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Beschlagsrevolution mit Alu XT

Siegenia vernetzt Fenster, Türen und Lüftung in einem System

Aus dem Zukunftsszenario von 2024 wird auf der diesjährigen Messepräsentation eine konkrete Anwendung: Die Zentralsteuerung vernetzt über den herstellerübergreifenden Standard Matter sowie KNX erstmals alle Komponenten der Gebäudehülle zu intelligenten Wohnszenarien. Sie schafft gesunde, komfortable und sichere Räume, in denen Menschen sich wohlfühlen. Vom zentralen Ver- und Entriegeln des gesamten Hauses per Fingertipp über die automatisierte Frischluftzufuhr mithilfe motorisch angetriebener Fenster bis zur intelligenten Vernetzung smarter Lösungen von Siegenia mit Heizung, Beschattung und anderen Komponenten der Gebäudeautomation bietet die Zentralsteuerung Endanwendern erheblichen Mehrwert.

Raumkomfort ohne Herstellerbindung

Ein entscheidender Vorteil der Siegenia-Lösung: Über den Kommunikationsstandard Matter eröffnet es Verarbeitern attraktive Geschäftsfelder rund um die Smartifizierung – ganz ohne Bindung an herstellerabhängige Ökosysteme. Endanwender haben die Möglichkeit, individuelle Szenarien für sicheres Wohnen, Komfort und Energiesparen einzurichten.

Bereits verfügbare Matter-fähige Lösungen wie die vollmotorische Mehrfachverriegelung ­Genius, der motorische Fensterantrieb Drive CL sowie die Matter-fähigen Schalt-Aktoren zur Steuerung von Fremdprodukten werden durch neue Anwendungsmöglichkeiten ergänzt. Zu den neuen Highlights, die das Anwendungsspektrum noch leistungsfähiger machen, zählt insbesondere der komplett verdeckt liegende Antrieb Drive axxent LS smart für Hebe-Schiebe-Elemente.

Der smarte Fenstergriff der zweiten Generation und der smarte Sensor, die Messebesucher live erleben können, sind bereits erhältlich beziehungsweise stehen unmittelbar vor der Markteinführung.

Next Level für den Aluminium-Beschlag

Als zweites Highlight unter dem Motto „Next Level“ präsentiert Siegenia den völlig neuartigen Beschlag Alu XT, der neue Maßstäbe setzt und die Anschlagzeiten in der Fertigung deutlich reduziert. Das Besondere: Die Schubstangentechnologie kommt unabhängig vom Fenstermaß mit maximal fünf Schubstangen aus – das ist derzeit einzigartig.

Ausgestattet mit einer integrierten Aufnahmenut, erlaubt die Schubstange das einfache Einsetzen zusätzlicher Verschlusspunkte oder Zubehör, ohne dass sie zusätzlich bearbeitet werden muss. Die Schubstange wird lediglich mithilfe eines Sägeschnitts oder einer geraden Stanzung auf die gewünschte Länge gekürzt.

Selbsterklärend und schnell ist auch der Einbau: Er erfolgt durch das einfache Einsetzen in das Profil ohne das herkömmliche Öffnen des Schubstangenkanals.

Koppelstellen verzeihen Toleranzen

Mehrwert bieten die innovativen Koppelstellen für die Verbindung von Schubstangen und Beschlagkomponenten: Für jedes einzelne Schubstangenelement ermöglichen sie beim Zuschnitt Toleranzausgleiche von bis zu 4 mm und verschaffen Verarbeitern eine derzeit beispiellose Flexibilität. Die Schubstange kann dabei einfach, flexibel und werkzeuglos in die Beschlagaufnahmenut eingeschwenkt werden.

Wertvolle Zeit- und Kostenvorteile eröffnen die selbstpositionierenden und ebenfalls einschwenkbaren Beschlagbauteile. Ihre Montage ist einfach und kann durch einen leichten Handgriff gesichert werden. Die Montagereihenfolge, in der die Beschlagbauteile in das Flügelprofil eingebaut werden, lässt sich komplett flexibel an vorhandene Abläufe anpassen.

