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Schüco: Energieeffiziente Sanierung des Z2 in Stuttgart

Das 2002 von Eike Becker Architekten entworfene und geplante Gebäude wird derzeit grundlegend überarbeitet und umfassend modernisiert. Der sechsgeschossige Baukörper mit den Maßen 94 × 12 m zeichnet sich durch fließende Kurven und die charakteristische Schichtung aus Glas und Aluminium aus. Das Gebäude ist Teil des Züblin Campus, dem zentralen Verwaltungs- und Innovationsstandort des Bauunternehmens. Züblin verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden.

Zum Einsatz kamen modernste Technologien, innovative Planungswerkzeuge sowie sogenanntes generatives Design. Diese datenbasierten Entwurfsmethoden nutzen Parameter und Algorithmen, um in kürzester Zeit eine Vielzahl von Varianten zu erzeugen, die mit konventionellen Planungsmethoden kaum berücksichtigt worden wären.

Neben konventionellen flachen PV-Modulen kamen auch speziell gefertigte konkave und konvexe PV-Module von Schüco zum Einsatz, die der Form der Brüstungsverkleidung des Gebäudes folgen.

Züblin / Niels Schubert / Schüco International KG

Neben konventionellen flachen PV-Modulen kamen auch speziell gefertigte konkave und konvexe PV-Module von Schüco zum Einsatz, die der Form der Brüstungsverkleidung des Gebäudes folgen.

Spezielle Fensterbänder für die Obergeschosse

Das äußere Erscheinungsbild des Z2 mit umlaufenden Fensterflächen machte eine Aufarbeitung der bestehenden Fensterelemente unmöglich. Daher wurden in den Geschossen eins bis fünf die Fenster durch das Schüco Fenstersystem AWS 75.SI+ optimized ersetzt.

Dieses hochwärmegedämmte Standardsystem mit einer Bautiefe von 75 mm bietet vielfältige Öffnungsvarianten und eignet sich ideal für den Einsatz in energieeffizienten Gebäuden.

Die charakteristischen Fensterbänder bestehen überwiegend aus festen Verglasungen mit einer Breite von 1350 mm, ergänzt durch AWS VV Lüftungsflügel und opake Bereiche. Die absturzsichernde 3-fach-Isolierverglasung (VSG/Float/Float bzw. VSG/Float/VSG) erreicht einen hervorragenden Ug-Wert von 0,6 W/m²K. Der durchschnittliche Uw-Wert der Elemente liegt bei 0,85 W/m²K.

Die Forster Fassadentechnik GmbH fertigte und montierte über 2500 m² Fensterfläche in fünf Geschossen. Um die statischen Anforderungen der bis zu 2400 mm hohen Elemente zu erfüllen, ließ Forster die Fensterprofile von Schüco mit direkt integrierten Führungsschienen für den Sonnenschutz extrudieren. Dadurch werden Durchbiegungen der Profile unter Last reduziert.

PV-Elemente für die Fassade

Eine besondere Herausforderung stellte die Sanierung der umlaufenden Aluminium-Brüstungsverkleidung auf Höhe der Zwischengeschosse dar. Neben der vollständigen Demontage und Aufarbeitung wurden beschädigte Bleche ersetzt sowie die Unterkonstruktion statisch und bauphysikalisch verstärkt.

Im Erdgeschoss wurde in einer Gebäudehälfte eine Holz-Alu-Fassadenkonstruktion ausgeführt mit  maßgeschneiderten Schüco Einsatzelementen. In der anderen Gebäudehälfte kamen rund 340 m2 Pfosten-Riegel-Fassade FWS 60.SI zum Einsatz.

Schüco International KG

Im Erdgeschoss wurde in einer Gebäudehälfte eine Holz-Alu-Fassadenkonstruktion ausgeführt mit  maßgeschneiderten Schüco Einsatzelementen. In der anderen Gebäudehälfte kamen rund 340 m2 Pfosten-Riegel-Fassade FWS 60.SI zum Einsatz.

Zur regenerativen Energiegewinnung wurden einzelne Elemente mit gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) ausgestattet. Um das äußere Erscheinungsbild nicht zu beeinträchtigen, entwickelte Schüco gemeinsam mit Forster Fassadentechnik ein projektspezifisches, dezentes Halteprofil. Bemerkenswert ist, dass neben konventionellen flachen PV-Modulen auch speziell gefertigte konkave und konvexe PV-Module von Schüco zum Einsatz kamen, die der Form der Brüstungsverkleidung folgen.

Pfosten-Riegel-Fassade im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss wurde in einem Gebäudeteil eine rund 340 m² große Pfosten-Riegel-Fassade FWS 60.SI von Schüco installiert. Das System mit 60 mm Ansichtsbreite bietet große Gestaltungsfreiheit durch eine Vielzahl an Druckleisten und Deckschalen sowie Kombinationsmöglichkeiten mit Fenster-, Tür- und Schiebesystemen.

Die Eingangsbereiche wurden mit dem Türsystem AD UP 75 ausgeführt, das gemäß DIN 18040 über eine barrierefreie, schwellenlose Ausführung sowie elektrische Türantriebe verfügt. Der andere Gebäudeteil erhielt eine Holz-Aluminium-Fassade, für die Forster maßgeschneiderte Schüco Einsatzelemente lieferte.

Im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie von Züblin wurden insgesamt 38 Tonnen Schüco Ultra Low Carbon Aluminium (ULC) für Fenster und Fassaden verbaut. Dieses Aluminium besteht zu mindestens 75 % aus Post-Consumer-Recyclingmaterial und weist einen GWP-Wert von 1,99 kg CO₂e/kg Aluminiumprofil auf. Gegenüber Standardaluminium entspricht das einer CO₂-Einsparung von rund 72 %.

Cradle to Cradle als Basis

Wo immer möglich, verwendete Züblin recycelbare und Cradle-to-Cradle-zertifizierte Materialien und Komponenten. Durch den Erhalt der Gebäudehülle, der Aluminium-Brüstungsverkleidung, der Erschließungskerne inklusive Aufzüge, der Tiefgarage sowie eines Großteils der Sanitäranlagen ist Z2 ein herausragendes Beispiel für ressourcenschonende Umnutzung.

Die umlaufende Brüstungsverkleidung aus Aluminiumblechen auf Höhe der Zwischengeschosse ist in Teilbereichen ebenfalls mit gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) ausgestattet.

Züblin / Niels Schubert / Schüco International KG

Die umlaufende Brüstungsverkleidung aus Aluminiumblechen auf Höhe der Zwischengeschosse ist in Teilbereichen ebenfalls mit gebäudeintegrierter Photovoltaik (BIPV) ausgestattet.