gebrauchen."
Der NFF hat bewiesen, dass die norddeutsche Fenster- und Fassadenbranche großen Bedarf an regionalem Austausch hat.