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Vakuumgläser für historisches Pariser Glasatelier

Die Art-déco-Fassade des ehemaligen Designstudios von Wilmotte & Industries  ist durch schlanke Metallprofile und großformatige Glasflächen geprägt. Die ursprünglichen Monogläser entsprach jedoch nicht mehr den aktuellen Anforderungen an Wärme- und Schallschutz. Gleichzeitig sollte das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes unverändert bleiben.

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Im Rahmen der Sanierung wurden die vorhandenen T-Metallträger instand gesetzt und weiterverwendet. Die Neuverglasung erfolgte mit Vakuum-Isoliergläsern von Fineo, dessen geringe Dicke den Einbau in die bestehende Unterkonstruktion erlaubte. Für das Projekt kam eine Ausführung des Typs Fineo 8 zum Einsatz, laminiert mit klarem Einscheiben-Sicherheitsglas. 

Verantwortlich für die  Sanierung war das international tätige Architekturbüro Wilmotte & Associés.

So funktionieren die Vakuumgläser

Die Funktionsweise des eingesetzten Glases basiert auf einem hermetisch versiegelten Vakuumzwischenraum von etwa 0,1 mm Dicke zwischen den beiden Glasscheiben der Isolierglas-Einheit. Durch den Wegfall konvektiver und leitender Wärmeübertragung wird ein Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) erreicht, bei einer Gesamtdicke der Scheibe von unter 7 mm.

In Bezug auf den Schallschutz erzielt das System in Standardkonfigurationen einen Schalldämmwert von rund 36 Dezibel. In Verbundausführungen mit speziellen Schallschutzfolien sind sogar höhere Werte möglich.

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Bei den größeren Scheiben mit Abmessungen von mehr als 40 x 150 cm kamen zudem keramische Warm-Kante-Abstandhalter zum Einsatz. Dies erhöht den Schutz vor Glasbruch sowie vor möglichen Einwirkungen von außen.

Die Umsetzung des Projekts übernahm Verre & Métal, ein seit 1921 etabliertes Unternehmen mit ausgewiesener Expertise im Glas- und Metallbau.

Zulassungen und ökologische Kennwerte

Für die im Paris Glasatelier verbauten Vakuum-Isoliergläser liegen europäische Zulassungen (CE-Kennzeichnung) sowie eine allgemeine Bauartgenehmigung des Deutschen Instituts für Bautechnik vor. Darüber hinaus ist das Produkt mit einer Umweltproduktdeklaration in der INIES-Datenbank gelistet, die auch Varianten mit reduzierten CO₂-Emissionen berücksichtigt.

Nach Auskunft von Fineo weisen Langzeituntersuchungen auf eine stabile thermische und akustische Funktion über mehrere Jahrzehnte hin. Damit eigne sich die Vakuumverglasung insbesondere auch für Sanierungsprojekte im Bestand, bei denen geringe Glasdicken, hohe bauphysikalische Leistung und der Erhalt bestehender Konstruktionen im Vordergrund stehen.

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