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VFF erwartet mehr Fenstersanierungen für 2027

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Für den deutschen Fenstermarkt wird 2026 ein Volumen von 13,16 Mio. Fenstereinheiten erwartet, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 2027 soll der Markt nach der Prognose des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) um weitere 1,5 Prozent auf 13,35 Mio. Einheiten wachsen. Rund sieben von zehn Fenstereinheiten entfallen in beiden Jahren auf den Gebäudebestand. Den moderaten Zuwachs knüpft der VFF an verlässliche gesetzliche, förderpolitische und baurechtliche Rahmenbedingungen.

Gebäudebestand stellt wichtigsten Absatzmarkt dar

Im Modernisierungsmarkt rechnet der VFF 2026 mit 9,15 Mio. Fenstereinheiten und 2027 mit 9,26 Mio. Einheiten. Im Neubau stehen dem 4,01 Mio. Einheiten im Jahr 2026 und 4,09 Mio. im Jahr 2027 gegenüber. Der Modernisierungsanteil liegt damit bei 69,5 Prozent im Jahr 2026 und 69,4 Prozent im Jahr 2027. Damit ist für Hersteller, Zulieferer, Fachhandel und Montagebetriebe der Gebäudebestand der wichtigste Absatzmarkt.

„Der Neubau bleibt wichtig. Die Stabilität des Fenstermarktes kommt derzeit aber eindeutig aus dem Bestand“, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange. „Wer ein Fenster modernisiert, tätigt keine reine Ersatzbeschaffung. Die Investition verbessert die energetische Qualität, die Nutzbarkeit und den Wert eines Gebäudes. Fenstersanierung ist deshalb zugleich Wirtschafts-, Klima- und Sozialpolitik.“

Sanierungsquote steigt weiter

Der VFF betrachtet die Sanierungsquote auf zwei Ebenen. Bezogen auf den gesamten deutschen Fensterbestand von voraussichtlich 666 Mio. Fenstereinheiten ergibt sich für 2027 eine Sanierungsquote von 1,39 Prozent. Bezogen auf das wirtschaftlich besonders relevante Potenzial der vor 1995 eingebauten Fenster steigt die Quote auf 5,35 Prozent. Gleichzeitig bleiben 2027 rund 173 Mio. technisch veraltete Fenstereinheiten im Bestand.

Neue Fenster verbessern mehr als den Wärmeschutz

Neue Fenster leisten mehr als Wärmeschutz. Sie können Zugerscheinungen und Wärmeverluste reduzieren, die Tageslichtnutzung und den Wohnkomfort verbessern und – in Verbindung mit geeignetem Sonnenschutz – den sommerlichen Wärmeschutz stärken. Je nach Planung und Ausstattung lassen sich zugleich Anforderungen an Schallschutz, Barrierefreiheit, Einbruchhemmung und Lüftung berücksichtigen.

Das ist insbesondere für den großen Bestand an Ein- und Mehrfamilienhäusern relevant. Fenster können als einzelne, zeitlich überschaubare Maßnahme oder als Teil einer Gesamtsanierung modernisiert werden. Damit lassen sich Gebäude schrittweise ertüchtigen, ohne jede Investition an eine vollständige Sanierung zu koppeln. Bezahlbares Wohnen bedeutet dabei nicht nur, günstiger zu bauen, sondern auch dauerhaft bezahlbare Betriebs- und Energiekosten in einem werthaltigen Gebäudebestand zu sichern.

QR-Code „Factsheet“: Das vollständige VFF-Fact-Sheet „Fenstermarkt, Marktentwicklung und Sanierungsquote im Fensterbereich in Deutschland 10/2026“ – Grundlage dieser Pressemitteilung – steht hier zur Verfügung. Es basiert auf der Studie „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“ (Aktualisierung Januar 2024) und der Studie der Heinze GmbH zum deutschen Fenstermarkt (Oktober 2026). Eine Fenstereinheit (FE) entspricht 1,3 m x 1,3 m.

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QR-Code „Factsheet“: Das vollständige VFF-Fact-Sheet „Fenstermarkt, Marktentwicklung und Sanierungsquote im Fensterbereich in Deutschland 10/2026“ – Grundlage dieser Pressemitteilung – steht hier zur Verfügung. Es basiert auf der Studie „Mehr Energie sparen mit neuen Fenstern“ (Aktualisierung Januar 2024) und der Studie der Heinze GmbH zum deutschen Fenstermarkt (Oktober 2026). Eine Fenstereinheit (FE) entspricht 1,3 m x 1,3 m.

VFF fordert verlässliche Förderung

Der VFF verweist auf das seit Juli 2026 geltende Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) und die fortgeführte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Für Eigentümer, Wohnungswirtschaft, Planer und Fachbetriebe fordert der Verband verlässliche Regeln über die gesamte Planungs-, Finanzierungs- und Umsetzungsphase. Der VFF verlangt eine mehrjährige und auskömmliche Finanzierung der BEG-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, den dauerhaften Erhalt der steuerlichen Förderung von Gebäudesanierungen und einfache, digital nutzbare Antragsverfahren. Abrupte Änderungen bei Fördersätzen, Förderfähigkeit oder technischen Anforderungen sowie Förderstopps sollen aus Sicht des Verbands ausbleiben. Sollte die BEG im Jahr 2027 weiter vereinfacht oder neu geordnet werden, muss die Vereinfachung Bürokratie abbauen - nicht Förderung verringern oder neue Warteeffekte auslösen. Die Gebäudehülle soll in der Förderpolitik gleichberechtigt neben der Anlagentechnik stehen.

 „Förderpolitik wirkt nur, wenn Menschen darauf vertrauen können, dass die Regeln auch noch gelten, wenn geplant, finanziert und beauftragt wird“, betont Lange. „Jede angekündigte grundlegende Neuordnung kann Investitionen zunächst aufhalten. Was die Branche jetzt braucht, sind Verlässlichkeit, klare Übergangsregeln und ein dauerhaft sichtbares Bekenntnis zur Sanierung der Gebäudehülle. Politik auf Bundes- und Landesebene muss jetzt dafür sorgen, dass aus Investitionsbereitschaft tatsächliche Aufträge werden.“

Quelle: ar / VFF