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aluplast weiht 33-Meter-Hochregallager mit 7.300 Palettenplätzen ein

aluplast hat in Karlsruhe ein hochmodernes Hochregallager für 20 Millionen Euro in Betrieb genommen – die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte. Das 33 Meter hohe Gebäude mit 7.300 Palettenstellplätzen erweitert die Gesamtkapazität am Standort auf rund 15.000 Stellplätze für 6-Meter-Profilstangen.

Das Besondere an der Anlage: Sie optimiert sich nachts selbstständig. „Das Lager wird mit den Aufträgen des Folgetages über Nacht gefüttert und optimiert sich nachts dann selber“, erklärt Patrick Seitz das Funktionsprinzip. Von den 7.300 Palettenplätzen sind etwa 5.500 für den eigentlichen Lagerbetrieb vorgesehen, der Rest dient als "Manövriermasse" für die interne Optimierung.

Fokus auf Sanierungsgeschäft und B-Artikel

Das neue Hochregallager von Fehr Lagerlogistik bei aluplast in Karlsruhe

Daniel Mund / GW

Das neue Hochregallager von Fehr Lagerlogistik bei aluplast in Karlsruhe

Hauptzielgruppe des neuen Hochregallagers sind B-Artikel, die für das wachsende Sanierungsgeschäft vorgefertigt werden. A-Artikel mit hohem Durchlauf bleiben weiterhin als Vollpaletten im Außenbereich verfügbar und durchlaufen das System direkt.

Auf einer Fläche von rund 120 x 22 Metern ermöglichen zwei Regalbediengeräte sowie moderne Steuerungs- und Kommissioniersysteme eine deutlich effizientere Handhabung der steigenden Artikelvielfalt. „Die Anforderungen unserer Kunden nehmen kontinuierlich zu – sowohl in der Bandbreite der Systeme als auch in der Geschwindigkeit der Abwicklung", so Gesellschafter Dirk Seitz.

Standardisierte Prozesse für mehr Qualität

Ein zentraler Ansatzpunkt des Projekts liegt in der konsequenten Standardisierung von Logistikprozessen. Durch klar definierte Kommissionierabläufe, scannerbasierte Identifikation und eine systemgestützte Führung der Prozesse werden Fehler reduziert und Abläufe stabilisiert.

Eine vorgelagerte Wareneingangskontrolle sowie die Steuerung sämtlicher Logistikprozesse über einen zentralen Leitstand sorgen für mehr Transparenz und höhere Bestandsqualität. Neue Funktionen wie ein „Kommissionier-Planer" sowie die durchgängige Einzelstab-Etikettierung mit barcodierter Erfassung sorgen für zusätzliche Nachvollziehbarkeit entlang der gesamten Prozesskette.

„Unser Ziel ist es, Komplexität beherrschbar zu machen, ohne Flexibilität zu verlieren", erklärt CEO Eric Bobay. „Durch die Kombination aus Automatisierung, Standardisierung und digitaler Steuerung erreichen wir eine deutlich höhere Prozesssicherheit und Effizienz."

Teil einer internationalen Investitionsstrategie

Das Hochregallager ist Teil einer langfristig angelegten Investitionsstrategie der aluplast Gruppe. Neben dem Standort Karlsruhe investiert das Unternehmen kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung seiner internationalen Standorte – unter anderem in Polen, den USA und Australien. In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren bereits Investitionen in die Kaschierung sowie die Modernisierung des Werks in Ettlingen umgesetzt.

Als Hauptsitz der Unternehmensgruppe übernimmt Karlsruhe eine zentrale Rolle innerhalb des internationalen Netzwerks. Von den optimierten Logistikprozessen sollen künftig auch wichtige Kernmärkte wie Frankreich, Spanien und Italien sowie die internationalen Tochtergesellschaften profitieren.

„Dass wir uns für den Bau des Hochregallagers entschieden haben, ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland", sagte Dirk Seitz während der feierlichen Einweihung des Lagers am 4. Juli. Das neue Hochregallager wurde bewusst optisch an das bestehende Gebäude an der Autobahn angepasst.

Sichtbare Investitionen am aluplast-Standort in Karlsruhe

Daniel Mund / GW

Sichtbare Investitionen am aluplast-Standort in Karlsruhe

Für Verarbeiter, Händler und Partner bedeutet das perspektivisch konkrete Vorteile im Tagesgeschäft: verbesserte Verfügbarkeit, höhere Lieferzuverlässigkeit und schnellere Reaktionszeiten auf individuelle Anforderungen.