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Veka forciert nachhaltigen Materialeinsatz durch Verstärkungskonzept

Das Konzept ermöglicht einerseits den sparsamen und technisch sinnvollen Einsatz von Flügelverstärkungen und andererseits den Bau von großen Elementen.

Beim neuen Verstärkungskonzept gilt es, die jeweiligen Produktkonstellationen, die Rahmenbedingungen am Einbauort und die zu erwartenden Wechselwirkungen zu berücksichtigen, um die optimale Konstruktion zu ermitteln und die uneingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Elemente während ihrer gesamten Nutzungsdauer zu gewährleisten.

Im Kern geht es um nachhaltigen Materialeinsatz, denn es basiert auf dem Prinzip „so viel Stahl wie nötig, so wenig wie möglich“.
Das Systemhaus hat in einer wissenschaftlichen Arbeit die thermischen Belastungen auf die eigenen Profilsysteme und deren Auswirkungen bewertet. Auch ging es darum, die Belastungen reproduzierbar simulieren zu können.

Ein wichtiges Resultat der durchgeführten Studien ist die Entscheidung, Oberflächen in Zukunft nach dem Reflektions- und Absorbtionsverhalten zu klassifizieren. Die Basis hierfür ist der sogenannte TSR-Wert (Total Solar Reflectance). Dieser gibt an, wie viel Solarstrahlung von einer Oberfläche reflektiert wird. Je kleiner der Wert ist, umso wärmer werden die Profile. „Wir wissen, wann es wo wie warm wird und können das nun über das Veka interne Oberflächentool bestimmen. Damit kann die thermische Belastung für verschiedene Folien berechnet werden. So sind wir für die Zukunft bestens gerüstet“, erklärt Hermann Schmitz, Leiter der Veka Technologie und Innovation.

In Europa gibt es Klimazonen, bei denen die Farbgebung bzw. der TSR-Wert einer Oberfläche unproblematisch (grün) ist, während der gleiche TSR-Wert in anderen Regionen zu teils erheblichen Problemen (orange/rot) führen dürfte.

Veka

In Europa gibt es Klimazonen, bei denen die Farbgebung bzw. der TSR-Wert einer Oberfläche unproblematisch (grün) ist, während der gleiche TSR-Wert in anderen Regionen zu teils erheblichen Problemen (orange/rot) führen dürfte.

Wir wissen, wann es wo wie warm wird und können das nun über das Veka interne Oberflächentool bestimmen.

Hermann Schmitz, Leiter der Veka Technologie und Innovation.

Daniel Mund / GLASWELT

Mit der differenzierten Betrachtung der verschiedenen Oberflächen, die dem Hinweis der im Entwurf vorliegenden EN 12608-2, (Prüfnorm für PVC-U-Profile mit laminierten Folien) entspricht, unterscheidet Veka nicht mehr zwischen Verstärkungen für weiße und farbige Profile. Die Oberflächen werden nun in verschiedene Farbgruppen (A, B, C) eingestuft. In diesen Oberflächengruppen lassen sich – je nach Ausführung und statischen Eigenschaften der Verstärkung – unterschiedliche Flügelgrößen realisieren.

Optimierte Verstärkungen möglich

Als weiteren wichtigen Punkt hat der Systemgeber die Verstärkungen so optimiert, dass sie direkt an den Profilwandungen anliegen und so ihre statische Wirkung optimal übertragen. Damit einher geht die Realisierung neuer Maximalgrößen. Im Rahmen dieser Entwicklung wurden neue Verstärkungsgeometrien für die 70er, 80er und 100er Flügel für Trockenverglasung und Glasverklebung entwickelt, die deutlich mehr Möglichkeiten und ganz neue Spielräume eröffnen. Die Verstärkungen werden in bis zu drei Kategorien für Flügelprofile und bis zu vier für Stulpprofile eingeteilt. Anhand der Einteilung in diese Kategorien sowie in die Farbgruppen der Oberflächen und der gewünschten Baugrößen können die Verstärkungen gezielt für ein Bauvorhaben ausgewählt werden. Dabei ermöglicht das Baukastensystem an Verstärkungsgeometrien die Wahl zwischen einem hohen Individualisierungsgrad und einem Systemstandard.

Aufgrund der Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten werden die Diagramme nicht mehr in den Systemdokumentationen, sondern in einem separaten Teildokument des neuen Veka Planungshandbuchs berücksichtigt, das digital hinterlegt ist.

Prüfung in WinDoPlan, Klaes und 3E

Für die optimale Planungsunterstützung ist das neue Verstärkungskonzept auch im Veka Planungstool WinDoPlan hinterlegt.

Veka

Für die optimale Planungsunterstützung ist das neue Verstärkungskonzept auch im Veka Planungstool WinDoPlan hinterlegt.

Im Online-Planungstool WinDoPlan ist das neue Verstärkungskonzept bereits hinterlegt. Damit bietet das Tool eine Möglichkeit, um die komplexen Abhängigkeiten zu erfassen, die möglichen Konfigurationen zu prüfen und die optimal passende Kombination auszuwählen.

Bei den Fensterbau-Softwareprogrammen von Klaes und 3E laufen bereits die Programmierungen der zusätzlich benötigten Funktionen für das neue Verstärkungskonzept, und die Digital Building Solutions GmbH implementiert aktuell die Stammdaten.

Neues Konzept wird nicht automatisch aktiviert

Beim Update der Stammdaten bleibt allerdings auch die bestehende Verstärkungslogik erhalten. Das neue Verstärkungskonzept wird zusätzlich bereitgestellt, aber nicht automatisch aktiviert. Für Rückfragen zu den Stammdaten steht die DBS und darüber hinaus wie gewohnt der Technische Support von Veka zur Verfügung. Weitere Informationen zum neuen Verstärkungskonzept sowie eine Programmschulung sind im Login-Bereich auf der Homepage des Systemgebers hinterlegt.