Auch eine nachträgliche Aufrüstung auf RC2 ist dank der Schubstangen- und Koppeltechnologie leicht möglich. Diese kann ohne den Ausbau des Elements erfolgen und wird unterstützt durch die freie Positionierbarkeit der Verschlusspunkte. Zubehör wie die Zusatzschere lässt sich auf diese Weise einfach einsetzen und frei positionieren – ohne Stückelung der Schubstangen. Standard-Schließteile wurden hinsichtlich Klemmung optimiert und ermöglichen somit höhere Falzlufttoleranzen. Vorteile bieten Verarbeitern auch die überarbeiteten rahmenseitigen RC-Schließteile. Ihre einfache Positionierung über die Klemmung und Verschraubung sorgt für Effizienzzugewinne.

Smart Ready-Lösungen für den Raumkomfort

Beide Innovationen – die Zentralsteuerung und der Alu XT – fügen sich in Siegenias Gesamtkonzept für 360° Raumkomfort ein.

  • Der smarte Sensor ist in zwei Varianten verfügbar: eine beschlagunabhängig einsetzbare Lösung zum einfachen Verkleben für die Nachrüstung sowie eine Variante mit optionaler Halterung für die rahmenseitige Montage in der Fertigung. Letztere erlaubt die Fertigung von Smart Ready-Lösungen, die zum gewünschten Zeitpunkt flexibel durch die passenden Sensoren ergänzt werden können.
  • Der smarte Fenstergriff der zweiten Generation überzeugt durch eine neue Matter-Version und weiterentwickelte Gerätesoftware, die für ausgesprochen stabile Funkverbindungen steht. Die Öffnungsüberwachung arbeitet nun noch präziser als zuvor, und auch die Mechanik wurde spürbar verbessert. Eine Multi-Fabric-Funktion ermöglicht die parallele Bedienung des Griffs von mehreren Controllern aus.
  • Lüftung als Baustein des Raumkomforts

    Einen wesentlichen Baustein für 360° Raumkomfort bilden die Lüftungslösungen. Der Fassadenlüfter Aeromat VT WRG plus erreicht eine Wärmerückgewinnung von bis zu 95 % und die Energieeffizienzklasse A, was ihn förderfähig macht. Der Wandlüfter Aeroplus WRG kombiniert die Wärmerückgewinnung von bis zu 93 % mit niedrigem Eigengeräusch und hoher Schalldämmung. Auch hier ist die Einbindung in die Siegenia Comfort App und Gebäudeleittechnik via KNX möglich.

    ID4Win: Digitaler Produktpass für die Fensterbranche

    Ein zentraler Baustein für nachhaltige Kreislaufwirtschaft ist das Kooperationsprojekt ID4Win, an dem sich Siegenia aktiv beteiligt. Das Projekt entwickelt einen digitalen Produktpass für Fenster und Türen, der alle relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus digital verfügbar macht. Alle Akteure der Wertschöpfungskette können so auf wichtige Produktdaten zugreifen.

    Der Pass erfasst Materialzusammensetzung, Herstellungsdatum, Komponenten, Wartungsintervalle und Reparaturhistorie. Diese Informationen ermöglichen die gezielte Demontage am Nutzungsende und sortenreine Rohstofftrennung. Besonders wichtig: Der Pass macht Qualität und Herkunft der Materialien transparent – Voraussetzung für hochwertiges Recycling. Hersteller können die Produktqualität dokumentieren, Verarbeiter erhalten detaillierte Komponenteninformationen für Service und Wartung. Gebäudeeigentümer profitieren von transparenten Informationen über Lebensdauer und Zustand ihrer Fenster und Türen.

    Der digitale Produktpass wird über QR-Codes oder NFC-Chips am Produkt abrufbar sein und kann über das gesamte Gebäudeleben hinweg aktualisiert werden. So entsteht eine lückenlose Dokumentation, die am Ende der Nutzungszeit wertvolle Informationen für das Recycling liefert.

    Daneben beteiligt sich Siegenia auch am Projekt „Fenster im Zirkulären Bauen“, das ähnliche Ziele verfolgt und die Grundlagen für eine nachhaltige Fensterbranche der Zukunft legt. Beide Projekte unterstreichen das Engagement des Unternehmens für eine Kreislaufwirtschaft, die Ressourcen schont und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile bietet.

    Mit maßgeschneiderten Dienstleistungen wie dem Konfigurator für die einfache Planung von Fenster-, Tür- und Schiebetürsystemen und der Siegenia World als digitalem Tool zum virtuellen Erleben der Raumkomfort-Lösungen rundet das Unternehmen sein Angebot ab. Die Comfort Unit ermöglicht den Bezug passgenauer Komplettpakete und verschafft Fensterbauern Optimierungen in Arbeitsvorbereitung und Fertigungsprozess.

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